Kein fußbreit Platz mehr im Zentrallager für Hochwasser-Spenden der Caritas in Gera

Veröffentlicht: August 9, 2013 von fluthelfer in Thüringen

Das Zentrallager der Caritas in der Greizer Straße in Gera ist angefüllt mit Sachspenden für Flutopfer aus dem gesamten Bundesgebiet.

Vor zwei Monaten hallte noch die Stimme in den leeren Räumen in der Greizer Straße 53, als Caritasgeschäftsführer Andreas Zube sie von Vertretern der Geraer Wohnungsgesellschaft Gewo für das zentrale Spendensammellager übernahm. Inzwischen ist kein Fußbreit Platz mehr auf der 250 Quadratmeter großen Fläche. Lagerleiterin Isabel Sander berichtet: „Täglich wurde das Lager voller. Große Brummis rollten an mit Auslegware der Teppichfabrik Münchenbernsdorf, 40 neuen Waschmaschinen, neuwertigen Staubsaugern, Schrankwänden aus Esslingen oder Elektroherden und Couchgarnituren vom Rotary Club Stuttgart. Dazu kommen private Möbel- und Kleiderspenden bis hin zu Getränken und Körperpflege vom Globus-Markt in Trebnitz. Es ist überwältigend und es ist noch nicht zu Ende.“ In etwa anderthalb Wochen werde man nach Prüfung der Anträge aus ganz Ostthüringen mit der Ausgabe beginnen , erklärte Andreas Zube. Weitere vier Lagerräume seien ebenfalls gut gefüllt, so dass sich die Sachspenden jetzt auf rund 1000 Quadratmetern Fläche verteilen. Fünf Helfer für schwere Räum- und Ausgabearbeiten sind über das Job-Center eingestellt. Regina Verhoeven, mit besten Erfahrungen als Leiterin des ICO-Kaufhauses der Caritas in der Geraer Zschochernstraße, wird hier im Lager die Spenden mit verwalten, sortieren und ausgeben.

Weniger materielle als vielmehr ideelle Hilfe will Sozialarbeiterin Nadine Wehlte im Auftrag der Caritas leisten. Die 33-Jährige hat eine kaufmännische Ausbildung in der Sanitär- und Heizungsbranche abgeschlossen und gerade ihr Studium als Sozialarbeiterin in Leipzig beendet: „Menschen zu helfen, die über Nacht in eine so schwierige Situation geraten sind, ist eine Aufgabe , auf die ich mich freue.“ Die junge Frau hofft, Betroffene an Weißer Elster oder Pleiße im Altenburger Land sachkundig zu beraten, wenn es um die Ausschöpfung finanzieller Unterstützung, bauliche Beratung oder eine völlig neue Lebensplanung geht.

Andreas Zube erlebte bei Begegnungen mit Hochwasseropfern, „dass viele immer nur von einem Tag zum anderen arbeiten und denken konnten, oft bis an den Rand der Erschöpfung gerieten. Viele, die im Uferbereich wohnen, stellen sich die bange Frage, ob es überhaupt lohnt, hier wohnen zu bleiben. oder besser vor der nächsten Flut umzuziehen.“ Ein bisschen Lebenshilfe will Nadine Wehlte in strapazierte Familien bringen. Für viele gehe es nicht nur um einen neuen Teppich oder Wäschetrockner, sondern um existenzsichernde Maßnahmen, ruft Andreas Zube noch einmal die Wucht der Ereignisse mit ihren verheerenden Folgen in Erinnerung, die das Hochwasser vom Juni des Jahres vielen Ostthüringern brachte.

Noch immer laufen Entfeuchter auf Hochtouren, so dass Auslegware oder Möbel kahl geräumte Wohnungen noch nicht wieder zu einem wirklichen Zuhause machen können, obwohl sie gebraucht werden. Hier ist Logistik gefragt bei der Verteilung von Bad Köstritz bis nach Gößnitz.

Quelle: otz.de

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