Archiv für August 13, 2013

Fußball – Hochwasser: Hertha BSC hilft Flutopfern in Brandenburg

Veröffentlicht: August 13, 2013 von fluthelfer in Brandenburg

Fußball-Bundesligist Hertha BSC greift von der Flutkatastrophe betroffenen Sportvereinen in Brandenburg unter die Arme.

Wie Finanzgeschäftsführer Ingo Schiller bekanntgab, spenden die Berliner die gesamten Einnahmen aus dem Testspiel bei RB Leipzig, das am 13. August in Dessau stattgefunden hatte. Hertha-Präsident Werner Gegenbauer habe die Spende zudem um mehrere tausend Euro aufgestockt. Schiller sprach von einer fünfstelligen Summe, die dem Landessportbund (LSB) Brandenburg treuhänderisch zur Verfügung gestellt worden sei. «Mit dem LSB haben wir einen idealen Kooperationspartner, der die Notsituation in den Städten und Gemeinden genau kennt», sagte Schiller. Laut LSB-Hauptgeschäftsführer Andreas Gerlach seien besonders Sportvereine in den Regionen Mühlberg und Prignitz von den Flutschäden betroffen.

Quelle: sueddeutsche.de

Ein Haufen Trümmer ist alles, was vom Zuhause der Familie Reimann übriggeblieben ist. Der Abrissbagger greift seit gestern früh nach dem letzten Stück Erinnerung aus der Zeit vor dem Fischbecker Deichbruch.

 

„Das war’s!“ Als die Schaufel Montagfrüh kurz nach 8 Uhr das erste Mal zugreift und ein Stück Mauer am Giebel des Hauses „abknabbert“, können Elke und Rüdiger Reimann nicht mehr machen als zuzusehen. Und die Gedanken zurückschweifen lassen in die Zeit vor dem 10. Juni, als die Welt für sie und so viele andere Fischbecker und Menschen im Elbe-Havel-Land noch in Ordnung war. Der Deichbruch veränderte alles. Denn das über einen Meter hoch im Haus stehende Wasser machte das Gebäude unbewohnbar. Die rund 100 Jahre alten Wände teilweise aus Lehm weichten auf, die Decke drohte einzustürzen. „Totalschaden!“ lautete das Urteil des Bausachverständigen. Also blieb dem Ehepaar nichts anderes übrig, als zusammen mit Helfer alles das auszubauen, was man später noch irgendwie wiederverwenden kann. Die Dachziegel beispielsweise waren neu, auch die Fenster. Die schicken Fliesen aus Italien, auf die Reimanns lange gespart hatten, zermalmt jetzt der Abrissbagger. „Da steckt so viel Arbeit drin!“ seufzt der Familienvater und denkt an die Stunden, die er als gelernter Maurer auf der Baustelle gerackert hat. 1988 kauften Reimanns das alte Haus, sanierten es und zogen im August 1989 ein. Nach der Wende ist alles nicht mehr zeitgemäß und erneut machen sie sich an die Modernisierung. Rüdiger Reimann erkrankt 1996 an Leukämie, muss immer wieder ins Krankenhaus, bis heute gibt es gute und schlechte Tage. Diese schlechten Tage verdrängt er, hat kaum Zeit, sich die vom Arzt verordnete Ruhe zu gönnen und abzuschalten.

Deshalb fieberten Reimanns auch dem Tag entgegen, an dem der Abrissbagger endlich anrollt. „Wir sind einfach nur erleichtert, dass alles weg kommt und wir neu anfangen können!“ sprechen sie sich gestern Mut zu. Jedem Griff der Baggerschaufel schaut das Ehepaar zu, vor Augen die schöne Zeit, als sie hier die drei Kinder groß zogen. „Am Mittwoch sind wir fertig“, verspricht Bauleiter Steffen Stappenbeck von der Tangerhütter Abrissfirma. Die hat auch schon das geflutete Haus von Fischer Gernot Quaschny in Hohengöhren dem Erdboden gleich gemacht.

Reimanns Blick in die Zukunft ist nur verhalten optimistisch. Denn noch hat die Versicherung kein grünes Licht für ein neues Haus gegeben. „Wir warten und warten, das macht mürbe“, ist Elke Reimann langsam am Ende der Geduld. Denn zu gern würden sie planen und Nägel mit Köpfen machen. „Aber solange wir nicht wissen, wieviel Geld es gibt, sind uns die Hände gebunden“. Das Ehepaar liebäugelt mit einem Fertighaus. „Wir kriegen ja hier keine Firma, die uns relativ schnell ein neues Haus baut, die Baubetriebe in der Region sind monatelang ausgebucht.“

Und bis übernächstes Jahr warten, bis sie wieder ein eigenes Reich haben, wollen Reimanns nicht, „jeder Tag im Neubau ist einer zu viel“. Auch wenn sie es sich im Block am Fischbecker Ortsrand gemütlich eingerichtet haben, fühlen sie sich hier nicht zu Hause. Mindestens fünf Häuser in Fischbeck werden abgerissen, erklärt Bürgermeister Bodo Ladwig. Einige Familien sind baulich schon so weit, dass sie den Wiedereinzug für Herbst planen.

Die Verbandsgemeinde ist gerade dabei, die genauen Schäden an Straßen, Wegen und gemeindeeigenen Gebäuden im Elbe-Havel-Land zu ermitteln, bis Anfang September muss die Liste beim Land vorliegen. Genauso wichtig wie der Wiederaufbau ist dem Bürgermeister der schnelle Bau des neuen Deiches. An einem vor wenigen Tagen vorgestellten Plan für ein acht Kilometer langes Stück von Jerichow bis zur B188 wird jetzt gefeilt, im Frühling ist Baustart für den ersten Abschnitt.

Auch Reimanns drängen auf einen schnellen Deichbau, „das Wetter wird immer extremer und bis zum nächsten Hochwasser wird es wohl nicht lange dauern“. Ihr neues Haus muss dann sicher sein. „Wenn es bloß schon soweit wäre, dass wir einziehen können!“ Reimanns hoffen auf schnelle Antwort von der Versicherung und dass die Baugenehmigung auch nicht lange auf sich warten lässt. Zeitliche Pläne schmieden sie nicht, nur eines ist gewiss: „Nächstes Jahr um diese Zeit wachsen im Garten wieder Blumen“.

Quelle: volksstimme.de

3,36 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert

Veröffentlicht: August 13, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Das Gesamtprojekt in Langenneufnach ist nun abgeschlossen und eingeweiht worden. Seine erste Bewährungsprobe hat der neue Schutzdamm bereits erfolgreich bestanden

Viele Bewohner in den Stauden denken noch immer mit einem mulmigen Gefühl an Überflutungen in den Jahren 2002 und 2005 zurück. Damals gab es noch keinen Hochwasserschutz an der Neufnach und die Regengüsse hatten für die Bürger verheerende Auswirkungen. Das hat sich geändert. Am Ortsrand von Langenneufnach entstand nach 20-monatiger Bauzeit ein Schutzdamm, der seine erste Bewährungsprobe bereits bestanden hat. Anfang Juni stand das Wasser dort 1,60 Meter hoch und der Damm sorgte dafür, dass Hochwasser keine Schäden in den umliegenden Gemeinden anrichtete (wir berichteten).

Einfach war das Projekt nicht. Langenneufnachs Bürgermeister Josef Böck bewies Beharrlichkeit und Ausdauer, die zur Planfeststellung im Februar 2010 führte. Allerdings musste tief in die Tasche gegriffen werden, um das Konzept Wirklichkeit werden zu lassen. 3,36 Millionen Euro waren nötig an Baukosten inklusive ökologischer Verbesserung am Gewässer.

Bei der offiziellen Einweihung betonte Bürgermeister Böck, wie viele Hände nötig waren, um dem Wasser seine Schrecken zu nehmen. „Der Mensch kann vieles, aber nicht das Wetter beeinflussen. Es ist unsere Aufgabe, das Hab und Gut unserer Bewohner zu schützen. Dafür haben wir das Geld investiert“, so Böck. Er dankte unter anderem auch dem Markt Fischach, der sich finanziell an dem Bauvorhaben beteiligte und so ebenso zum Gelingen des Bauvorhabens beigetragen hat.

Europapolitiker Markus Ferber sagte, dass bereits 50 Millionen Euro für den Hochwasserschutz in der Region bereitgestellt wurden: Es habe sich gezeigt, dass alle Maßnahmen zur Hochwasservermeidung, die bisher in Schwaben durchgeführt wurden, dazu beigetragen haben, dass wesentlich weniger Wasser zur Donau fließt. Daher sei es absolut richtig, dass Hochwasserschutzdämme und Rückhaltebecken bewerkstelligt werden.

Landrat Martin Sailer hob den langen Atem aller am Bauvorhaben Beteiligten hervor: „Es ist nicht selbstverständlich, sich ein so großes Projekt vorzunehmen und durchzuführen. Die extremen Niederschläge haben uns alle erschüttert und gezeigt, wie wichtig Hochwasserschutz ist“, so Sailer.

Ralph Neumeier, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth, meinte: Bäche und Flüsse seien wichtig für Mensch und Natur, aber leider gingen von ihnen auch Gefahren aus. „Es muss uns immer bewusst sein, dass wir Demut vor der Natur und den Naturereignissen zeigen müssen.“ Demut vor der Natur: Das spürten die Teilnehmer während des Festaktes, als sie zwar nicht mit Hochwasser zu kämpfen hatten, jedoch für einen Moment mit kräftigen Windböen. Die Natur ist eben immer noch stärker als der Mensch. Daher segneten Pater Georg und Pfarrerin Gertraud Mair den Hochwasserschutzdamm. Petrus sollte gnädig gestimmt sein und künftig Unwetter vermeiden. Und falls nicht, Langenneufnach und die Region Stauden ist nun für die Zukunft bestens gerüstet.

Quelle: augsburger-allgemeine.de


3,36 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/schwabmuenchen/3-36-Millionen-Euro-in-den-Hochwasserschutz-investiert-id26601721.html

3,36 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/schwabmuenchen/3-36-Millionen-Euro-in-den-Hochwasserschutz-investiert-id26601721.html

3,36 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/schwabmuenchen/3-36-Millionen-Euro-in-den-Hochwasserschutz-investiert-id26601721.html

3,36 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/schwabmuenchen/3-36-Millionen-Euro-in-den-Hochwasserschutz-investiert-id26601721.html

Barbara Toch und Wolfgang Schwarzentrub mussten schweren Herzens Hunderte ihrer Kunstwerke vernichten, die das Hochwasser zerstört hatte. In ihrer Galerie „uferlos“ vereinen sie nun Atelier, Werkstatt und Ausstellungsraum.

Ironie des Schicksals: „Der kleine Unfall“ heißt das Bild, das Barbara Toch 1991 malte. Darauf zu sehen ist ein Aquarium. Seit Juni dieses Jahres ist die Hälfte des Bildes mit einer dünnen Schicht feinen Schlammes überzogen – denn das Hochwasser hatte im Atelier der Geraer Künstlerin und ihres Mannes Wolfgang Schwarzen­trub ganze Arbeit geleistet.

Im sonst so schönen Untermhaus gelegen, hatte das Elsterwasser genau den Bereich 60 Zentimeter überflutet, in dem das Paar fast das komplette Werk seiner Künstlerlaufbahn lagerte: Ölbilder, Arbeiten auf Hartfaser, Buchbinderleinen, Papier und Pappmaché-Objekte. Das Wasser war durch die Grafikschränke einfach hindurch gelaufen. Hunderte Stücke waren auf diese Weise Opfer der Fluten geworden, waren wellig oder eingelaufen, nun ohne Farbe, also für Ausstellungen nicht mehr zu gebrauchen. „Vieles haben wir einfach weggeschmissen. Es wäre zu riskant gewesen, das schimmelige Papier wieder übereinander zu stapeln“, sagte Wolfgang Schwarzentrub. Er spricht von einer Art „Zeitraffer“, in dem sie sich während der Aufräumarbeiten befunden hätten, denn jedes Bild, das sie jemals gemalt hatten, musste auf Schäden geprüft werden.

„Dinge, die man 20 Jahre lang nicht in der Hand hatte, kamen so wieder ans Licht. Es war quasi eine erzwungene Rückschau im Schnelldurchgang.“

Auch Barbara Toch spricht von einer Zäsur: „So ein Erlebnis zwingt einen, einen anderen Blick auf die eigene Arbeit zu werfen. Es geht einem sehr nahe, aber es entspringt auch Neues daraus.“

Die beiden Künstler halten es für ein großes Glück, ein zweites Arbeitsatelier in der Greizer Straße zu haben. Hierhin hatten sie mit vielen Helfern und Unterstützung des städtischen Fachdienstes für Kultur einige ihrer künstlerischen Arbeiten retten und zum Trocknen ausbreiten können. Erst im Nachhinein fiel ihnen auf, dass sie die Galerie „uferlos“ genannt hatten – und wo kein Ufer ist, kommt auch so schnell kein Wasser. Wenigstens hier ist das empfindliche Gut sicher. Auch die jüngsten Arbeiten standen in der Greizer Straße und blieben so vom Hochwasser verschont.

Nun haben Toch und Schwarzentrub vor allem ihre großformatigen Werke in der Galerie „uferlos“ archiviert. Weil sie sich nicht unterkriegen lassen wollen, sind sie etwas enger zusammengerückt. „Jeder hat noch seinen separaten Atelierbereich, aber in jeder freien Ecke lagern unsere Bilder und im vorderen Raum finden weiterhin kleine Ausstellungen statt“, sagt Barbara Toch und freut sich schon auf je eine Schau im August und September und den 3. Herbstsalon im Oktober. Die Künstlerin beteiligt sich außerdem an der Ausstellung „Warten auf Gott“ im Kunstverein und arbeitet ohne Unterlass an neuen Bildern, die zur Ausstellungseröffnung am 12. September fertig sein müssen. Daneben fordert auch ein Lyrikprojekt mit Blättern zu Gedichten von Charlotte Grasnick ihre volle Aufmerksamkeit.

Zum Herbstsalon wollen Toch und Schwarzentrub das Hochwasser noch einmal thematisieren, ohne jedoch auf die Tränendrüse zu drücken. Die Rückschau sei zwar unfreiwillig gewesen, aber nun müsse man nach vorn schauen und sich lieber neuen Arbeiten zuwenden, als den alten nachzutrauern. Das Atelier in Untermhaus haben sie trotzdem aufgegeben.

Quelle: otz.de

Außig. Es ist sicher keine Schande, wenn man nicht weiß, an welcher Stelle die Gemeinde Lauchringen auf der Deutschland-Karte zu finden ist. Weit im Süden, fast am Rhein, bevor dieser in den Bodensee fließt. In der Gemeinde Cavertitz und in Außig weiß man das recht gut. Bereits nach dem Hochwasser 2002 kam Hilfe von dort.

Daniela und Uwe Knötzsch, die eine Reihe Verwandter in Außig, Schirmenitz und Treptitz haben, schauten sich auch in diesem Jahr nicht nur die Fernsehbilder an, sondern mobilisierten Hilfe. „So wie ich das mitbekommen hatte, konnten viele bewegliche Güter rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Deshalb haben wir uns auf das Sammeln von Geldspenden konzentriert“, schildert Daniela Knötzsch ihre Aktion, die vom Lauchringer Bürgermeister Thomas Schäuble ausdrücklich unterstützt wurde.

Die Übergabe des Schecks aus Lauchringen an Bürgermeisterin Gabriele Hoffmann (parteilos) ist ein freudiger und emotionaler Moment. Als Louise Specht, älteste Außiger Einwohnerin, ihre Fluterlebnisse schildert und ihre Hoffnung ausdrückt, so etwas nie wieder erleben zu müssen, kullern in der Runde einige Tränen.

Quelle: oaz-online.de

Weil das Gerätehaus vom Hochwasser beschädigt wurde, ist die Freiwillige Feuerwehr Lödderitz gegenwärtig abgemeldet. Jetzt suchen die Kameraden einen Ausweichraum.

 

„Am 9. Juni war das Wasser genau um 21.41 Uhr da“, sagt Feuerwehrmann Robert Schulenburg. Der 20-jährige weiß das so genau, weil er mit dem Handy Fotos machte, in deren Anhang das Datum zu sehen ist. Bereits einen Tag zuvor wurden fast alle Lödderitzer evakuiert.

Wertvolles Zuchtgeflügel ertrank in den Fluten

Danach erfolgte tagelang die Tierrettung. Von Hühnern über Schafe und Ziegen bis hin zum Schwein mussten die Tiere aus den überfluteten Häusern und Ställen in Sicherheit gebracht werden. Doch überall gelang das nicht. So setzten Mitglieder des Geflügelzuchtvereins Lödderitz/Breitenhagen wertvolle Tiere zu, die ertranken.

Betroffen vom Hochwasser ist auch das Depot der Freiwilligen Feuerwehr Lödderitz. Sie ist, wie Breitenhagen auch, abgemeldet. Im Einsatzfall kommt die Wehr aus Groß Rosenburg.

Das Wasser ist schon wochenlang weg, doch die Feuchtigkeit bleibt. Optimale Voraussetzungen für großflächige Schimmelkulturen, sogar die Einsatzkleidung ist davon betroffen. Hinzu kommt abends die Mückenplage.

In den besonders betroffenen Häusern von Lödderitz wird das Küchengeschehen nach draußen verlagert. Weil die Räume saniert werden, steht der Herd auf dem Hof. Doch das nur am Rande.

Ortswehrleiter Helmut Maczulat hofft, dass seinen 18 aktiven Kameraden recht bald ein Ausweichraum zugewiesen wird, in dem sie Dienstabende verbringen können und Teile der Ausrüstung unterbekommen.

Über einen konkreten Sanierungsfahrplan konnte die zuständige Stelle der Einheitsgemeinde gestern noch nichts sagen. Die betroffenen Feuerwehrgerätehäuser seien in der Beratung, hieß es.

Ortswehrleiter bedankt sich bei allen Helfern

Helmut Maczulat drängt es, sich bei allen Helfern der Flutkatastrophe zu bedanken. Er hat eine lange Liste, darauf stehen die Feuerwehren Egeln, Westeregeln, Tarthun, Etgersleben, Löderburg, Eickendorf, Sachsendorf, Zuchau, Wedlitz, Nienburg sowie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, die Wasserrettung Schönebeck, das DRK, die Technische Einsatzleitung Rosenburg sowie das Feuerwehrtechnische Zentrum in Staßfurt. Sein besonderer Dank gilt allen freiwilligen Helfern, den Zuchauer Bürgern sowie dem Lödderitzer Landwirtschaftsbetrieb für die Bereitstellung von Flächen und Technik. Letzteren hat es besonders hart getroffen: 95 Prozent der Ernte seien vernichtet, sagt Feuerwehrmann Fred Schulenburg, der dort arbeitet. Und trotz lang anhaltender Trockenheit steht das Wasser zum Teil noch immer auf den Feldern.

Quelle: volksstimme.de

Erste Fluthelfer-Orden werden am 14. September vergeben

Veröffentlicht: August 13, 2013 von fluthelfer in Sachsen
Die ersten Sächsischen Fluthelfer-Orden werden am 14. September verliehen. Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), der die Ehrung gestiftet hatte, wird die Auszeichnungen selbst überreichen 
wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Zu der Festveranstaltung in der Dresdner Semperoper werden rund 400 Menschen erwartet, die bei der Juni-Flut im Einsatz waren, hieß es. Die Staatskapelle Dresden wird spielen, das MDR-Fernsehen überträgt einen Teil der Veranstaltung live.
Quelle: focus.de

CDU-Fraktion will Fluthelfer-Medaille als Ehrung

Veröffentlicht: August 13, 2013 von fluthelfer in Thüringen
Die Thüringer CDU-Fraktion will eine Auszeichnung für die Fluthelfer beim Juni-Hochwasser. Viele Thüringer hätten im Frühsommer freiwillig und zum Teil unter größeren Anstrengungen mitgeholfen, sich gegen die Fluten zu stemmen, erklärte der innenpolitische Sprecher der Fraktion, Wolfgang Fiedler, am Dienstag in Erfurt. Durch ihren Einsatz habe in zahlreichen Fällen ein weitaus größerer Schaden verhindert werden können.
Nach vorläufigen Schätzungen hat das Hochwasser in Thüringen Schäden in Höhe von rund 450 Millionen Euro verursacht. Betroffen waren vor allem Gera, das Altenburger Land, der Landkreis Greiz und der Saale-Holzland-Kreis.

„Besonders verdiente Helferinnen und Helfer der Flutkatastrophe haben den Dank des Freistaates verdient“, betonte Fiedler. Er forderte deshalb die Landesregierung auf, eine Fluthelfer-Medaille zu vergeben. Im benachbarten Sachsen können bereits Vorschläge für einen Fluthelfer-Orden abgegeben werden, mehr als 300 wurden bislang eingereicht.

Quelle: focus.de

Nachfrage nach Fluthelfer-Orden eher verhalten

Veröffentlicht: August 13, 2013 von fluthelfer in Sachsen
Für den Sächsischen Fluthelfer-Orden 2013 sind bisher mehrere hundert Vorschläge eingegangen. Das Innenministerium verbuchte bis Ende vergangener Woche 326.
Seit dem 1. August können Vorschläge für die Verleihung unterbreitet werden. Auch nach der Hochwasser-Katastrophe von 2002 hatte es eine solche Auszeichnung gegeben – rund 140 800 Fluthelfer-Orden wurden damals verliehen. In den Städten gab es bisher eher wenige Vorschläge. „Bei uns stehen bisher fünf Männer auf der Liste“, sagte etwa Jekaterina Nikitin von der Pressestelle der Stadt Pirna.
Quelle: focus.de

Zeitz – Kanuten hatten im Hochwasser doppelt Pech

Veröffentlicht: August 13, 2013 von fluthelfer in Hochwasserfolgen, Thüringen

Im Bootshaus der Zeitzer Kanuten und am Neumühlenwehr in Haynsburg stand im Juni das Hochwasser. Noch immer sind nicht alle Schäden beseitigt.

Die Spuren des Juni-Hochwassers am Bootshaus der Zeitzer Kanuten sind noch deutlich sichtbar. An den Wänden ist der Putz kniehoch abgehackt, das Mauerwerk muss trocknen, die Tapeten fehlen an einigen Wänden, der Fußboden ist in vielen Räumen herausgerissen. „Wir haben hier rund 30 000 Euro Schaden erlitten“, sagt Michael Trummer, der im Verein zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit ist. Dabei hatte es die Kanuten sogar doppelt hart getroffen. Nicht nur das Bootshaus in der Zeitzer Stephanstraße wurde durch das Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen, sondern auch das Gelände am Neumühlenwehr in Haynsburg. Und das kurz bevor dort die Deutschen Schülermeisterschaften stattfinden sollten.

„Wir hatten dann den Fokus erst einmal auf Haynsburg gelegt, um dort alles aufzuräumen“, sagt Trummer. Das gelang auch mit ganz vielen Helfern und so konnte der Wettkampf wie geplant stattfinden. Auch der normale Trainingsbetrieb läuft derzeit nahezu reibungslos im Zeitzer Bootshaus. Das war dem Verein wichtig, denn die Kanuten müssen trainieren, haben Wettkämpfe zu absolvieren.

Aber zu tun gibt es am und um Bootshaus noch einiges. „Das Außengelände ist wieder in Ordnung gebracht und drinnen ist alles so vorbereitet, dass es trocknen und wieder aufgebaut werden kann“, sagt Trummer. Das war Dank der Hilfe von Mitarbeitern möglich, die über die Zeitzer innovative Arbeitsfördergesellschaft (Ziag) am Bootshaus anpackten. Im Herbst, so sagt Trummer, soll dann das Bootshaus wieder so hergerichtet sein, dass es voll nutzbar ist. Vor allem die Turnhalle muss dann wieder benutzbar sein, da sie den Winter über viel zum Training gebraucht wird.

Quelle: mz-web.de

Ein 18-Jähriger, der in seinen Ferien in einer vom Hochwasser stark geschädigten Milchviehanlage in Zielitz (Börde) im Einsatz war, ist bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen.
Nach Angaben der Polizei in Haldensleben war der junge Mann am Dienstag mit einem Radlader auf dem Gelände der Anlage unterwegs. An einer Böschung kippte das Fahrzeug aus bislang unbekannter Ursache um, und der Fahrer wurde unter dem Radlader eingeklemmt. Die Feuerwehr konnte den 18-Jährigen nur noch tot bergen. Die Kriminalpolizei und die Gewerbeaufsicht haben Ermittlungen aufgenommen.
Quelle: focus.de

Pflichtversicherung für alle oder ein verbesserter Hochwasserschutz – die Flutkatastrophe vom Juni hat eine breite Debatte darüber ausgelöst, welche Lehren sich aus der Schadensbilanz des Hochwassers ziehen lassen. Rund acht Milliarden Euro sollen Bund und Länder für einen Fluthilfe-Fonds bereitstellen. Eine Summe, die den Bundeshauhalt empfindlich belastet. Landespolitiker in Sachsen, Thüringen und Hessen haben daher das Konzept einer Pflichtversicherung gegen Elementarschäden ins Spiel gebracht. Die Versicherungswirtschaft ist gegen die Pläne Sturm gelaufen. Und auch die Bundesregierung sieht das Modell derzeit eher skeptisch.

Beispielhaft für die weit überwiegende Meinung in der deutschen Versicherungswirtschaft weist auch Ralph Brand, Vorstandsvorsitzender der Zurich Versicherung, auf ein ganz besonderes Problem bei der Einführung einer Pflichtversicherung gegen Hochwasser hin. Ralph Brand: „Eine Pflichtversicherung gegen Hochwasser produziert Ungerechtigkeit bei denjenigen, die kaum hochwassergefährdet sind und dennoch für die anderen mit bezahlen: Ein Gerechtigkeitsproblem!“

Eigentlich war die Pflichtversicherung bereits zu den Akten gelegt: Nach dem Jahrhundert-Hochwasser 2002 hatte sich die Option einer Zwangs-Police in den Bundesländern nicht durchsetzen können. Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hatte das Modell wieder ins Gespräch gebracht: Die Versicherungspflicht gegen Elementarschäden, so das Argument, sei für den Staat langfristig günstiger, als die Milliarden-Soforthilfe nach einer Katastrophe. Zudem sei den Hochwasseropfern eine finanzielle Entschädigung sicher. Dagegen werden die Gelder des Fluthilfe-Fonds nach einem bestimmten Schlüssel verteilt, so dass der Einzelne im Unklaren darüber ist, mit welcher Summe er entschädigt wird.

Wird die Pflichtversicherung eingeführt, müssen sich alle Privateigentümer von Häusern oder Wohnungen gegen Elementarschäden versichern. Der Schutz umfasst Schäden durch Hochwasser, Erdbeben und Erdrutsche sowie gegen Lawinen. Denn die klassischen Wohngebäude- und Hausratsversicherungen übernehmen lediglich Schäden durch Leitungswasser, Brand, Blitzschlag, Sturm und Hagel. Der Versicherungszwang bedeutet aber auch, dass Immobilienbesitzer in nicht gefährdeten Regionen Geld für eine Versicherung zahlen müssen, die sie freiwillig nicht abschließen würden. Landespolitiker unter anderem aus Sachsen, Thüringen und Hessen sehen das Modell dennoch als gerechte Lösung an: Zahlen alle für den Versicherungsschutz, werden Privateigentümer in Risikogebieten entlastet. Denn sie erhalten den nötigen Versicherungsschutz oftmals nur gegen hohe Selbstbeteiligungen, wie Verbraucherschützer kritisieren.

Ralph Brand, Vorstandsvorsitzender der Zurich Versicherung weist in diesem Zusammenhang noch auf ein anderes Problem hin, das sich mit Einführung einer Pflichtversicherung gegen Hochwasser ausweiten könnte. Thema: Nachlassen im Bereich der vorbeugenden Hochwasserschutzmaßnahmen. Ralph Brand: „Eine solche Pflichtversicherung würde eine Scheinsicherheit erzeugen und dringend notwendige vorbeugende Sicherheitsmaßnahmen für Flussläufe und Gebäude erlahmen lassen. Auch hier muss die Versicherungswirtschaft beratend einbezogen werden.“ Als Vorstandsvorsitzender der Zurich Versicherung weiß Ralph Brand, dass ohne Einbeziehung des Sachverstandes der Versicherer auch bei den vorbeugenden Maßnahmen gegen Hochwassergefahren kaum Passgenauigkeit erreicht werden kann.

Bislang liegt der Anteil der Privateigentümer, die eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen haben, bundesweit bei 32 Prozent. Lediglich die Bundesländer Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt liegen deutlich über diesem Schnitt. Die mangelnde Nachfrage des Extra-Schutzes gegen Hochwasserschäden führt der Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV) auch auf die Fluthilfe-Politik zurück. Immobilienbesitzer spekulierten auf staatliche Milliardenentschädigungen, anstatt selbst in den Eigentumsschutz zu investieren. Der GDV hat angesichts der jüngsten Flut erneut betont, dass sich knapp 99 Prozent aller Privatgebäude versichern lassen. Verbraucherschützer bewerten diese Aussage kritisch: So sei ein Versicherungsschutz in gefährdeten Zonen nur zu hohen Selbstbehalten möglich. In einem umfassenden Schadensfall reiche die ausgezahlte Summe aber bei weitem nicht für die Sanierung.

Die Versicherungsbranche sieht Bund und Länder jetzt in der Pflicht, stärker in Maßnahmen zum Hochwasserschutz zu investieren. Baugenehmigungen in Hochrisikogebieten dürften zudem nicht erteilt werden. Würde die Pflichtversicherung eingeführt, müssten die Versicherer jeden Hauseigentümer mit einer Police ausstatten, selbst in den Risikogebieten. Ein Geschäftsmodell, das sich nach Ansicht von Branchenexperten trotz hoher Selbstbehalte der Versicherungsnehmer für die Gesellschaften nicht rechnet. Die Bundesregierung setzt jetzt auf Aufklärung. Statt eine Pflichtversicherung einzuführen, sollen Kampagnen über die Risiken in den gefährdeten Gebieten aufklären. Denn eine Versicherungspflicht käme den Bund ebenfalls teuer zu stehen: Um das Modell überhaupt tragbar zu machen, müssten staatliche Garantien in Milliardenhöhe her.

Quelle: themenportal.de

Limlingerode (Kreis Nordhausen). Bei der Hochwasser Katastrophe im Juni 2013 wurde in Friedeburg an der Saale die Kindertagesstätte „Spatzennest“ überflutet.

Das im Keller ausgelaufene Heizöl beschädigte das gesamte Gebäude stark. Bis zu der Flut wurden in der Kindertagesstätte ca. 50 Kinder zwischen 1 bis 6 Jahren betreut. Zwei Mitglieder des Limlingeröder Schützenvereins e.V. halfen dort am 14. Juni beim Aufräumen. Bei dem diesjährigen Schützenfest in Limlingerode startete der Schützenverein einen Spendenaufruf zum Wiederaufbau der Kindertagesstätte „Spatzennest“ in Friedeburg.

Im Verlauf des Schützenfestes wurde eine Summe von 1.531 Euro gespendet, der Limlingeröder Schützenverein e. V. rundete diesen Betrag auf 2.000 Euro auf. Der Verein bedankt sich bei allen Besuchern für ihre Spendenbereitschaft. Am 12. August übergaben Mitglieder des Vereins den Spendenscheck der Kindertagesstättenleiterin Frau Eulenberg. Das Team des Kindergarten und die Kinder bedankten sich recht herzlich für die Spende und hoffen das der Kindergarten im Oktober diesen Jahres wieder bezogen werden kann.

Quelle: otz.de