Wer hilft den Kleingärtnern?

Veröffentlicht: August 9, 2013 von fluthelfer in Hochwasserfolgen

SPD-Landespolitiker Rüdiger Erben sucht gemeinsam mit Nienburgs Bürgermeister Markus Bauer das Gespräch mit den Nienburger Gartensparten, die vom Juni-Hochwasser betroffen waren. Zuvor waren sie auch in Alsleben und Plötzkau zu Besuch.

„Es geht um das gesamte Vereinsleben“, betonte Nienburgs Bürgermeister Markus Bauer (SPD), als er am Freitag Rüdiger Erben, den innenpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, mit dem Fahrrad durch einige Orte des Altkreises Bernburg begleitete. Nach Alsleben und Plötzkau war am Mittag die Gartensparte „Eigenscholle“ in Nienburg die dritte und längste Station.

Dort standen über 40 Kleingärtner zum Gespräch bereit. Sie trugen dem Landespolitiker, der für Fragen des Katastrophenschutzes zuständig ist, ihre Sorgen vor. „Bis zum Hochwasser hatten wir noch 85 Mitglieder, die 87 Parzellen bewirtschaftet haben“, berichtete Mareike Schmidt, die Vorsitzender der Gartensparte „Flora“. Ab 2014 wird die Mitgliederzahl um rund ein Viertel auf 64 schrumpfen. „Unser Vereinshaus ist komplett kaputt“, sagte die Vereinsvorsitzende.

 

Roland Funke, Geschäftsführer des Regionalverbandes der Gartenfreunde Bernburg und Umgebung, forderte, dass der Bund die pflegerischen Leistung der Kleingärtner für die Natur stärker würdigen müsse. Er gab den Gärtnern konkrete Hinweise zum Anbau nach dem Juni-Hochwasser, nachdem der Kreisverband eine Bodenprobe veranlasst hatte. Gärtnern, die eher zur Vorsicht neigen, werde geraten, auf Blattgemüse möglichst zu verzichten und Pflanzen mit großer, bodennaher Oberfläche oder stark gekräuselten Blättern vor dem Verzehr gut zu waschen. Trotz aller Schäden sei die große Solidarität unter den Ländern ein Glücksfall, erklärte Rüdiger Erben.

Von den acht Milliarden Euro, die für den Hochwasser-Hilfsfonds zur Verfügung stehen, würden drei Milliarden von den Ländern getragen. Davon wiederum trage Sachsen-Anhalt nach einem Verteilungsschlüssel gerade einmal 2,8 Prozent. Geklärt sei, dass kommunale Einrichtungen von dem Topf profitieren. Für Kleingartenvereine treffe dies nicht zu, bestätigte Erben. Man werde noch viel über den richtigen Hochwasserschutz reden müssen, betonte der Landespolitiker. „Wenn freie Flächen in Gartensparten entsiegelt werden, dann ist das auch Hochwasserschutz“, erklärte Erben. Am Morgen hatte sich der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion über das nach dem Hochwasser geschlossene Schwimmbad in Alsleben informiert. Außerdem sah er sich die marode Turnhalle im benachbarten Plötzkau an, deren Boden nach dem Hochwasser heraus gerissen werden musste.

Quelle: mz-web.de

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