Rotes Kreuz forciert Ausbildung von Hochwasser-Experten

Veröffentlicht: August 12, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Bei Überflutungen in der Region sollen künftig verstärkt Wasserretter mit Spezialwissen zum Einsatz kommen.

Angesichts der sich häufenden Hochwassereinsätze will die Chemnitzer Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) die Ausbildung von Spezialisten für die Rettung von Menschen aus fließenden Gewässern forcieren. Ziel sei es, etwa bei der Evakuierung von Personen aus überfluteten Gebieten andere Einsatzkräfte verstärkt zu unterstützen, sagte Michael Birkner, Landesleiter der Wasserwacht Sachsen und deren Vize-Chef in Chemnitz. Es dürfe nicht sein, dass bei Hochwassereinsätzen Feuerwehrleute ohne Spezialausbildung und Spezialausrüstung sich in unnötige Gefahren begäben. „Wenn man ins Wasser stürzt und in eine Strömung gerät, muss man schon sehr genau wissen, wie man sich richtig verhält“, erläuterte Birkner bei einem Besuch des DRK-Präsidenten und früheren Bundesinnenministers Rudolf Seiters beim Chemnitzer Ortsverband. Gerade an Brücken und Durchlässen lauerten vielfach tödliche Gefahren.

Die ehrenamtlich organisierte Wasserwacht verfügt inChemnitz derzeit über fünf Rettungsschwimmer mit einer Ausbildung als sogenannte Fließretter. Sie waren beim jüngsten Hochwasser im Juni unter anderem in Einsiedel und Wechselburg bei Evakuierungen im Einsatz. Spätestens in zwei Jahren sollen es zehn Fließretter sein, kündigte Birkner an. Sie sind im Katastrophenfall vor allem dann gefragt, wenn ein Einsatz mit Motorbooten aufgrund der örtlichen Gegebenheiten wenig Sinn hat. „Gerade hier in Chemnitz ist das recht häufig der Fall.“

Der für den Katastrophenschutz zuständige Bürgermeister Berthold Brehm teilt diese Einschätzung. Er kündigte an, die Einsatzpläne für Hochwasser-Ereignisse bei Bedarf zu überarbeiten. „Es ist gut, dass wir hier solche Spezialisten haben“, sagte er. Nach eigenen Angaben zählt die Chemnitzer Wasserwacht derzeit rund 400 Mitglieder. Knapp 300 sind als Rettungsschwimmer ausgebildet und im Sommer auch in den Freibädern der Stadt sowie an den Badestränden der Ostsee im Einsatz. 16 Mitglieder verfügen über eine Ausbildung als Motorbootführer.

Für die Finanzierung der jeweils mehrere hundert Euro teuren Fließretter-Ausrüstung mit Spezialeinsatztechnik sowie für die erforderlichen regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen und technischen Revisionen erhofft sich das DRK Unterstützung auch aus der Politik. „Das können wir nicht alles aus eigener Tasche finanzieren“, sagte Kerstin Börner, die Vizepräsidentin des Kreisverbandes. Mit 6500 Fördermitgliedern sei das DRK in Chemnitz zwar vergleichsweise gut aufgestellt. Die daraus resultierenden Einnahmen gingen jedoch gleichwohl zurück.

Quelle: freiepresse.de

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