Archiv für August 16, 2013

Dieter Urban kommentiert: Spenden kennt keine Grenzen

Veröffentlicht: August 16, 2013 von fluthelfer in Thüringen
Dieter Urban über die Hoch­wasser-Hilfe für die „Märchenbuche“ in Caaschwitz
„Spenden kennen keine Grenzen!“ Das sagte Unternehmer Jürgen Walther aus Eisenberg gestern in der Awo-Verwaltung in Eisenberg. Für die Knirpse der Kindereinrichtung „Märchenbuche“ in Caaschwitz im Greizer Landkreis hatte er eine ­Geldspende übergeben.
Und mit „Spenden kennt keine Grenzen!“ meinte der Baumaschinen-Verleiher, dass dort geholfen werden sollte, wo am meisten Hilfe benötigt wird. Ein edler Gedanke, der gerade in der Zeit des Hochwassers im ­Juni dieses Jahres viele Menschen veranlasste, etwas Gutes zu tun. Zwar sind die Hochwasser-Ereignisse längst aus den Schlagzeilen verschwunden. Doch die der Wasserflut folgende Spendenflut hält an. Und auch die staatlichen Hilfsmaßnahmen nehmen ihren Lauf.
Unternehmer Walther aus Eisenberg wollte ganz real und nachvollziehbar erleben, wer seine Hilfe bekommt und wie sie ankommt. Mit seiner Spende für die Caaschwitzer Kita hat er die richtige Wahl getroffen.
Und wer weiß – vielleicht war das der Anfang einer zukunftsweisenden Partnerschaft. Die Mädchen und Jungen hat Walther zumindest schon mal ein­geladen, seine Firma zu besich­tigen.
Quelle: otz.de

Eisenberger helfen „Märchenbuche“ in Caaschwitz

Veröffentlicht: August 16, 2013 von fluthelfer in Thüringen
Zum Juni-Hochwasser wurde der Kindergarten in Caaschwitz völlig überschwemmt. Bauunternehmer Jürgen Walther und die Arbeiterwohlfahrt haben Spende und Gutschein übergeben.

Eisenberg. Jürgen Walther, Chef des Unternehmens „Baumaschinen Walther“ in Eisenberg, hat am Donnerstag 500 Euro an die vom Hochwasser stark betroffene Kindertagesstätte „Märchenbuche“ in Caaschwitz übergeben.

Die stellvertretende Kita­-Lei­terin Katrin Müller nahm die Spende dankbar entgegen. „Ich lade ihre Kinder außerdem ein, mein Unternehmen zu besuchen“, so Jürgen Walther. Dann dürften sich die Kinder selbst ein Spielzeug aussuchen. Spielzeug-Modelle von Baggern, Treckern oder anderen Landmaschinen gehören zum Firmenangebot.

Katrin Müller nahm das Angebot freudig überrascht an. In kurzen, aber dramatischen Worten schilderte die junge Frau die Ereignisse am ersten Juni­Wochenende dieses Jahres. Jeder wird sich noch deutlich an die anhaltenden Regengüsse erinnern. Die „Märchenbuche“ traf es an diesem Wochenende besonders hart.

Katrin Müller sagte: „Der Bürgermeister von Caaschwitz informierte uns, dass das Elsterwasser über die Ufer trete und die Sandsäcke, die zum Schutz ausgelegt wurden, die Flut nicht aufhalten können. Er sagte uns, dass das Wasser auch unsere Kindereinrichtung überfluten würde. Was dann auch ­geschah. Vor allem der Krippenbereich wurde von den Wassermassen überschwemmt. Die Räume standen vollkommen unter Wasser. Das einzig Gute war, dass die Kinder wegen des Wochenendes daheim waren.“

Sie schilderte dann, dass die Einrichtung geschlossen wurde. „Die meisten Kinder sind bei Verwandten und Bekannten untergekommen. Der Kindergarten aus Bad Köstritz hat auch angeboten, Kinder aufzunehmen. Das Angebot wurde angenommen.“

Jetzt ist wieder der Alltag bei den Knirpsen und Erziehern der „Märchenbuche“ eingezogen. Hilfe, so Katrin Müller, gab es von vielen Menschen, und Spenden fließen weiterhin. Sie bedankte sich bei den Eisenbergern – Bürgermeister Ingo Lippert (SPD) war auch vor Ort – mit einem Plakat, das die Mädchen und Jungen der Caaschwitzer Kita selbst gestaltet und für das sie ein Gedicht geschrieben hatten.

Angelika Müller vom Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo), Lei­terin für Soziale Dienste, übergab zudem einen 150-Euro-Scheck für einen Einkauf im Sozialkaufhaus der Awo.

Quelle: otz.de

Sanierung nach Hochwasser-Katastrophe stockt an Dix-Schule in Gera

Veröffentlicht: August 16, 2013 von fluthelfer in Thüringen

Die gute Nachricht: Spendenbereitschaft beschert der Dix-Schule weitere 1500 Euro zur Beseitigung der Flutschäden. Die schlechte Nachricht: Die Sanierung geht langsamer voran als angenommen.

Gera. Eigentlich war es ein guter Anlass. Dank des Engagements von Mitgliedern des CDU-Ortsverbandes im Rheinland-Pfälzischen Stadecken-Elsheim wurden gestern 1500 Euro an die vom Hochwasser schwer gebeutelte Otto-Dix Schule übergeben. Die Idee, Geld zu sammeln für Thüringen ist den CDU-Mitgliedern gekommen, als sie in den Medien die verheerenden Schäden sahen, sagten die Ortsverbandsvorsitzende Waldtraud Bauer und Mitglied Klaus Dietrich, der seit 1990 im Thüringer Sozialministerium arbeitet. Durch die Verbindungen von Klaus Dietrich nach Thüringen und die Empfehlung der Thüringer CDU, sei man auf die Dix-Schule gekommen. „Hier ist das Geld gut aufgehoben“, sagt Waltraud Bauer gestern bei einer Besichtigung der Schule, wo die Schäden noch deutlich zu erkennen sind. Auch Landtagspräsidentin Birgit Diezel (CDU), CDU-Bundestagskandidat Albert Weiler und Geras Oberbürgermeisterin Viola Hahn (parteilos) sind bei der Spendenübergabe zugegen. Sie loben das Engagement und Solidarität der Rheinland-Pfälzer. „Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Zivilgesellschaft“, so Diezel. Inzwischen ist das Spendenkonto auf 24″000 Euro angewachsen. Mit dem Geld sollen neue, dringend benötigte Unterrichtsmittel beschafft werden, hat der Schulförderverein beschlossen. Diese werden dringend gebraucht, denn die Flut zerstörte unter anderem die Computerkabinette im Keller der Schule. Insgesamt summieren sich die Schäden an Mobiliar und Ausrüstung Schätzungen zufolge auf 200 000 Euro.

Doch während der Besichtigung wird auch klar: Die Sanierung des Kellerräume in der Schule und der Turnhallen sind noch nicht so weit, wie erhofft. „Der Zustand ist noch genauso wie vor meinem Urlaub“, sagt Schulleiter Holger Weisheit. Und das ist schon drei Wochen her.

 

Sanierungsstand nicht so weit wie erhofft

Er habe gedacht während seiner Abwesenheit schreiten die Arbeiten voran. Weit gefehlt. Noch immer liegen aus dem Boden gestemmte Fliesen auf dem Boden in den Kellerräumen. Landtagspräsidentin Diezel zeigte sich verärgert über den Stand der Bauarbeiten. Sie erwarte, dass die Schäden zügig beseitigt werden. Auch sie hätte damit gerechnet, dass man deutlich weiter ist.

Vom Zustand überrascht ist auch Oberbürgermeisterin Hahn. Warum die Arbeiten derart lange dauern, will die Stadtverwaltung nun prüfen. Bislang wurden für erste Maßnahmen 15 000 Euro aus dem Soforthilfeprogramm durchgeführt. Heute sei ein Gespräch mit dem Verantwortlichen von Infraprojekt geplant, sagte Hahn gegenüber dieser Zeitung. Zwar ist die Stadtverwaltung der Träger der Schule, Infraprojekt kümmert sich um die kommunalen Gebäude. Diese Auslagerung ist das Problem, sagt Hahn gestern am Rande des Rundgangs.

Schulleiter Weisheit ist wütend, dass der Prozess so lang dauert. Schließlich enden übernächste Woche die Ferien und der Unterricht sollte nicht durch lärmende Arbeiten beeinträchtigt werden. Man sei eigentlich davon ausgegangen im zweiten Halbjahr alle Räume wieder uneingeschränkt nutzen zu können. Zwar lobte Weisheit die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, kritisierte allerdings auch, dass er viel zu wenig in die baulichen Belange der Schule involviert sei. Grund dafür sei die Auslagerung der Gebäudeverwaltung.

Verlegung in obere Etagen

Mit den Verantwortlichen der Stadtverwaltung habe es zudem Gespräch gegeben, wie der Schaden bei künftigen Hochwassern verringert werden können. Eine Idee, so Weisheit, sei, das Computerkabinett in eine höhere Etage zu verlegen. Die Turnhallen werden wohl nicht ohne Weiteres vor künftigen Fluten zu schützen sein.

Quelle: otz.de

Zuletzt schlechte Geschäfte für Gaststätten und Hotels

Veröffentlicht: August 16, 2013 von fluthelfer in Hochwasserfolgen, Thüringen

Deutschlands Hotels und Gaststätten haben in der ersten Jahreshälfte kein gutes Geschäft gemacht. Inflationsbereinigt blieb den Unternehmern ein Minus von 1,4 Prozent. Besonders stark betroffen waren die Hotels.

Deutschlands Hotels und Gaststätten haben in der ersten Jahreshälfte kein gutes Geschäft gemacht. Auf dem Papier stieg der Umsatz der Unternehmen der Branche von Januar bis Juni zwar um 0,9 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2012, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Unter dem Strich – also nach Abzug der Inflation – blieb allerdings ein Minus von 1,4 Prozent.

Besonders stark betroffen waren Hotels und andere Unterkünfte: Ihr Umsatz schrumpfte real um 2,2 Prozent. Restaurants, Cafés, Bars und andere Gaststätten setzten 0,9 Prozent weniger um.

Deutschland kurz anstiegen, stand bei den Gastronomen ein minimales Umsatzplus von 0,1 Prozent unterm Strich. Im Mai, der von starkem Regen und dem Hochwasser geprägt war, fiel das Minus mit 3,6 Prozent aber besonders hoch aus.

 

Quelle: otz.de

Äußerlich ist alles wieder in Ordnung, von dem Hochwasser, das die Menschen Anfang Juni tagelang hier in Atem gehalten hat, ist nichts mehr zu sehen. Aber nur äußerlich. In den Wohnungen selbst kämpfen viele noch immer mit den Folgen der Flut.

Wände sind noch nicht ausgetrocknet, Zimmer noch nicht wieder bewohnbar, neue Möbel noch nicht abbezahlt. Die Menschen hier haben zwar unmittelbar danach Soforthilfe erhalten. Die Summen, die dabei flossen, konnten aber bei vielen die Gesamtschäden nicht abdecken.

Jetzt gibt es für sie weitere Hilfen. In der nächsten Woche sollen die Mittel aus dem bundesweiten Aufbauhilfefonds verteilt werden. Heute beschließt der Bundesrat in einer Sondersitzung das Programm, in der nächsten Woche können die Anträge auf Hilfe gestellt werden. Bis zu 80 Prozent der Schäden – unter Anrechnung der Soforthilfe natürlich – sollen erstattet werden. Selbstverständlich müssen die Schäden auch nachgewiesen werden. Anträge dazu kann man bei der Gemeinde stellen, sie sollen von Dienstag an aber auch im Internet zum Herunterladen bereit stehen. Am Montag will das zuständige Bauministerium die Richtlinien dazu veröffentlichen.

Man habe bewusst Tempo gemacht, damit die Menschen möglichst zügig in den Genuss der Hilfen kommen, unterstrich Thüringens Bundesratsministerin Marion Walsmann (CDU). Deshalb komme die Länderkammer auch zu einer Sondersitzung zusammen. Man habe nicht auf die reguläre Sitzung im September warten wollen. „Wir wollen, dass die betroffenen Menschen schnell und auf sicherer Rechtsgrundlage finanzielle Hilfe für ihre Hochwasserschäden bekommen“, sagt Walsmann.

Abgestuftes Verfahren

Für die Verteilung ist ein gestuftes Verfahren vorgesehen: Da bisher nur vorläufige Erhebungen der Schäden vorliegen, wird die erste Hälfte der Gelder für den Wiederaufbau in den Ländern nach einem zwischen Bund und Ländern abgestimmten Schlüssel verteilt. Thüringen erhält davon 6,76 Prozent, das sind rund 210 Millionen Euro. In einer weiteren Stufe können bis zu 30 Prozent nach einem anderen Schlüssel verteilt werden, wenn dies der bis dahin ermittelten Schadensverteilung besser gerecht wird. Und spätestens bis zum 1. März 2016 wird in einer Vereinbarung zwischen Bund und Ländern die Verteilung der Restmittel festgelegt – dann auf der Grundlage der endgültigen Schadensbilanz.

In den Genuss der Gelder können Privathaushalte, die gewerbliche und freiberufliche Wirtschaft, die Land- und Forstwirtschaft, Vereine und Stiftungen, kulturelle und wissenschaftliche Einrichtungen und anerkannte Religionsgemeinschaften ebenso kommen wie die Kommunen, denen Schäden an der öffentlichen Infrastruktur ersetzt werden. Berücksichtigt werden auch die Kosten für Maßnahmen zur Gefahrenabwehr, die unmittelbar vor oder während der Hochwasserkatastrophe getroffen wurden.

Entsprechend dieser großen Gruppe von Empfängern wird es in Thüringen auch sechs Richtlinien geben, die alle diese unterschiedlichen Gruppen berücksichtigen. Darin sind auch unterschiedliche Prozentsätze für die Aufbauhilfe festgelegt. Während Privathaushalte bis zu 80 Prozent ersetzt bekommen, sollen nach Informationen unserer Zeitung beispielsweise die Kommunen 100 Prozent der an der Infrastruktur entstandenen Schäden bezahlt erhalten.

Insgesamt umfasst der bundesweite Aufbaufonds acht Milliarden Euro. Der Bund trägt dabei allein die Kosten für die Bundesinfrastruktur in Höhe von 1,5 Milliarden Euro. Die verbleibenden 6,5 Milliarden werden je zur Hälfte von Bund und Ländern finanziert. An der landesinternen Umsetzung der Fluthilfe wird schon seit Wochen intensiv gearbeitet. Federführend ist dabei das Bauministerium.

Regionale Aufbauteams

Thüringen hat mit allen anderen Ländern am 2. August mit dem Bund eine Verwaltungsvereinbarung zur Verteilung der Gelder unterzeichnet. Das Landeskabinett hatte am 31. Juli die Richtlinien zur Umsetzung der Hochwasserhilfe beschlossen, die dann am 20. August in Kraft treten. Für den 27. August hat das Bauministerium eine Thüringer Kommunalkonferenz einberufen, zu der neben den Städten und Gemeinden und Kreisen auch die Wirtschaftskammern sowie die Wohlfahrts- und Zweckverbände eingeladen sind. Bereits in der vergangenen Woche hatten enge Abstimmungen mit den Thüringer Städten stattgefunden.

Bauminister Christian Carius (CDU) hatte bereits Anfang des Monats angekündigt, dass in den vier am schwersten vom Hochwasser betroffenen Regionen regionale Aufbauteams etabliert werden. Das gilt für Gera und die Kreise Saale-Holzland, Greiz und Altenburger Land. Die Schäden in Thüringen an Straßen, Gebäuden Deichen, in Wohnungen sowie Wirtschaft und Landwirtschaft summieren sich auf etwa 450 Millionen Euro.

Quelle: otz.de

Drei Erfurter Kleingartenanlagen im Focus. Freistaat will Uferrandstreifen erwerben. Dringenden Gesprächsbedarf angemahnt

Es sind kleine Idyllen am Wasser. Kleingärten, die die Gera säumen und seit Dutzenden von Jahren ihren Pächtern und Bewohnern Heimstatt bieten, Ruhepunkte, Anbauflächen für Obst und Gemüse.

Lebensinhalt für die einen. Gefahrenpotenzial für andere. Marcel Glebe ist Ingenieur in der Landesanstalt für Umwelt und Geologie Jena. Er hat drei Anlagen auf seinen Messkarten, die die Gera einengen in ihrem Lauf und die beim Juni-Hochwasser zum wiederholten Mal überflutet wurden. „Zum Feierabend“ in Gispersleben, „Hochheim“ und „Am Bachstelzenweg“ im Süden der Stadt.

„Wir müssen zurück zu Uferschutzstreifen mit einem natürlichen, sich selbst stabilisierenden Ufer“, sagt er. Derzeit seien viele Uferbereiche steil und instabil.

8 bis 10 Meter breit sei der nötige Korridor direkt am Fluss, auf dem jetzt Gärten und Lauben stehen. Das würde in Hochheim die komplette Aufgabe der ersten Reihe am Fluss bedeuten und für Gispersleben die Verkleinerung von Parzellen. Glebe zeigt Dutzende Fotos, auf denen rustikale Landgewinnung in Gartenanlagen zu sehen ist: Holzbohlen und Steinaufschüttungen, die in die Gera ragen, Hütten, Betonteile. Für den Fluss sei das verheerend und für das Stadtgebiet eine Gefahr.

2011 begann das Landesamt mit der Planung für ein Hochwasserschutzkonzept. Es favorisierte eine mittel- bis langfristige Umsetzung von Gärten. Doch das Wasser war schneller als die Pläne. „Das hat gezeigt, wie akut die Situation im Hochwasserfall wirklich ist“, sagt Glebe. Das millionenschwere Konzept sieht unter anderem vor, dass der Freistaat den nötigen Gewässerschutzstreifen von der Stadt erwirbt und sofort mit der Umgestaltung beginnt. Die Pächter sollen entschädigt werden und alternative Standorte angeboten bekommen. „Der eingeengten Gera müssen wir Raum geben, Fluss und Flussaue ökologisch vernetzen“, so der Ingenieur. Er wisse, dass die Kleingärtner das anders sähen.

„Das Konzept beträfe allein bei uns 36 Parzellen, es findet keinerlei Zuspruch“, sagt Jürgen Mai, Vorsitzender der Anlage Am Bachstelzenweg. Auch die 166 nicht betroffenen Pächter seien solidarisch. Er möchte erst einmal Analysen des letzten Hochwassers sehen, er kritisiert die Informationspolitik der Landesanstalt ebenso wie „verfehlten Hochwasserschutz und den Umgang mit Rückhaltebecken und Talsperren.“

„Es gibt immer mehr große Hochwasser“, sagt Jörg Lummitsch, Leiter des Umweltamts. „Wir werden nicht umhin kommen, einzugreifen, es gibt keine Alternativen.“ Die Hochheimer Kleingärtner könnten nichts für die Situation. „An dieser Stelle hätte es nie eine Gartenanlage geben dürfen.“ Mancher sei zu DDR-Zeiten sogar hierher zwangsversetzt worden, nachdem er seinen Garten an Bauprojekte verloren hätte.

Der Stadtverband beginnt nach seiner Sommerpause am Montag wieder mit der Arbeit und will das Thema umgehend diskutieren. Einig sind sich alle nur über den dringenden Gesprächsbedarf. „Gartenvereine, Stadtverband, das Gartenamt als Verpächter, Umweltamt und TLUG müssen an einen Tisch“, fordert Jürgen Mai.

„Statistisch gesehen werden die Hochheimer Anlagen alle zehn Jahre überflutet“, sagt Marcel Glebe. „Wir müssen was tun. Dazu brauchen wir Konsens.“

Quelle: otz.de

Genau 77 035,67 Euro wurden auf das Flutopfer-Spendenkonto des Landkreises Greiz eingezahlt. Das verkündete Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) gestern Abend auf dem Unternehmer-Grillfest des Landkreises Greiz in der Vereinsbrauerei in Greiz.

Zur Kontaktpflege in lockerer Atmosphäre bei einem „Greizer“ wurden rund 150 Unternehmer sowie Kommunalpolitiker, Verbandsvertreter und Behördenleiter eingeladen, bewusst aber auch etwa 35 Hochwasser­helfer, insbesondere Feuerwehrleute, sowie Spender größerer Beträge auf das Flutopfer-Konto des Landkreises. Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Jung- und Kleinunternehmerpreises 2013 des Landkreises Greiz. Dieser ging an Carsten Schmidt, In­haber von Schmidt Elektro­technik aus Auma. Der Preis ist mit 1500 Euro dotiert – gestiftet von der Sparkasse Gera-Greiz.

Quelle: otz.de