Die Flut als neue Chance – TLZ befragt Arbeitslose

Veröffentlicht: August 15, 2013 von fluthelfer in Thüringen

Was halten arbeitslose Menschen aus der Region davon, bei der Beseitigung von Flutschäden zu helfen? Mit einem entsprechenden Vorstoß war vor wenigen Tagen die Thüringer Regierungskoalition aus CDU und SPD an die Öffentlichkeit getreten.

Das Wiederaufbauprogramm soll sich insbesondere an Langzeitarbeitslose richten und neben der Beseitigung von Schäden durch das Frühjahrshochwasser auch präventiven Hochwasserschutz, zum Beispiel durch das Säubern von Flussbetten oder das Begradigen und Befestigen von Ufern, beinhalten.

Carmen Horn aus Berka/Werra hätte „nichts dagegen“, antwortete sie spontan. Die gelernte Zootechnikern ist eine von den Schlecker-Frauen, für die sich bislang kein neuer Arbeitsplatz gefunden hat. Elf Jahre war sie beim nun untergegangenen Familienimperium aus Süddeutschland beschäftigt, als das Aus kam. Noch nicht im Rentenalter, aber auch keine 35 Jahre mehr alt, muss sie ihre Existenz noch über ein paar Jahre sichern. Sie würde sich zutrauen, bei der Beseitigung von Flutschäden zu helfen, sagt sie. Voraussetzung wäre jedoch „eine vernünftige Bezahlung und der Einsatz entsprechend meiner Fähigkeiten“.

Auch Annabell Fischer aus Mihla kann sich für eine Arbeit in Flutgebieten erwärmen. Ihr gefällt an dem Plan besonders, dass er mit der Aussicht auf eine Qualifikation verbunden ist. Die junge Mutter ist Berufskraftfahrerin, sie kann einen Lkw fahren. Seit ihr Sohn geboren ist, ist das schwierig geworden. Wegen des Nachwuchses daheim wäre ihr natürlich wichtig, dass der Einsatzort möglichst nah ist.

„Da halte ich viel davon“, beantwortete auch Jens Horak die Frage, ob er an einem solchen Wiederaufbauprogramm teilnehmen würde. Der Einsatzort ist ihm nicht so wichtig, es könne schon weiter weg sein, aber: „Die Bezahlung muss stimmen.“ Da er bislang in mehreren Arbeitsverhältnissen beschäftigt war, verfügt er über viel Berufserfahrung. „Ich kann alles machen“, sagt er.

Den gemeinsamen Antrag wollen CDU und SPD nach der Sommerpause in den Thüringer Landtag einbringen. Finanziert werden soll das Wiederaufbauprogramm nach vorliegenden Informationen durch nicht abgerufene Mittel zur Wiedereingliederung von Arbeitslosengeld-II-Empfängern und zum anderen durch Mittel der Landesregierung.

Quelle: otz.de

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