Archiv für August 11, 2013

Halle zieht wegen Deichbauprojekt vor Oberverwaltungsgericht

Veröffentlicht: August 11, 2013 von fluthelfer in Halle, Hochwasserschutz

Halle will wegen eines gestoppten Deichbau-Projekts im Stadtgebiet vor das Oberverwaltungsgericht ziehen. Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) wolle so den sofortigen Weiterbau am Gimritzer Damm erreichen, berichtete die «Mitteldeutsche Zeitung» (Samstag). Wiegand hatte mit dem Deichneubau beginnen lassen, das Verwaltungsgericht stoppte das Projekt allerdings. Wiegand begründete seinen Gang in die nächste Instanz damit, dass der Beschluss des Verwaltungsgerichts auf falschen Annahmen beruhe. Er befürchte anders als das Gericht, dass schon bei einem einfachen Hochwasser Gefahr für Leib und Leben der Anwohner an er Haale-Saale-Schleife bestehe.

Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) hatte in der vergangenen Woche Wiegand signalisiert, dass 2014 ein neuer Deich gebaut werden solle. Es müssten jedoch die Vorschriften eingehalten werden. Wiegand hatte aber schon im Vorfeld erklärt, dass im Herbst dieses Jahres eine neue Überschwemmung möglich sei. (dpa/sa)

Quelle: ksta.de

Das Hochwasser im Juni hat auch in den Wäldern an Elbe und Aland seine Schäden hinterlassen. Darüber informierten gestern die Leiterin des Forstamtes „Nordöstliche Altmark“, Katja Döge, und ihr Mitarbeiter Stefan Kaiser im Seehäuser Ratssaal.

Betroffen davon ist vor allem die Verbandsgemeinde Seehausen – und zwar zwischen der Landesgrenze zu Niedersachsen bis nach Werben. Die überfluteten Waldflächen – circa 400 Hektar – wurden mittlerweile von den Forstfachleuten kartiert.

Insbesondere die Kiefernbestände und Einfriedungen wurden arg in Mitleidenschaft gezogen. „Derartige Belastungen in diesen Größenordnungen haben wir in den zurückliegenden Jahren noch nie gehabt“, berichtet die Forstamtsleiterin. Sie appelliert an die Waldbesitzer, ihre Flächen hinsichtlich von Schäden in Augenschein zu nehmen und diese beim Forstamt registrieren zu lassen. Immerhin stellt das Land Sachsen-Anhalt Gelder zur Entschädigung bereit. Über das Prozedere wird Stefan Kaiser auf einer Informationsveranstaltung für alle Waldbesitzer am Donnerstag, 22. August, ab 17 Uhr im Rathaussaal der Hansestadt Seehausen referieren. Er wird unter anderem Hinweise zum Ausfüllen der Formulare und weitere Tipps und Ratschläge geben. Um Voranmeldungen aus organisatorischen Gründen wird unter der Nummer (039384) 98 00 gebeten. Auch im Vorfeld steht er den geschädigten Waldbesitzern unter obiger Telefonnummer beratend zur Seite.

Quelle: az-online.de

Hochwasser ist nichts Neues in der Stadtgeschichte

Veröffentlicht: August 11, 2013 von fluthelfer in Bayern

Freilassing –  Die Stadtwanderung mit dem Bürgermeister führte von Hagen über den Saalachspitz bis zum Zollhäusl.

Die Stadtwanderung mit Bürgermeister Josef Flatscher und unter fachkundiger Leitung von Stadtarchivar Otto Folzwinkler wird von Jahr zu Jahr beliebter. Mehr als 80 Teilnehmer schlossen sich heuer dem Marsch durch Freilassings Geschichte an. Auf dem Weg durch die Ortsteile Hagen und Wassermauth, zum Mittergraben und Saalachspitz, entlang des Mühlbachs, vorbei am Ausee, zum Kraftwerk und zur historischen Eisenbahnbrücke erfuhren die Teilnehmer, dass die Stadt in ihrer 1.000-jährigen Geschichte schon öfter von verheerenden Hochwassern getroffen wurde.

Zunächst führte Folzwinkler die Teilnehmer durch den Stadtteil Hagen, dessen Name so viel wie eingefriedetes Gebiet, Gehege oder Hecke bedeutet. Vor geschichtsträchtigen Bauernhäusern wie dem Schindlerbauer, dem Hagerbauer, dem Bindergütl und dem Käferbauer legte die Gruppe einen Stopp ein, um Geschichten über Bewohner und Gemäuer zu hören. Auch von früheren Hochwasserkatastrophen wusste der Archivar zu berichten. „1899 lief in Hagen das Wasser vom Fenster herein in die Häuser. Die Bewohner mussten sich bei den Wirten einquartieren.“

Quelle: Reichenhaller Tagblatt / Freilassinger Anzeiger

Oberbürgermeister Jürgen Dupper übergibt ersten Förderbescheid

Gut eine Woche nachdem die Richtlinien für das neue Fluthilfeprogramm für private Hauseigentümer in Kraft getreten ist, hat Oberbürgermeister Jürgen Dupper gestern Mittag den ersten Förderbescheid übergeben.

Auch das Anwesen von Ruthilde und Peter Paul in der Freyunger Straße wurde durch das Hochwasser beschädigt. Die Eigentümer haben in dieser Woche den entsprechenden Antrag bei der Stadt Passau gestellt. Nach zwei Tagen Bearbeitungszeit konnte bereits heute der erste Förderbescheid aus diesem Hilfsprogramm
übergeben werden.

Oberbürgermeister Dupper:

„Ich freue mich sehr, dass wir bereits gut eine Woche nach Inkrafttreten des Programms heute den ersten Förderbescheid übergeben konnten.

Die Stadtverwaltung Passau hat sich im Vorfeld auf dieses Hilfsprogramm eingestellt und eine eigene Dienststelle mit 10 Mitarbeitern im Laufe der vergangenen Wochen zusammengestellt. Deshalb war es uns möglich, bereits vier Tage nach dem Start der neuen Dienststelle den ersten Förderbescheid auszustellen und zu übergeben.

Wir fühlen uns verpflichtet, den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt schnellstmöglich die entsprechenden Mittel zukommen zu lassen. Die Vorgehensweise, bereits im Vorfeld die organisatorischen und personellen Strukturen im Rathaus zu schaffen, hat sich damit bewährt. Der große Andrang in der Dienststelle zeigt, wie wichtig dieses Programm für die Passauerinnen und Passauer ist, damit die geschädigten Hausbesitzer endlich belastbare Aussagen darüber haben, mit welchen Fördermitteln sie rechnen können.“

Quelle: hessen-tageblatt.com/

Die FDP-Fraktion im Rhein-Sieg-Kreis macht den Hochwasserschutz nach Starkregen zum Thema im Umweltausschuss. „Wir wollen uns von der Kreisverwaltung detailliert berichten lassen, welche Maßnahmen zum Hochwasserschutz geplant sind“, sagt Klaus-Peter Smielick, Vize-Fraktionschef der FDP und Vorsitzender des Umweltausschusses.

Scheinbar unbedeutende Bachläufe im Kreis seien durch plötzliche Starkniederschläge zu reißenden Flüssen geworden. „In dem Zusammenhang interessiert uns auch, ob und wie die aktuellen Hochwasserereignisse in Süd- und Ostdeutschland bei den geplanten Maßnahmen eines effektiven Hochwasserrisikomanagement berücksichtigt werden“, so Smielick.

Quelle: general-anzeiger-bonn.de

Hochwasser und Hitze – Bauern klagen über Ernteausfälle

Veröffentlicht: August 11, 2013 von fluthelfer in Bayern

Zuerst der lange Winter, dann das Hochwasser und jetzt die Hitze: Getreide, Mais oder Kartoffeln haben heuer gleich mit drei Wetterextremen zu kämpfen. Die Erntebilanz der Bauern fällt daher heuer nicht gut aus.

Gerste und Raps haben die Bauern schon geerntet – allerdings bis zu 15% weniger als in den letzten Jahren. Auch beim Winterweizen, der größten Anbaukultur, befürchten die Landwirte Einbußen. Besonders schwer hat es die Landkreise Starnberg, Dachau und Freising getroffen.

„Wenn ich weniger Ertrag habe, kann ich weniger verkaufen. Und da kommen wir zu dem, was neben den Erträgen das nächste große Problem ist: Die Preise sind in den letzten Monaten stark rückläufig gewesen, von daher ist die Erlössituation für die Ackerbauern in diesem Jahr wieder sehr angespannt.“

Matthias Kick, Referent für Getreide- und Ölsaaten beim Bayerischen Bauernverband

In vielen anderen Ländern ist die Ernte gut ausgefallen – das lässt die Preise sinken. Auch Landwirte, die auf Gras für ihr Vieh angewiesen sind, sehen sich nun in einer schwierigen Lage. Denn viele Wiesen trocknen jetzt aus, und das Grünfutter wächst zu langsam nach.

Quelle: br.de