Hilfe für Hochwasseropfer, denen sonst keiner hilft

Veröffentlicht: August 15, 2013 von fluthelfer in Hilfe, Thüringen
Ilmkreis. Der Arbeiter-Samariter-Bund im Ilmkreis greift mit Raumentfeuchtern und Geld unter die Arme.
Sicherlich ist nicht nur denen, die Schäden an ihren Häusern und Grundstücken zu verzeichnen hatten, das Maihochwasser noch gut in Erinnerung. Man staunt aber, dass es trotz der heißen und trockenen Tage immer noch Häuser gibt, aus deren Keller die Feuchtigkeit nicht vertrieben werden konnte. Dafür bietet der Arbeiter-Samariter-Bund Hilfe an.
Der Erfurter Dirk Biereige wurde berufen, in allen betroffenen deutschen Regionen die Mittel zu verteilen, die dem ASB in einer beispiellosen Spendenaktion zugingen. Im Rahmen der Aktion „Deutschland hilft“, zu der sich im Jahr 2001 zehn renommierte Hilfsorganisationen zusammengeschlossen haben, wurden jetzt dem Ilmkreis 30 Raumentfeuchter zur Verfügung gestellt, die ab sofort unentgeltlich genutzt werden können.
Sogar Stromkostenbeihilfen für den enormen Energiehunger der Geräte sind möglich. Darüber hinaus stehen auch finanzielle Mittel bereit, um Hochwasseropfern zu helfen.
Es gibt für die Inanspruchnahme eine wichtige Bedingung: Diese Hilfen werden nur nachrangig ausgereicht. Das heißt, nur an diejenigen, die über Versicherungen oder staatliche/kommunale Programme keine oder nicht ausreichende Mittel zur Schadensbeseitigung zur Verfügung gestellt bekommen haben.
„In vielen Fällen haben es Versicherungen in den vergangenen Jahren abgelehnt, Bewohner gefährdeter Gebiete zu versichern oder die Prämien so extrem angehoben, dass eine Versicherung nicht bezahlbar war. In solchen Fällen wollen wir helfen“, sagt Dirk Biereige. Das Hilfsangebot gelte aber nicht nur Privatpersonen, sondern auch Vereinen und Organisationen und Gewerbetreibenden, kurzum allen, die vom Hochwasser betroffen waren und die die Hilfsbedingung erfüllen, ergänzt Hans-Werner Eschrich, Geschäftsführer des ASB im Ilmkreis. Die hiesige Kreisorganisation ist es auch, die die Anträge entgegennimmt und die Hilfen nach Einzelfallprüfung unbürokratisch und schnell ausreicht.
Wenn nachgewiesen werden kann, dass die Wassereinträge infolge der Starkregenereignisse im Mai entstanden sind, können in Einzelfällen auch Hilfen für Schicht- und Grundwasserschäden ausgereicht werden. Es lohnt sich also in jedem Fall, sich beim ASB zu melden und das Schadensformular auszufüllen. Grundsätzlich, so Dirk Biereige, stünde die Beseitigung an selbst genutzten Wohngebäuden im Vordergrund. Aber man werde auch andere Fälle prüfen.
Der ASB, der in Arnstadt in der Lindenallee unmittelbar neben der Gera sein Domizil hat, war vom Hochwasser selbst nicht betroffen. Mit Hans-Jürgen Behringer, Leiter Rettungsdienst, war aber ein Mitglied des Kreisverbandes (mit Dirk Biereige) Teil des Lagezentrums, das in Erfurt den Thüringer Hochwassereinsatz koordinierte. Mit drei Fahrzeugen und sechs Mann Besatzung half der ASB Ilmkreis direkt in Altenburg aus.
Infos und Anträge zur Hochwasserhilfe: ASB , Tel. (03628) 588410, E-Mail: info@asb-arnstadt.org
Quelle: otz.de
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