Nach Hochwasser in Zahna-Elster – Immense Schäden an Privathäusern

Veröffentlicht: August 15, 2013 von fluthelfer in Hochwasserfolgen, Sachsen-Anhalt

Durch das Hochwasser im Juni sind rund rund private 400 Häuser in Elster sowie weitere 80 in Listerfehrda erheblich beschädigt worden. Zahlreiche Familien wohnen bs heute bei Freunden oder Verwandten. Ein Experte rechnet damit, dass die Versicherungen in beiden Orten insgesamt rund 750.000 Euro auszahlen werden. Der Rotary-Club in Wittenberg ruft zu Spenden für Opfer des Juni-Hochwassers auf.

 

Spenden für die Hochwasser-Opfer vom Juni fließen zweifellos, bisweilen aber etwas einseitig. Nach neuesten Angaben sind für Zahna-Elster bislang 138.000 Euro zusammengekommen – 110.000 Euro davon sind laut Bürgermeister Peter Müller dem schwer beschädigten Kindergarten von Elster zugedacht. „An die Privaten denkt kaum jemand“, sagt Stefan Hammersen – er muss es wissen. Der Wittenberger ist Geschäftsführer bei den Finas-Versicherungen. Allein sein Unternehmen verzeichnet 50 Schadensfälle in Elster und Listerfehrda. Ausgezahlt seien bislang 350.000 Euro: „Ich rechne damit, dass wir am Ende bei 750.000 Euro landen.“ Vom Kindergarten, bemerkt Hammersen, ist oft die Rede – von den immensen Schäden in Privathäusern deutlich weniger.

Dabei wohnen bis heute noch etliche der betroffenen Familien bei Freunden oder Verwandten, ihre Häuser gleichen einem Rohbau. In Listerfehrda sollen rund 80, in Elster rund 400 Häuser durch das Wasser erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Schadenssumme: 16 Millionen Euro. Für den Rotary Club Wittenberg, dem Hammersen angehört, Grund genug, sich in Absprache mit dem Bürgermeister den Privaten zuzuwenden. Hammersen: „Unterstützt werden sollen die Familien, die versucht haben, ihre Wohnhäuser gegen das Risiko Elementarschäden zu versichern, dies aber nicht oder nur mit sehr hoher Selbstbeteiligung geschafft haben.“ Rotary ruft also zu Spenden auf – nicht zuletzt jene, die 2002 vom Hochwasser stark betroffen waren und damals viel Solidarität erfahren haben. Der Club garantiert, dass das Geld ausschließlich Geschädigten aus dem Kreis Wittenberg zugute kommen wird.

2002 konnte Rotary Wittenberg laut Bernd Hinners rund 300 000 Euro verteilen. Dass diese stattliche Summe diesmal nicht erreicht werden wird, ist klar. Zu groß sind die Schäden anderenorts. Aber auf rund 50 000 Euro hoffen die Rotarier schon. Über 20 000 Euro sind bereits eingenommen – von hiesigen Mitgliedern, anderen Rotary-Clubs, Finas-Kollegen und einem anonymen Spender aus Hamburg.

Wer sich beteiligen möchte: Konto 302 929, Sparkasse Wittenberg 805 501 01, Spende Hochwasser 2013, Rotary Hilfswerk Wittenberg (Empfänger).

Quelle: mz-web.de

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