Hochwasser und die Folgen – Kabinett will Hilfen für Flutopfer freigeben

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserfolgen

 

In München ist das Kabinett zusammengekommen um erneut über die Folgen des verheerenden Hochwassers im Juni zu beraten. Im Zentrum stehen der Hochwasserschutz und die finanzielle Bewältigung der Schäden.

Beratungen im Kabinett

Auch die Landräte der Landkreise Deggendorf und Passau sowie die Stadtoberhäupter von Regensburg und Passau nehmen an der Sitzung teil. Mit ihrer Unterstützung soll entschieden werden, wohin wieviel Geld fließen soll. Bereits gestern hatte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) versprochen, den Hochwasserschutz und die Wiederaufbauhilfe für Flutopfer zügig voranzutreiben. Bund und Länder hatten sich darauf verständigt, die Betroffenen mit acht Milliarden Euro aus einem Hochwasserfonds zu unterstützen.

500 Millionen Euro Schaden alleine in Deggendorf

Der bayerische Regierungschef besuchte am Dienstag die besonders stark betroffenen Orte Niederalteich und Fischerdorf im niederbayerischen Landkreis Deggendorf. Zusammen mit Umweltminister Marcel Huber (CSU) suchte Seehofer das Gespräch mit den betroffenen Menschen und hörte sich ihre Probleme bei der Sanierung von Häusern und Wohnungen an.

Den Geschädigten versprach er, dass sie noch im Laufe des Monats Geld erhalten. In Einzelfällen seien aber noch offene Fragen zu klären. Nach der Hochwasserkatastrophe müssen in Fischerdorf etliche Wohnhäuser abgerissen werden, wie der Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter (CSU) berichtete. Grund seien erhebliche Schäden an der Statik oder Kontamination durch ausgelaufenes Heizöl. Der Hochwasserschaden im Raum Deggendorf wird auf rund 500 Millionen Euro geschätzt.

Bilder aus Deggendorf

Sanfter Donausausbau für besseren Hochwasserschutz

Zum besseren Schutz vor Hochwasser kündigten Seehofer und Huber an, notwendige Maßnahmen mit Hochdruck umzusetzen. Neben neuen Deichen müssten natürliche Ausweich- und Rückhalteflächen für Hochwasser entlang der Flüsse geschaffen werden. Landwirte, Bürger und Naturschützer will der Ministerpräsident an den Plänen für den Hochwasserschutz beteiligen. Zwangsmaßnahmen solle es keine geben.

Ein klares Bekenntnis legte Seehofer zum sogenannten sanften Donauausbau ab. Die Entscheidung sei unumkehrbar und schaffe Klarheit auch mit Blick auf den Hochwasserschutz. Darin will die Staatsregierung bis zum Jahr 2022 nun 3,4 Milliarden Euro investieren, wie Umweltminister Huber sagte. Zunächst waren 2,3 Milliarden Euro eingeplant gewesen.

Seehofer und Huber vor Ort

Quelle: br.de

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