Nach Hochwasser-Schäden werden Räume der Regelschule genutzt: VfB 1990 Steudnitz startet in neue Spielzeit

Veröffentlicht: August 14, 2013 von fluthelfer in Hochwasserfolgen, Thüringen

Nach den großen Schäden durch das Hochwasser startet der VfB 1990 Steudnitz in die Spielzeit. Vorerst werden Räume und Sanitäranlagen der Regelschule mitgenutzt.

Dorndorf-Steudnitz. Nur kurz war der Bau eines neuen Vereinsheimes Thema der VfB-Vorstandssitzung. „Wenn mir jemand sagt, wo wir 300 000 Euro für ein neues Vereinshaus herbekommen, können wir über das Thema diskutieren. So aber ist es kaum einen Gedanken wert“, sagt Frank Regner, Vorsitzender beim Dorndorf-Steudnitzer Sportverein. Das Projekt „Neues Vereinshaus“ wurde im Zuge des Hochwassers an Regner herangetragen. „Ich kann schon nachvollziehen, dass man Bedenken hat, in das jetzige Haus wieder viel Zeit und Geld zu investieren.“ Die Steudnitzer hatte es in der Nacht vom 31. Mai zum 1. Juni schlimm erwischt. Die Fluten hinterließen dem Verein finanzielle Schäden in Höhe von mindestens 60″000 Euro, für die er selbst aufkommen muss, weil das Gelände dem Verein gehört und nicht wie andernorts der Kommune. Nur gut ein Zehntel der Summe wird aus staatlichen Mitteln geleistet, gut 16″000 Euro hat der Verein bislang selbst an Spenden gesammelt. Von Untergangsstimmung ist in den Reihen des VfB nichts zu spüren. „Das liegt an den vielen Helfern und Freunden. Jeder blickt nach vorn. Jeder will, dass hier Normalität einzieht“, sagt Regner.

Vor Wochen stand in Frage, ob man vor Ende August einen regulären Spielbetrieb würde abhalten können. „Wir spielen in jedem Fall“, sagt der Vorsitzende nun. In der Vorbereitungsphase habe man glücklicherweise alle Testspiele auswärts absolvieren können. „Das kam uns sehr entgegen.“ Wenn nun am Sonntag die SG Union Isserstedt in der Vorrunde zum Kreispokal anreist und der VfB am kommenden Samstag inklusive Juniorenspielbetrieb in die neue Saison startet, müssen alle Beteiligten sich vorerst zwar mit einigen Behelfsumständen arrangieren – Duschen etwa stünden frühestens nächste Woche wieder zur Verfügung, Toiletten, außer Dixie, vorerst überhaupt nicht – doch sieht Regner dem gelassen entgegen. Mit der jenseits der B“88 gelegenen Regelschule und dem Landratsamt habe man eine Vereinbarung, welche die Nutzung der Räume zum Umkleiden sowie die der sanitären Einrichtungen im Schulhaus erlaubt. „Es wird weinig Probleme geben.“ Vom Vorschlag des Ortsteilbürgermeisters Klaus Enkelmann, ein nicht mehr genutztes Nebengebäude der Schule dauerhaft als Vereinsgebäude umzubauen, hält nicht nur der Vorsitzende hingegen nichts. Der Fußweg vom Sportplatz zum etwa 60 Meter entfernten Flachbau ist dabei nicht das Problem, sondern die Überquerung der viel befahrenen Bundesstraße. Zumal auf der hier lange geraden Strecke durchaus sportlich gefahren werde, wie Regner zu Bedenken gibt. Allein die Fußballer im Nachwuchsbereich dauerhaft dieser Gefahr auszusetzen, komme nicht in Frage. Gegen die Gefahr andererseits, auf absehbare Zeit erneut derartige Hochwasserschäden zu erleiden, tue man derzeit in der noch laufenden Sanierung des Vereinshauses sein Möglichstes.

Quelle: otz.de

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