Mut machen fürs Geschäftsleben in Gößnitz

Veröffentlicht: August 8, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Deutscher Fleischerverband und Gilde Frischezentrum in Essen spenden für zwei Handwerksbetriebe aus Gößnitz.

Gößnitz. Mit zwei Geldspenden wollen der Deutsche Fleischerverband und Gilde Frischezentrum in Essen zwei Gößnitzer Fleischereihandwerksbetrieben Mut machen, um ihren Handwerksbetrieb nicht aufzugeben. Dabei handelt es sich um die Fleischereien Winkler und Stötzner, die vom Juni-Hochwasser arg betroffen sind und jetzt mit den finanziellen Folgen der Katastrophe zu kämpfen haben.

 

Auf eine Schadenshöhe von rund 100 000 Euro muss die Fleischerei Winkler in der Zwickauer Straße verweisen. 40 Zentimeter hoch stand das Hochwasser am 2. und 3. Juni in der Fleischerei. Mit 2,50 Meter stand der Keller komplett unter Wasser. „Zum Glück konnten wir die wichtigsten Maschinen retten, so dass wir kaum Produktionsausfall hatten“, erzählt Maik Winkler. Gemeinsam mit Freunden und der Gößnitzer Feuerwehr war die Maschinen-Rettungsaktion noch gelungen, bevor das Hochwasser der Pleiße unter anderem die Heizungsanlage, Ladeneinrichtung, zwei Kühlzellen, Fußböden und Ware im Wert von 15 000 Euro vernichtete. Das Problem: Die Winklers sind gegen solche Fälle wie Hochwasser nicht versichert. Weshalb die Spende von insgesamt 7000 Euro von Fleischerband und Gilde Frischezentrum jetzt wirklich gut gebraucht werden kann.

 

Gut gebrauchen kann die Spende von 3700 Euro auch Katrin Schmidt von der Fleischerei Stötzner. In ihrem Handwerksbetrieb allerdings hat das Pleißehochwasser noch deutlichere Spuren hinterlassen. Totalschaden – um es kurz zu fassen. Alles ist dahin und wird derzeit wieder aufgebaut. Der Schaden allein am Bau wird gegenwärtig auf 135″000 Euro geschätzt. Der Schaden am Maschinenpark wird wohl auf die 190″000 Euro hinauslaufen. Letzteres steht noch nicht fest, da die Maschinen gegenwärtig alle noch überprüft werden für die Versicherung. Deren Schutz kann Katrin Schmidt glücklicherweise in Anspruch nehmen. Einen guten noch dazu. Abgedeckt sind beispielsweise auch Betriebsunterbrechungen und Löhne. Ihre Mitarbeiter sind jetzt ersteinmal in bezahltem Urlaub. Katrin Schmidt und ihre Familie managen indes die Baustelle. Dort gibt es noch keinen Strom und kein Festnetz fürs Telefon. Die Wände sind nackt bis auf die Ziegelsteine. Bis letzten Freitag liefen hier die Trockner auf vollen Touren. Im Oktober, so das Ziel der 40-Jährigen, soll die Fleischerei wieder eröffnet werden mit den original Fliesen im Verkaufsraum und der gläsernen Decke, die die Kundschaft der Stötzners bereits seit vielen Jahren kennen. Denn diese Fliesen und diese Glasdecke gehören zu den wenigen Dingen, die vom Hochwasser der Pleiße am ersten Juni-Wochenende verschont geblieben sind.

 

Dass Katrin Schmidt den Familienbetrieb aufgeben könnte nach dieser Katastrophe, stand für die 40-Jährige eigentlich nie wirklich zur Debatte. „Dafür“, so sagt sie, „mache ich viel zu gerne Wurst.“

Quelle: otz.de

 

 

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