Noch keine Normalität in Sicht: Nach Hochwasser nutzt SV Elstertal Silbitz/Crossen erstmals Sportlerheim

Veröffentlicht: August 17, 2013 von fluthelfer in Hochwasserfolgen

Von Normalität sind die Landesklasse-Fußballer des SV Elstertal Silbitz/Crossen noch ein ganzes Stück entfernt.

Morgen nutzen die Silbitzer und die Gästemannschaft vom SV Schott Jena II zum ersten Mal nach dem Hochwasser am ersten Juni-Wochenende einige der Umkleidekabinen im Sportlerheim. Es ist das zweite Heim-Punktspiel in Silbitz nach der Natur-Katastrophe. Beim letzten Punktspiel der Vorsaison am 15. Juni gegen die SG Bad Lobenstein/Eliasbrunn zogen sich die Mannschaften in anderen Räumen auf dem Gelände um.

„Auch wenn wir uns morgen in unserem Vereinsheim umziehen können, bleibt es ein Provisorium. Die Wände sind immer noch nicht trocken. Deshalb konnten auch schon einige Male angekündigten Malerarbeiten immer noch nicht durchgeführt werden;“ sagte gestern Ralf Prieger, Trainer der ersten Mannschaft. Der Zuschauer bekommt morgen Nachmittag von den Schäden des Jahrhundert-Hochwassers nichts mit. Die öffentlich zugänglichen Toiletten an der Stirnseite des Gebäudes funktionieren wieder.

Die Duschen im Erdgeschoss für die Spieler, Trainer und Schiedsrichter sind auch intakt. Woran es morgen noch empfindlich hapert, ist am Inventar.

Für das Männerspiel werden extra drei Türen eingesetzt, um vor, während und nach dem Spiel die Kabinen vor ungebetenen Gästen abschließen zu können. Die Einrichtung in den drei Kabinen ist äußerst spärlich. Die Silbitzer Fußballer müssen aus ihrer eigentlichen Umkleidekabine ausziehen. Sie nutzen den Raum gegenüber der Schiedsrichter, „weil dort an der Wand noch Bänke angebracht sind“, sagte Prieger. Die Gäste-Mannschaft muss auch umziehen. Sie bekommen die Kabine der zweiten Silbitzer Mannschaft.

Einen Computer zur Übermittlung der Mannschaftsaufstellungen, der Tore und des Endergebnis in das DFB-Internet gibt es noch nicht. Auch hier heißt es improvisieren.

Trainer Prieger stellt morgen seinen transportablen PC zur Verfügung. Wieder vorhanden ist ein Kühlschrank, der kam von einer Privatperson. Eine Firma aus Eisenberg sponserte den Silbitzern zwei große Büro-Schränke. Weitere Anschaffungen seien geplant, sagte Doreen Näther, Freundin vom Mannschaftskapitän Reymond Prüfer, „wir werden aber dazu mit der Gemeinde reden.“ Die Gemeinde Silbitz mit Bürgermeister Lothar Schlag an der Spitze ist der Eigentümer der Sportanlage an der Elster. Über die immer noch etwas veränderten Rahmenbedingungen will Prieger die Gäste heute informieren. „Ich werde mit dem sportlichen Leiter telefonieren. Ich denke mal nicht, dass die Leute von Schott damit ein Problem haben, dass es bei uns auf dem Sportplatz noch nicht wie gewohnt zugeht.“

Quelle: tlz.de

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