Spenden für 110 Gößnitzer Opfer verteilt

Veröffentlicht: August 9, 2013 von fluthelfer in Thüringen

Vergabekommission hat entschieden

Gößnitz. Nur eine halbe Stunde hat die Sitzung der Spenden-Vergabekommission für die Hochwasseropfer vorgestern Abend in Gößnitz gedauert und die Liste der Verwaltung mit 110 Vorschlägen war abgesegnet.

 

Was so schnell über die Bühne geht, hat meist eine Sisyphos-Arbeit vorher gekostet. So auch in der Pleißestadt. Aus den rund 580 Fällen von privaten Schadensmeldungen musste herausgearbeitet werden, wer für die Vergabe überhaupt infrage kommt. Mit der Gießkanne wollte der Stadtrat die Gelder nicht verteilen. Eine Mitarbeiterin des Hauptamtes habe wirklich jeden einzelnen Fall geprüft und nach Versicherungsleistungen abgeklopft, sagte gestern Hauptamtsleiterin Dorothee Philipp auf Nachfrage der OTZ-Schmöllner Nachrichten. Dadurch seien einige aus dem Pool der zu bedenkenden Fälle herausgefallen. Auch wurden Schäden im Keller, an Außenanlagen und Garten sowie erhaltene Spenden oder Ikea-Gutscheine und die Soforthilfe herausgerechnet. Letztlich setzte die Stadtverwaltung eine Ausgangsschadenshöhe von 5000 Euro fest. Es sei keine Gerechtigkeit zu erzielen in solchen Fragen, sagte die Hauptamtsleiterin. Aber man sei darum bemüht, es so gerecht wie möglich zu machen.

 

Spenden zwischen 500 und 2000 Euro vergeben

Übriggeblieben sind 110 Geschädigte, die zwischen 500 und 2000 Euro Spendengelder erhalten. Wer einen Schaden von über 5000 bis 10000 Euro zu beklagen hat, bekommt jeweils 500 Euro, jede 5000 Euro höher wurden mit 250 Euro mehr bedacht. 1000 Euro erhielt also ein Privathaushalt mit 20 000 Euro Schaden. 114 500 Euro an Spendengeldern wurden insgesamt verteilt, die entweder für private Opfer gestiftet waren oder aber ohne Zweckbestimmung auf dem Spendenkonto der Stadt landeten. Drei Fälle mit einem relativ hohen Schaden allerdings seien noch nicht endgültig geklärt, sagte die Hauptamtsleiterin. Überdies stünden dem Bürgermeister noch 5800 Euro von der Gesamtsumme zur Verfügung, um eventuell neu eingehende Härtefälle bedenken zu können. Erfreut zeigte sich Dorothee Philipp darüber, dass es einen ersten Gößnitzer gebe, der die Soforthilfe wegen gezahlter Versicherungsleistungen zurückgegeben habe. Aber es gebe auch Fälle, wo die Stadt möglicherweise ihrerseits das Geld zurückfordern müsse.

Quelle: otz.de

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