Nach dem Hochwasser im Juni sind die Campingplätze jetzt wieder gut belegt

Veröffentlicht: August 17, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

„Bis zur Fensterbank hat das Wasser gestanden“, erklärt Oliver Richter und deutet auf das Rezeptionsgebäude des Rüdesheimer Campingplatzes. Im Juni hat das Hochwasser den Betrieb über lange Zeit unmöglich gemacht und nach den Worten des Inhabers den Monat bei Einbußen von rund 80 Prozent beinahe zu einem Totalausfall werden lassen. Immerhin läuft nun das Geschäft gut.

180 Stellplätze kann Richter durchschnittlich in Rüdesheim anbieten. Die Nutzer sind durchweg als Touristen unterwegs, es gibt also auf dieser Anlage keine Dauercamper. „Das hebt uns ab von anderen“, sagt der Besitzer, der nach den Deutschen die Dänen und die Briten und dann erst die Niederländer zu seinen wichtigsten Gästegruppen zählt. Die Aufenthaltsdauer sei stabil.

Viele Stammkunden

Wenig entfernt hat das Hochwasser in Geisenheim sogar eine Totalräumung des Campingplatzes nach sich gezogen. „Sogar die Noteinfahrt war überschwemmt“, berichtet der Inhaber Peter Franke. Zahlreiche Camper hätten nicht in den Nachrichten erfahren, dass außer dem Osten und dem Süden der Republik auch der Rheingau vom Hochwasser betroffen gewesen sei, das habe manchen „gewurmt“.

Immerhin lief der Mai nicht schlecht in Geisenheim und aktuell sei die Lage ebenfalls gut, nachdem zuvor einige Besucher wegen der Hitze vorzeitig abgereist seien. 120 Stellplätze für Touristen und 60 für Dauercamper, bei denen er im Gegensatz zu etlichen Kollegen keine Nachwuchsprobleme erkennt, umfasst Frankes Platz. „Wir haben viele Stammkunden aus zwei Stunden Umgebung“, ergänzt er.

Rheinabwärts muss Marco Barillaro vom Campingplatz Suleika im Bodental bei Lorch eigentlich kein Hochwasser fürchten wegen der erhöhten Lage. Trotzdem hätten viele Kunden eine Anreise gescheut, weil zum Beispiel auch die Schifffahrt eingestellt war. Unter dem Strich seien die Verluste höher als zusätzliche Einnahmen durch Umbuchungen von Touristen, deren ursprüngliches Ziel unter Wasser stand.

Der Saisonbeginn sei wegen verregneter Feier- und Brückentage ebenso mäßig verlaufen, erläutert Barillaro. Ein Handicap seien zudem die häufigen Sperrungen des Bahnübergangs im Lorcher Bächergrund. Wenn der Bahnübergang in Rüdesheim geschlossen werde, führe die Umleitung für Wohnmobile gar über Presberg. Radwegbaustelle und Bahnlärm seien andere hemmende Faktoren.

Mit dem Betrieb in den Sommerferien ist er jedoch zufrieden, wenngleich das die Verluste noch nicht vollständig auffange.

Umsatz mache er jeweils zur Hälfte mit Dauer- und Urlaubscampern, für die insgesamt gut 80 Stellflächen zur Verfügung stehen, legt der Mitinhaber dar. „Wir liegen in einem Natura-2000-Gebiet, daher haben wir ein anderes Publikum, das Natur und Erholung sucht“, sagt Barillaro.

Quelle: wiesbadener-kurier.de

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