Schkölen arbeitet an Hochwasserkonzept

Veröffentlicht: August 17, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz, Thüringen

Die Stadt Schkölen arbeitet an einem Hochwasserkonzept für ihr Gebiet. Die Finanzierung der Maßnahmen ist die größte Herausforderung.

Bereits vor einigen Wochen hatte eine Arbeitsgruppe, zu der Bürgermeister Matthias Darnstädt (LL/BV/BI), mehrere Stadträte und ein Vertreter des Bauhofes gehören, die vom Hochwasser Ende Mai/Anfang Juni betroffenen Orte besucht und Mängel aufgenommen. ­Daraus wurde nun ein Maß­nahmenplan mit groben Kostenschätzungen zusammengestellt.

Unter anderem ist darin die Aufschüttung des Dammes in Kämmeritz gegenüber das Hofes der Familie Weineck – der damals vom Wasser durchspült wurde – um einen Meter vorgesehen. Etwa 5000 Euro würde dies nach jetzigem Stand kosten. An der Wethaubrücke im Ort soll die Mauer in Fließrichtung rechts um rund zehn Meter verlängert werden. Kostenpunkt: 3000 Euro. Zwischen Dothener Mühle und Holzmühle muss der Uferbereich von überhängenden Bäumen und Schadholz beräumt werden (circa 1000 Euro).

In Schkölen selbst bildet ein Schutzdamm am Mönchsbach unterhalb der Waldbühne das Kernstück der Planungen. Für diese Maßnahme liegen auch Planungen vom Beginn der ­90er-Jahre vor. Diesen zufolge wären Investitionen von rund einer Viertelmillion Euro nötig. In den Flächennutzungsplan wurde der Damm ebenfalls aufgenommen.

Zudem wurde unter anderem festgestellt, dass die Drei-Bogen-Brücke in Böhlitz durch das Hochwasser beschädigt wurde. Dies ist besonders ärgerlich, da sie erst vor wenigen Jahren aufwendig saniert worden war. Zwischen Hainchen und Pratschütz stören zudem zwei Wehre den Fluss der Wethau. Sie waren zu DDR-Zeiten errichtet worden, um Wasser für den Gemüseanbau zu gewinnen. Zu den genannten und einigen weiteren Vorhaben sollen nun konkrete Projekte erarbeitet werden, erklärt Matthias Darnstädt.

„Die Umsetzung all dieser Maßnahmen hängt allerdings in erster Linie vom Geld ab.“ Ohne Fördermittel seien sie kaum denkbar. „Doch um diese zu ­bekommen, müsste bei einigen Institutionen erst einmal ein Umdenken einsetzen“, so der Bürgermeister. Oft stehe Schkölen nicht auf der Agenda, wenn es um den Schutz vor Hoch­wasser geht. „Aber das nächste kommt bestimmt.“

In der kommenden Woche sollen zwei Arbeitskräfte in einer über den Verein Ländliche Kerne koordinierten Fördermaßnahme störende Gehölze am Lauf der Wethau entfernen.

Quelle: otz.de

 

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