Nach Überflutung: Im Herbst soll s wieder schön sein im Kindergarten Caaschwitz

Veröffentlicht: August 14, 2013 von fluthelfer in Hilfe, Thüringen

Die Awo-Kindertagesstätte „Zur Märchenbuche“ in Caaschwitz hatte mit dem Hochwasser den neuen Krippenbereich, Spielzeug-Schuppen und Klettergerüst verloren. Durch zahlreiche Spenden kann vieles wieder aufgebaut werden.

Caaschwitz. Auch heute noch ist das Hochwasser in der Awo-Kita „Zur Märchenbuche“ in Caaschwitz präsent. Fast täglich kommen die Kleinen mit ihren Erzieherinnen auf die Überflutung Anfang Juni zu sprechen, denn noch immer ist hier nichts, wie es vorher war. Den gesamten Krippenbereich, erst vor drei Jahren in einem neuen Anbau eingerichtet, hatte das dreckige Elsterwasser überspült. Die kleinen Bettchen standen im Wasser, die Spielsachen schwammen durch die Gegend. Auch im Garten, in der sich strömend die Weiße Elster ihr altes Flussbett suchte, war nichts mehr dort, wo es hingehörte. Der Spielzeug-Schuppen, das Hochbeet mit den Küchenkräutern, der Sandkasten – alles futsch.

Gestapelte Sandsäcke und mit Folie verdichtete Türen und Fenster hatten nichts genützt, das Wasser hatte sich seinen Weg gesucht.

Erst nach drei Tagen hatte Kita-Leiterin Gabriele Zepnik wieder einen Fuß in ihren Kindergarten setzen können. „Wir haben eine ganze Woche lang nur kaputte Sachen und Unrat rausgeschafft. Zwar haben wir versucht, einige Spielsachen zu reinigen, doch vieles wurde einfach nicht sauber. Und da die Kinder damit in Kontakt kommen, wollten wir kein Risiko eingehen, haben also vieles weggeschmissen“, sagt sie.

Eine Woche habe man den Kita-Betrieb nur eingeschränkt in einem Ausweichquartier realisieren können, doch die Eltern hatten großes Verständnis gezeigt und selbst mit angepackt. Selbst in diesen Tagen ist die große Gruppe im Gemeinderaum der freiwilligen Feuerwehr untergebracht und die Kleinen sind ins Obergeschoss gezogen.

Gabriele Zepnik hofft nun, den großen Garten ab September wieder voll nutzen zu können. Der Spielsand im Sandkasten und der Fallschutzkies ist durch Max Bögl bereits ausgetauscht worden. Die Kita-Kinder sind bereits jetzt schon ganz ungeduldig, endlich wieder auf ihrem geliebten Klettergerüst spielen zu dürfen. „Das ist noch aus DDR-Zeiten. Ihm galt die erste Frage der Kinder, als sie nach dem Hochwasser wieder herkamen. Zum Glück hat es die Flut überstanden“, erzählt Zep­nik. Der der Flut zum Opfer gefallene Kletterturm aus Holz soll im kommenden Jahr ersetzt werden.

Ohne die außerordentlich große Spendenbereitschaft der Menschen, sei ein Wiederaufbau der Kita unmöglich, sagt die Kita-Chefin. Noch immer ist sie überwältigt, wie viel und von wo ihnen überall finanzielle Unterstützung zuteil wurde: 17″380 Euro überwies die Stadt Sondershausen von ihrem Fluthilfe-Spendenkonto, 28″000 Euro Sonneberg von einem Benefizkonzert, Geld kam auch von der Daten Management Service GmbH und der Deutschen Rentenversicherung Bund, der Triebeser Awo-Kita, von Mitarbeitern des Eisenberger Waldkrankenhauses und aus dem Jugendclub Töppeln. Auch den Kindern der großen Gruppe ist das bewusst. „Sie basteln mit Freude für jeden Spender ein Plakat“, sagt Gabriele Zepnik. Ein solches Dankeschön überreichten sie in der vergangenen Woche auch an Thomas Schick von Leo Pharma. Das Neu-Isenburger Unternehmen hatte über Klaus Winzer aus Gera von der verwüsteten Kita erfahren und brachte einen Scheck über 3000 Euro mit. „Für uns, die wir so weit weg sind von Ostthüringen, ist es unvorstellbar, wie schlimm es die Menschen hier teilweise erwischt hat“, sagte Schick. Auch dank ihnen kann der Krippenbereich mit einem Herbstfest bald neu eröffnet werden. Darauf freuen sich nicht nur die 43 Kita-Kinder, sondern auch die neun Erzieherinnen hoffen, dass dann endlich wieder so etwas wie Normalität einziehen kann.Kommentar

Quelle: otz.de

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