Sanierung nach Hochwasser-Katastrophe stockt an Dix-Schule in Gera

Veröffentlicht: August 16, 2013 von fluthelfer in Thüringen

Die gute Nachricht: Spendenbereitschaft beschert der Dix-Schule weitere 1500 Euro zur Beseitigung der Flutschäden. Die schlechte Nachricht: Die Sanierung geht langsamer voran als angenommen.

Gera. Eigentlich war es ein guter Anlass. Dank des Engagements von Mitgliedern des CDU-Ortsverbandes im Rheinland-Pfälzischen Stadecken-Elsheim wurden gestern 1500 Euro an die vom Hochwasser schwer gebeutelte Otto-Dix Schule übergeben. Die Idee, Geld zu sammeln für Thüringen ist den CDU-Mitgliedern gekommen, als sie in den Medien die verheerenden Schäden sahen, sagten die Ortsverbandsvorsitzende Waldtraud Bauer und Mitglied Klaus Dietrich, der seit 1990 im Thüringer Sozialministerium arbeitet. Durch die Verbindungen von Klaus Dietrich nach Thüringen und die Empfehlung der Thüringer CDU, sei man auf die Dix-Schule gekommen. „Hier ist das Geld gut aufgehoben“, sagt Waltraud Bauer gestern bei einer Besichtigung der Schule, wo die Schäden noch deutlich zu erkennen sind. Auch Landtagspräsidentin Birgit Diezel (CDU), CDU-Bundestagskandidat Albert Weiler und Geras Oberbürgermeisterin Viola Hahn (parteilos) sind bei der Spendenübergabe zugegen. Sie loben das Engagement und Solidarität der Rheinland-Pfälzer. „Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Zivilgesellschaft“, so Diezel. Inzwischen ist das Spendenkonto auf 24″000 Euro angewachsen. Mit dem Geld sollen neue, dringend benötigte Unterrichtsmittel beschafft werden, hat der Schulförderverein beschlossen. Diese werden dringend gebraucht, denn die Flut zerstörte unter anderem die Computerkabinette im Keller der Schule. Insgesamt summieren sich die Schäden an Mobiliar und Ausrüstung Schätzungen zufolge auf 200 000 Euro.

Doch während der Besichtigung wird auch klar: Die Sanierung des Kellerräume in der Schule und der Turnhallen sind noch nicht so weit, wie erhofft. „Der Zustand ist noch genauso wie vor meinem Urlaub“, sagt Schulleiter Holger Weisheit. Und das ist schon drei Wochen her.

 

Sanierungsstand nicht so weit wie erhofft

Er habe gedacht während seiner Abwesenheit schreiten die Arbeiten voran. Weit gefehlt. Noch immer liegen aus dem Boden gestemmte Fliesen auf dem Boden in den Kellerräumen. Landtagspräsidentin Diezel zeigte sich verärgert über den Stand der Bauarbeiten. Sie erwarte, dass die Schäden zügig beseitigt werden. Auch sie hätte damit gerechnet, dass man deutlich weiter ist.

Vom Zustand überrascht ist auch Oberbürgermeisterin Hahn. Warum die Arbeiten derart lange dauern, will die Stadtverwaltung nun prüfen. Bislang wurden für erste Maßnahmen 15 000 Euro aus dem Soforthilfeprogramm durchgeführt. Heute sei ein Gespräch mit dem Verantwortlichen von Infraprojekt geplant, sagte Hahn gegenüber dieser Zeitung. Zwar ist die Stadtverwaltung der Träger der Schule, Infraprojekt kümmert sich um die kommunalen Gebäude. Diese Auslagerung ist das Problem, sagt Hahn gestern am Rande des Rundgangs.

Schulleiter Weisheit ist wütend, dass der Prozess so lang dauert. Schließlich enden übernächste Woche die Ferien und der Unterricht sollte nicht durch lärmende Arbeiten beeinträchtigt werden. Man sei eigentlich davon ausgegangen im zweiten Halbjahr alle Räume wieder uneingeschränkt nutzen zu können. Zwar lobte Weisheit die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, kritisierte allerdings auch, dass er viel zu wenig in die baulichen Belange der Schule involviert sei. Grund dafür sei die Auslagerung der Gebäudeverwaltung.

Verlegung in obere Etagen

Mit den Verantwortlichen der Stadtverwaltung habe es zudem Gespräch gegeben, wie der Schaden bei künftigen Hochwassern verringert werden können. Eine Idee, so Weisheit, sei, das Computerkabinett in eine höhere Etage zu verlegen. Die Turnhallen werden wohl nicht ohne Weiteres vor künftigen Fluten zu schützen sein.

Quelle: otz.de

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