Archiv für August 7, 2013

Spenden-Übergabe nach langer Anfahrt

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen, Sachsen-Anhalt
Das Unternehmen Beko Techniologies aus Neuss spendet 5 000 Euro für die Kindertagesstätte „Haus der kleinen Elbspatzen“ in Elster.

Eine weite Reise nahmen Monique Aleeds-Koch, Geschäftsführerin der Beko Technologies GmbH aus Neuss, und ihre Mitarbeiterin Mareen Stein auf sich und im Gepäck hatten sie 5 000 Euro. Die wurden an die Kindertagesstätte „Haus der kleinen Elbspatzen“ in Elster übergeben.

Ihr Unternehmen sei sehr sozial eingestellt, erzählte die Geschäftsführerin. Schulen und Kindereinrichtungen in der Umgebung würden davon jährlich profitieren. Schließlich gehe es dabei um die Zukunft, so Monique Aleeds-Koch. Als sie von den Verwüstungen und den verheerenden Schäden hörte, die das Hochwasser anrichtete, war klar, hier kann man nicht abseits stehen. Es erging ein Aufruf an alle Mitarbeiter und Außendienstler: Wer eine entsprechende Einrichtung oder Institution kenne, die besonders gelitten habe, möge sich bei ihr melden.

Die erste war Mareen Stein, gebürtige Wittenbergerin. Sie war zur Hochwasserzeit in ihrer Heimat, hat dort beim Säckefüllen geholfen und vom Schicksal der Elsteraner Kindereinrichtung gehört. Das erzählte sie ihrer Chefin und sofort war klar, dorthin geht das Geld. Allerdings wollte man sich nicht einer gemeinnützigen Organisation bedienen, sondern den Scheck selbst überbringen. So setzten sich die zwei Frauen ins Auto, fuhren 550 Kilometer und nahmen in Wittenberg Quartier.

Freitag überreichten sie nicht nur das Geld, das übrigens für Spielzeug und Bastelmaterial eingesetzt werden soll, sondern auch einige Werbeartikel. Danach wollten sie sich die Lutherstadt ansehen. Die zwei Frauen versprachen, nicht das letzte Mal in Elster gewesen zu sein. Spätestens zur Wiedereinweihung kommen sie erneut.

Quelle: mz-web.de

Anwohner kritisieren: Mangelnde Bachpflege Grund für Hochwasser

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in Thüringen

Johannistalbach trat wiederholt über die Ufer. Grünflächenamt der Stadt kündigt außerplanmäßige Kontrolle an

Das, was sich dieser Tage am Johannistalbach ereignete, das sei zu erwarten gewesen. Die Kleingärtner, die entlang des Bachlaufs ihrem Hobby nachgehen und Erholung suchen, empören sich. „Zwar wird es immer wieder uns in die Schuhe geschoben, dass wir am Ufer unsere Gartenabfälle entsorgen, aber dem ist nicht so“, empört sich eine Dame. Vielmehr sei es so, dass der Bach vom Grünflächenamt der Stadtverwaltung nur nachlässig gesäubert und gepflegt werde, lautete die Kritik.

Vor zwei Wochen hatte starker Regen den Pegel im Johannistalbach ansteigen lassen. Mehr noch: Am Kreisel zwischen Tonberg- und Mittelstraße trat das Wasser über die Ufer. Die Feuerwehr der Stadt war im Einsatz, um das Schutzgitter von Pflanzen zu befreien (unsere Zeitung berichtete). Nicht zum ersten Mal im Übrigen. Allerdings schwammen in der Vergangenheit auch schon Plastekanister und anderes wild Entsorgtes in dem kleinen Bach, verstopften die Auffangrechen.

Stadt kümmert sich um 83″Wasserkilometer

„Die Stadtverwaltung wird in den nächsten Tagen den Lauf des Johannistalbachs noch einmal überprüfen – außerhalb der turnusmäßigen Kontrollen“, hieß es jetzt von einem Sprecher der Verwaltung, nachdem sich die Anwohner beklagt hatten.

Nach derzeitiger Einschätzung des zuständigen Fach­bereichs für Grün- und Verkehrsflächen sei für die jüngste Überschwemmung vor allem die extreme Wetterlage mit den hohen Niederschlagsmengen innerhalb von kurzer Zeit ursächlich gewesen. Auch der Feuerwehreinsatz am Kreisel habe ergeben, dass die Verstopfung am Auffangrechen zum größten Teil auf Grünalgen zurückgegangen sei und nicht auf Schnittabfälle. Auch am bachaufwärts gelegenen ersten Auffangrechen, auf Höhe Pestalozzischule, fand sich beim jüngsten Einsatz kaum Schwemmholz, hieß es.

Die Stadt kümmert sich nach eigenen Angaben um insgesamt 83 Kilometer Bachläufe und wasserführende Gräben. Der Wildwuchs an den Ufern wird durch die Mitarbeiter des Bauhofes in regelmäßigen Abständen beseitigt und entsorgt.

„Neben ganzjährigen Kontrollgängen wird in jedem Herbst eine umfassende Gewässerschau durchgeführt. Etwaige Gefahrenstellen werden aufgenommen und anschließend nach Dringlichkeit beseitigt“, heißt es von Stadtsprecher Christian Fröhlich nach Anfrage unserer Zeitung. Zuletzt seien Arbeiten schwerpunktmäßig entlang der Breitsülze, am Popperöder Bach zwischen Schneidemühlenweg und Obermühlenweg, am Felchtaer Bach oberhalb Weidensee und unterhalb des Gewerbegebietes oder am Pfafferöder Steingraben durchgeführt worden.

 

Quelle: thueringer-allgemeine.de

 

 

 

Die Anträge für staatliche Hochwasserhilfe aus dem Bund-Länder Fluthilfefonds liegen ab Montag (05.08.13) im Landkreis Deggendorf aus. Bis zu acht Milliarden Euro stehen für das Hochwasser-Hilfsprogramm zur Verfügung.

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Bis zu 80 Prozent der Privatschäden sollen durch das gemeinsame Programm von Bund und Ländern abgedeckt werden. Die Flutopfer müssen diese Hilfe allerdings beantragen.

Die Formulare dafür liegen ab Montag in den Rathäusern des Landkreises Deggendorf sowie im Landratsamt aus. Die ersten Gelder aus dem Fluthilfefonds sollen nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel noch im August ausgezahlt werden.

Formular auch online erhältlich

Info-Flyer der Stadt Gera ist jetzt im Amtsblatt erschienen.

Die angekündigte Übersicht der Stadt Gera mit Tipps und Kontaktdaten rund um den Fall eines Hochwassers ist am Wochenende im Amtsblatt der Stadt erschienen. Unter dem Titel „Bürgerinformation bei Hochwasser“ werden sowohl Ratschläge zur Prävention beziehungsweise Vorbereitung gegeben, nützliche Telefonnummern und Internetseiten aufgelistet, Handlungsanweisungen für den Ernstfall gegeben sowie notwendige Maßnahmen nach einem Hochwasser aufgezählt. Neben Tipps für die eigene Sicherheit, die eigenen Besitztümer, wird in dem Infoblatt unter anderem auch zur Nachbarschaftshilfe aufgerufen.

Das Infoblatt – in dessen Impressum im Übrigen darauf hingewiesen wird, dass das Informationsmaterial „nicht zur Wahlwerbung benutzt“ werden darf – ist ein Ergebnis der AG Hochwasser, die sich nach den verheerenden Überflutungen Anfang Juni gebildet hatte.

Es ist unter anderem auch auf der städtischen Internetseite http://www.gera.de abrufbar.

Quelle: otz.de

Bevor die nächste Flut kommt

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Nach dem großen Aufräumen geht es vielen jetzt um einen möglichst umfangreichen Schutz vor dem nächsten Jahrhundertregen. Betroffene Gladbacher können aber problemlos Elementarversicherung abschließen.  Von Matthias Niewels

Am 20. Juni regnet es im Rheinisch-Bergischen Kreis wie aus Eimern. Die Rede ist von einem Jahrhundertereignis. Bis zu 51 Liter Regenwasser pro Quadratmeter wurden gemessen. Hunderte Keller liefen voll – einige davon zum ersten Mal. Es entstand hoher Schaden und hinterließ Menschen, die viele Fragen hatten. Eine davon war: Wie sieht es eigentlich mit der Versicherung aus? Nach dem großen Aufräumen geht es um einen möglichst umfangreichen Schutz vor dem nächsten Jahrhundertregen.

Unterschiedliche Angebote

Grundsätzlich gilt, dass nur Elementarversicherungen bei Hochwasser-Schäden greifen. Der Verband der Versicherer teilt mit, dass sich 99 Prozent aller Haushalte gegen Hochwasserschäden versichern könnten – und widerspricht damit anderslautenden Aussagen von Verbraucherzentralen. Selbst Bergisch Gladbacher Haushalte direkt an der Strunde oder Haushalte in Overath am Katzbach könnten sich versichern, teilt der Verband auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ mit. Nur ein Prozent der Haushalte in der gesamten Bundesrepublik befänden sich in Hochwasserzonen, für die keine Versicherung abzuschließen sei. Allerdings unterscheiden sich die Angebote der Versicherer untereinander erheblich. Dabei beziehen alle Versicherer ihre grundsätzlichen Daten von dem „Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen“, kurz Zürs. Zürs ist ein Service des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft.

Keine eigenen Daten

Der Verband der Versicherungen erhebt keine eigenen Daten. Die Hochwasserkarten der jeweiligen Wasserbehörden, also der Bezirksregierungen, sind Grundlage für die Einstufungen des Zürs. Im konkreten Fall von Bergisch Gladbach liefen zum Beispiel in Refrath Keller voll, die auf keiner Karte der Bezirksregierung als hochwassergefährdet eingestuft waren. Sollten diese Haushalte noch keine Elementarzusatzversicherung für ihren Hausrat haben, wäre das jetzt eine gute Gelegenheit. Denn die Daten der Zürs reagieren auf die Veränderungen der Hochwasserkarten grundsätzlich zeitversetzt. Erst im Jahr 2014 würden die möglichen Veränderungen der Hochwasserkarten für Bergisch Gladbach den Neuabschluss von Versicherungen beeinflussen. Kathrin Jarosch vom Gesamtverband der Versicherer betont, dass es auch dann immer noch eine Möglichkeit gebe, sich zu versichern. Allerdings hat das dann auch seinen Preis. Je höher das Überschwemmungsrisiko, desto teurer die Police. Dabei geht es in Bergisch Gladbach ja noch um vergleichbar kleine Summen. Denn die Schäden bezogen sich vor allem auf den Hausrat und eher selten auf die Gebäude selbst. Zum Vergleich: In Ostdeutschland und Bayern wurden Häuser buchstäblich weggespült. In derartigen Fällen greift nur eine Elementarschadenversicherung für das Gebäude. Denn die Elementarschadenversicherung für den Hausrat ersetzt – wie der Name schon sagt – nur die Schäden bei Gegenständen im Haus.

Hohe Selbstbeteiligung

Schäden am Gebäude sind Sache des Vermieters oder Besitzers. Mieter müssen ihren Hausrat selbst versichern, dafür ist der Vermieter nicht zuständig. Das Angebot der Versicherungswirtschaft für solche Versicherungen ist riesig. Für eine 100-Quadratmeter-Wohnung (50 000 Euro Schadenssumme) ist eine Hausratversicherung inklusive Elementarversicherung für weit unter 100 Euro möglich. Preiswert kann sich auch versichern, wer etwa eine hohe Selbstbeteiligung akzeptiert. Einige Gladbacher gehen noch einen anderen Weg: Sie versuchen, mit Rechtsanwälten die Stadt in Regress zu nehmen. Sollte das gelingen, wäre wieder eine andere Versicherung am Zug – die der Stadt.

Quelle: ksta.de

Mai und Juni fielen in Deutschland weitgehend ins Wasser. Das hat auch Auswirkungen auf die Preise für Obst und Gemüse. Speziell die Kartoffel wird teuer, wie Ministerin Ilse Aigner verriet. 

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) erwartet keine Lebensmittel-Engpässe in Deutschland, kündigt aber deutliche Preissteigerungen für Obst und Gemüse an. In einem vorab veröffentlichten Interview der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ erklärte Aigner, die Versorgung überall in Europa sei knapper als in den Vorjahren.

Erst habe es einen nassen und kalten Mai, dann noch Starkregen und Hochwasser gegeben. Die Verbraucher in Deutschland müssten sich keine Sorgen machen, aber als Folge sei das Preisniveau bei manchen Produkten deutlich höher als im Vorjahr. So gebe es bei den Kartoffeln einen Anstieg um bis zu 30 Prozent. Bei Obst sei das Preisniveau im vergangenen Monat – verglichen mit dem Juni 2012 – im Schnitt um bis zu zehn Prozent gestiegen

Quelle: n24.de

Hochwasser-Modalitäten lassen weiter auf sich warten

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen, Thüringen

Das Ministerium nennt jetzt den 20. August, an dem die Richtlinien in Kraft treten sollen. „Voraussichtlich“.

Die zeitliche Lücke zwischen Soforthilfe gegen Hochwasserschäden und staatlichem Hilfsprogramm ist immer noch nicht geschlossen.

Wie das Thüringer Bauministerium gestern mitteilte, sollen die Richtlinien zur Umsetzung der Hochwasser-Hilfsprojekte in den Bereichen Infrastruktur, private Haushalte, Wirtschaft, Landwirtschaft und Kultur voraussichtlich am 20. August 2013 in Kraft treten.

Den Angaben zufolge können danach auch Privathaushalte die Anträge zur Regulierung unter www.tmblv.de downloaden. Zurzeit befinden sich die Richtlinien „Kommunale Infrastruktur“ und „Schäden an Wohngebäuden/Hausrat“ in der Abstimmung mit dem Rechnungshof und den kommunalen Spitzenverbänden, sagte Ministeriumssprecher Fried Dahmen.

Privathaushalte müssen ihren Schadensantrag von der zuständigen Stadt- oder Gemeinde­verwaltung amtlich bestätigen lassen. In den besonders betroffenen Gebieten werden zurzeit regionale Wiederaufbauteams eingerichtet, die vor Ort helfen. Dazu zählen die Ostthüringer Landkreise Saale-Holzland, Greiz und Altenburger Land sowie Gera.

Bundes- und Landesregierung hatten betont, dass noch im August die Auszahlung der staatlichen Hilfsgelder beginnen soll. Der Fluthilfefonds umfasst acht Milliarden Euro. Auf Thüringen entfallen 6,8 Prozent.

Quelle: otz.de

DSDS-Gewinnerin 2013 Beatrice Egli hat sich mit DJ Ötzi, Norman Langen und Michael Wendler zusammengetan, um Kindern in Hochwasser-Gebieten zu helfen. Und das, obwohl die “Schlagerprinzessin” von DSDS 2013 sicher genug Termine hatte. Doch Beatrice Egli liegt es eben am Herzen, den Kindern ein schönes Umfeld zu ermöglichen.

Dank DSDS ist Beatrice Egli in ganz Deutschland als “Schlagerprinzessin” bekannt geworden. Die Zuschauer liebten die blonde Schweizerin bei “Deutschland sucht den Superstar”. Diese Liebe gab die Sängerin jetzt nur zu gerne zurück! RTL hatte nach dem Hochwasser eine Spendenaktion ins Leben gerufen, die den Titel “Wir helfen Kindern” trug. Daran beteiligten sich nun auch DSDS-Star Beatrice Egli und Co, um unter anderem der Dresdener Kindertagesstätte “JONA” einen Wiederaufbau zu ermöglichen.

So half Beatrice

DSDS-Gewinnerin Beatrice Egli verzichtete nicht nur auf einen Teil ihrer Gage bei einem Konzert, sondern setzte sich ganz persönlich dafür ein, dass etwas getan wird. Auf Facebook postete sie ein Bild von sich mit einer Schubkarre. Ihre Frisur und ihr Outfit zeigen: Beatrice hat wirklich selbst mitangepackt! Und das scheint dem DSDS-Star richtig Spaß gemacht zu haben. Sie schrieb unter das Bild: “Huuuui, jetzt bin ich wieder einmal mehr richtig müde. Aber heute für den guten Zweck. Denn wir haben gemeinsam angepackt für die Kita in Dresden, damit die Kinder nach dem Hochwasser hoffentlich bald wieder spielen können. :o) Es war sooo schön, die glänzenden Kinderaugen zu sehen.” Richtig vorbildlich von Beatrice Egli!

Quelle: myheimat.de

Deggendorfer Gastronomie zieht Hochwasser-Bilanz

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in Deggendorf, Hochwasserfolgen

Die Hochwasserkatastrophe im Juni hat niemanden verschont: Weder Privatleute, noch Vereine und Betriebe oder die Kommunen selbst. Viele Betriebe – speziell in der Gastronomie – wurden sowohl aktiv als auch passiv von den Fluten überrollt. Zum einen hat das Wasser große Schäden hinterlassen, zum anderen ist aber auch das Geschäft ausgeblieben, weil viele Menschen die Hochwasserregion gemieden haben. Welche „Schäden“ das Hochwasser speziell in der Deggendorfer Gastronomie hinterlassen hat, das wurde am Montag bei einem Treffen des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes deutlich.

Quelle: idowa.de

13.600 Gebäude in Hochwasser-Risikozonen

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt

Rund 13.600 Gebäude in Sachsen-Anhalt liegen nach Angaben der Versicherungswirtschaft in der höchsten Hochwasser-Risikozone. Meist seien sie dennoch nach Einzelprüfung versicherbar, sagte eine Verbands-Sprecherin. Rund die Hälfte der Gebäude in dieser Zone seien bereits versichert – damit liegt Sachsen-Anhalt über dem Bundesdurchschnitt.

 

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat die Menschen in Sachsen-Anhalt bei der Vorstellung des Fluthilfe-Programms erneut aufgefordert, sich gegen Elementarschäden zu versichern. Hausbesitzer klagen aber auch, in Hochrisikogebieten keine Versicherung zu erhalten. Die MZ beantwortet wichtige Fragen dazu.

Wie problematisch ist die Versicherung am Fluss?

Grundsätzlich werden Gebiete in vier Gefahrenklassen aufgeteilt. Bundesweit liegen rund 280.000 Haushalte in Gefahrenklasse 4 – der Hochrisikozone, oft in unmittelbarer Wassernähe und statistisch alle zehn Jahre von einem Hochwasser betroffen. In Sachsen-Anhalt betrifft das 13600 Adressen (2,2 Prozent). Versicherer sagen, dass bundesweit 99 Prozent der Gebäude problemlos gegen Elementarschäden versichert werden können. „Das heißt aber nicht, dass der Rest nicht versicherbar ist. Dort muss es nur individuelle Lösungen geben“, so Kathrin Jarosch vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Übrig bleibe dann nur ein kleiner Rest, der tatsächlich nicht versicherbar ist. Der GVD rät, mindestens drei Versicherer zu fragen.

Wie hoch ist die Versicherungsquote im Land?

In der Hochrisikozone überdurchschnittlich. 51 Prozent der Gebäude dort sind in Sachsen-Anhalt gegen Elementarschäden versichert – im Bundesschnitt 26 Prozent. Sachsen glänzt mit 60 Prozent. Allgemein haben in Sachsen-Anhalt 38 Prozent aller Gebäude Hochwasserschutz. Wie wichtig der auch außerhalb der Gefahrenklasse 4 ist, zeigt laut GDV die jüngste Flut mit vielen Schäden abseits der Hochrisikozone. „Fast ganz Fischbeck ist zum Beispiel Gefahrenklasse 2 und problemlos versicherbar“, so Jarosch. Fischbeck war nach einem Deichbruch überflutet.

Wie teuer wird die Versicherung im Risikogebiet?

Das lässt sich schwer sagen, weil es tatsächlich vom Einzelfall abhängt. Steht das Haus am Wasser, aber auf einem Hügel? Sind die Keller gefliest? Unter Umständen gibt es Vereinbarungen, dass Technik nur im ersten Stock stehen darf. Die ÖSA legt nach eigenen Angaben viel Wert auf bauliche Forderungen, um Prämien bezahlbar zu halten: etwa Metallschotten für Fenster. Einen groben finanziellen Anhaltspunkt nennt die Allianz: Der Jahresbetrag für den Elementareinschluss bei einem 140-Quadratmeter-Haus in Gefahrenzone eins liege oft im zweistelligen Bereich mit geringer Selbstbeteiligung. „In Zone vier kann er im mittleren dreistelligen Bereich mit einem höheren Selbstbehalt liegen. Der Beitrag variiert sehr je nach Hausgröße, Bauart und Bauausstattung“, so eine Sprecherin.

Wo sehen Eigentümer, in welcher Zone sie leben?

Zugriff auf solche Daten haben vor allem die Versicherungsmakler selbst. Seit April 2012 gibt es aber auch eine Internetseite „Zürs public“, auf der sich Hausbesitzer per Mausklick über Naturgefahren für ihre konkrete Adresse informieren können. Bislang sind dort allerdings nur Sachsen und Niedersachsen abrufbar. Sachsen-Anhalt könnte nach Angaben des Umweltministeriums 2014 folgen.

Ändern sich die Gefahrenzonen nach einem Hochwasser wie im Juni?

Grundsätzlich werden sie nach Angaben des GDV jährlich an die aktualisierten Daten von Wasserbehörden angepasst. Das bedeute aber nicht immer automatisch eine Verschlechterung, so Jarosch. In der flutgebeutelten Altstadt von Hitzacker (Niedersachsen) sei nach dem Bau einer Hochwasserschutzmauer der Stadtkern von der bis 2009 geltenden Gefahrenklasse 4 in Klasse 2 abgestuft worden.

Quelle: mz-web.de

Für das Hochwasser Anfang Juni in Niederbayern waren die Prognosen der Wasserwirtschaftsämter ebenso wie jene der Meteorologen sehr präzise, sie hatten nur einen Schönheitsfehler – sie haben das Licht der Öffentlichkeit nicht erblickt. Das hat der bayerische Umweltminister Marcel Huber nach langem Zögern jetzt eingeräumt.

In einer ebenso gewunden wie verklausulierten Antwort gab Huber zu, dass es zwar amtsinterne 48-Stunden-Vorhersagen und Modellrechungen gegeben habe – veröffentlicht wurden aber nur 12-Stunden-Prognosen. Die längerfristigen Voraussagen habe man nur mündlich mitgeteilt. Dass eine Vorwarnzeit von zwölf Stunden aber nicht reicht, um ganze Wohn- oder Gewerbegebiete zu räumen, weiß man im Krisenstab. Hier sorgte Hubers Antwort für Kopfschütteln. Bei der Brisanz der Prognosen hätte der Minister laut dem Landtagsabgeordneten Bernhard Roos , „Himmel und Hölle in Bewegung setzen müssen, damit die Informationen garantiert an die Krisenstäbe gelangen und auch die betroffenen Bürger erreichen“.

Quelle: idowa.de

Die bisher ermittelte Schadenssumme beläuft sich auf rund 600 000 Euro. Noch bis 31. August ist Zeit, beim Landwirtschaftsamt in Rudolstadt Anträge auf Fluthilfe zu stellen.

Von 30 Hektar mit Winter­gerste, 79 Hektar mit Winter­­weizen und 86 mit Mais angebauten Hektar werden die Landwirte der Agrargenossenschaft Schöps in ­diesem Jahr nichts ernten. Die Felder, auf denen sie im letzten Herbst bzw. Frühjahr das ­Getreide und die Futterpflanzen abgebaut hatten, liegen allesamt zwischen Großpürschütz und Maua in der Saaleaue. Beim Hochwasser Anfang Juni waren die Felder überschwemmt. 227 der 1600 Hektar Fläche des Unternehmens waren über­flutet, auf einem Teil der Äcker haben die Landwirte Total­ausfälle der Ernte zu beklagen.

Nach ersten Schätzungen eines Gutachters belaufen sich die Flutschäden des Unternehmens auf rund 175 000 Euro. „Wir hatten die Schäden doch etwas höher eingeschätzt, aber, das Urteil des Gutachters gilt“, sagte Graf auf Nachfrage dieser Zeitung. „Wir dachten zwar, dass wir Fachleute genug sind, aber es wird nun mal eine externe Einschätzung verlangt.“ Die Richtlinie des Landes Thüringen, nach der land- und forstwirtschaftliche Unternehmen einen finanziellen Ausgleich für Überschwemmungsschäden erhalten, schreibt die Einbeziehung eines Gutachters bei einer Schadenssumme von mehr als 100 000 Euro vor.

Ein solcher Sachkundler wird deshalb auch in der Gleistal ­Agrar eG über die Felder gehen und die Hochwasserschäden ­begutachten. Agrar-Chef Ralf Wickler spricht von Verlusten in Millionen-Höhe. Sein Unternehmen gehört zu den am schwersten betroffenen Landwirtschaftsbetrieben in Thüringen. 350 Hektar standen unter Wasser, auf 240 Hektar seien Erntetotalschäden zu beklagen. Vier der fünf Tochterfirmen, die zur Agrar eG gehören, hätten je 2000 Euro Soforthilfe erhalten, doch das sei angesichts der wirklichen Schäden nur der berüchtigte Tropfen auf den heißen Stein. Und: die Soforthilfe wird mit anderen Hilfen verrechnet.

Was Wickler zusätzlichen ­Ärger bereitet: „Ich erinnere mich noch an die Fernsehbilder in den Fluttagen und die Versicherung der Politiker, dass man den Bauern ihre Ernteausfälle 100-prozentig ersetzen müsse“, sagt er. „Doch in der nun verabschiedeten Thüringer Richtlinie steht eindeutig, die Höhe der Zuwendung beträgt bis zu 50 Prozent des Gesamtschadens“. Es sei also längst nicht einmal sicher, ob überhaupt wenigstens die Hälfte der Ausfälle ausgeglichen werden könnte.

Wickler kritisiert zudem die komplizierten Antragsverfahren und „fast täglich neue Regularien“. Dazu gehöre auch, dass mögliche Erträge auf den Äckern, die nach dem Hochwasser aufwendig trockengelegt und neu bestellt wurden, von den Ausgleichszahlungen abgezogen würden. „Wir haben für die Wiederbestellung extrem hohen Aufwand treiben müssen, gleichzeitig konnten die Kollegen nicht auf den anderen Schlägen eingesetzt werden, etwa zum Jauchefahren oder zur Feldvorbereitung, weil sie in Wat­hosen und mit Spaten drei ­Wochen Gräben gezogen haben auf den nassen Feldern.“

Jürgen Hebert vom Landwirtschaftsamt in Rudolstadt, das die Fluthilfe-Förderanträge der Landwirte auch aus dem Saale-Holzland-Kreis entgegen nimmt, bestätigt, dass es Ertragsrichtwerte für die verschiedenen Zweitkulturen gibt, die auf die Flutverluste angerechnet werden. Dafür könnten jedoch auch die Gutachterkosten von den Unternehmen als Belastung mit aufgerechnet werden.

Nach seinen Angaben wurden bisher 20 Anträge auf Schadensausgleich von Agrarunternehmen im Rudolstädter Amt ein­gereicht, 13 davon sind bereits geprüft und an die Thüringer Aufbaubank, die die Hilfen auszahlt, weiter gereicht worden. Der Großteil der in Schwierigkeiten gekommenen Unternehmen sei im Saale-Holzland-Kreis ansässig. „Die bisher ermittelte Schadenssumme beläuft sich auf rund 600 000 Euro. Doch dabei wird es nicht bleiben, denn die Anträge einiger großer Unternehmen fehlen noch“, sagte Hebert. Dazu gehören die Agrargenossenschaft Catharinau in Uhlstädt-Kirchhasel genauso wie die Gleistaler Agrar eG oder ein großer Privatbetrieb in Etzelbach.

Noch bis 31. August ist Zeit, die Anträge auf Fluthilfe zu stellen.

Quelle: otz.de

Viel Bewegung bei Kleingärten nach dem Hochwasser

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in Dessau, Hochwasserfolgen

Nach den Kleingartenanlagen Eschenweg und Braunsche Lache haben vorigen Sonntag auch die Mitglieder der Gartensparte „Waldfrieden“ das Ende ihres Vereines beschlossen. Damit werden 170 Gärten aufgelöst und die Anlagen der Natur zurückgegeben. Für die Auflösung des „Waldfrieden“ hat der Stadtverband zehn weitere Arbeitskräfte beim Jobcenter beantragt.

Noch keine endgültige Entscheidung über die Zukunft haben die Mitglieder im Verein „Schillerpark, Abteilung III“ getroffen. Etwa 55 Prozent der rund 150 Kleingärtner sind für aufgeben, der Rest würde weitermachen. In der Diskussion ist jetzt eine schrittweise Auflösung, gestaffelt über mehrere Jahre. Anfang September gibt es dazu eine Mitgliederversammlung. Wie der Stadtverband informiert, haben rund 100 Gartenfreunde aus den Anlagen, die sich auflösen, in anderen Vereinen wieder Parzellen gepachtet.

In den Anlagen, die vom Hochwasser betroffen waren, die aber weitermachen, wurden bisher 60 bis 70 Gärten abgegeben.

Für die Maßnahme des Jobcenters stehen Mittel des Bundes zur Beseitigung von Hochwasserschäden zur Verfügung. In Dessau laufen insgesamt drei Maßnahmen – eine beim Gartenverband und zwei bei der Stadt. Letztere beginnen diese Woche mit der Beräumung von Rad- und Wanderwegen sowie des Grabensystems. Insgesamt werden 130 Langzeitarbeitslose im Einsatz sein. 200 000 Euro hat der Bund dafür bereitgestellt.

Quelle: mz-web.de

Hochwasser wirbelt Pläne durcheinander

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserfolgen

Vor Ort informierten sich die Stettener Ortschaftsräte über verschiedene Probleme im Ort, um eventuell notwendige Maßnahmen in den Haushaltsplan 2014 aufnehmen zu können.

Die Tour startete an der Schutzhütte zwischen Stetten und Burladingen. Idyllisch gelegen, jedoch immer wieder Ort mutwilliger Zerstörungen. Rollläden werden herausgerissen, Teile der Holzverkleidung zu Feuerzwecken missbraucht und sogar Tischplatten aus Beton zerbrochen. Eine erste Auslichtung der umgebenden Pflanzung hat schon Besserung gebracht, eine weitere Reduzierung des Bewuchses zur Straße ist geplant, um eine bessere Einsicht zur Anlage zu schaffen.

Beschwerden über den Zustand des neuen Spritzbelages im Kirchholzweg wurde nachgegangen bevor man sich im Bereich des Kielweges Gedanken über den Straßenzustand machte. Unübersehbar die Setzungen der Straße hangabwärts, eine umfassende Sanierung sehr aufwändig, wegen des geringen Verkehrsaufkommens will man es vorerst bei punktuellen Instandsetzungen belassen. Im Bereich der Brücke beim Gasthof Hirsch ging es um noch bestehende Hochwasserschäden und den möglichen Umbau der Straßenbeleuchtung von Überspannlampen auf Mastleuchten.

Nach Hochwasser hat die Festhalle höchste Priorität

Für die Besichtigung der Renovierung der Festhalle nahm sich das Gremium viel Zeit. Ortsvorsteher Hans Locher berichtete dass die Trocknungsarbeiten abgeschlossen seien und das Verlegen des neuen Bodens und der Einbau der neuen Prallwände Hand in Hand gingen, so dass terminlich keine Probleme entstünden. Da man sich im Ortschaftsrat einig war die Halle im Zuge der Renovierung farblich aufzupeppen gelte es nun sich über ein Farbkonzept zu einigen. Die von Locher vorgelegten Konzepte fanden keine Mehrheit, überhaupt soll nochmals überlegt werden, ob man die alte Holzverkleidung nicht doch belässt und farbliche Elemente nur im Bereich der Prallwände und der Fensterrahmen verwendet. Letztlich wurde eine Entscheidung vertagt, auch mit dem Wunsch zur besseren Beurteilung flächige Farbmuster vorzulegen.

Im Sitzungssaal stand die Mittelanmeldung für den Haushaltsplan 2014 im Vordergrund. Durch das Hochwasserereignis sei das bisherige Konzept, so Ortsvorsteher Hans Locher, durcheinandergewirbelt worden, deshalb müssten Korrekturen vorgenommen werden. Die Renovierung der Festhalle habe erste Priorität, der Wunsch der Vereine nach einer größeren Küche könne allerdings nicht im Zusammenhang mit den Hochwasserschäden realisiert werden. Die Überlegungen für einen Küchenanbau hinter dem Foyer sind soweit gediehen dass dafür an erster Stelle 80.000 Euro in den Haushalt 2014 eingestellt werden sollen. An zweiter Stelle folgt die Sanierung der Brücke beim Feuerwehrhaus, auf Platz drei der Umbau der Ortsbeleuchtung, auf Platz vier Instandhaltungsmaßnahmen an der Ruine Holstein und auf Platz fünf Innenrenovierungsarbeiten an der Friedhofskirche. Mehr wäre schon wünschenswert, aber, so Locher, mehr als eine oder zwei Maßnahmen werde nicht genehmigt.

Quelle: schwarzwaelder-bote.de

Thüringens Forstverwaltung steckt in diesem Jahr ein Drittel ihrer Gelder für den Waldwegebau in die Beseitigung von Hochwasserschäden. Das Juni-Hochwasser habe im Staatswald Schäden in Höhe von 2,65 Millionen Euro an Wegen, Befestigungen, Dämmen und Durchlässen angerichtet, teilte Thüringenforst gestern mit. Diese würden jetzt beseitigt.

Besonders betroffen seien die Wälder rund um Jena und Stadtroda (Saale-Holzland-Kreis), wo Wege teilweise komplett weggespült wurden und Hänge rutschten, sagte Sprecher Horst Sproßmann. Insgesamt investiert Thüringenforst in diesem Jahr 7,7 Millionen Euro in den Waldwegebau. Dies sei das umfangreichste Investitionsprogramm für Walderschließung der vergangenen Jahre.

Unter anderem sollen 121 Kilometer neue Forstwege gebaut werden – nach Angaben der Forstverwaltung in rein ökologischer Bauweise mit Verzicht auf Asphaltierung und Flächenversiegelung. Vorgesehen sind auch der Neubau von vier und die Sanierung von 15 Brücken und Durchlässen. Die Arbeiten sind laut Forstverwaltung teilweise schon im Gange, was für Waldbesucher Einschränkungen bei der Begehbarkeit der Wälder mit sich bringt. Thüringenforst ist mit 200 000 Hektar Waldfläche größter Waldbesitzer im Freistaat. Insgesamt finden sich auf rund 550 000 Hektar in Thüringen Wälder.

Quelle: otz.de

 

Das Juni-Hochwasser hat in Sachsen-Anhalts Wäldern Schäden von mindestens 40 Millionen Euro verursacht. Wie das Agrarministerium in Magdeburg mitteilte, sind unter anderem Wege, Befestigungen und Dämme stark beschädigt worden. Die Begutachtung aller Wälder im Land wurde aber noch nicht abgeschlossen. Deshalb kann die bislang angenommene Schadenssumme von mindestens 40 Millionen Euro noch steigen. Über die Beseitigung der Schäden soll nach der Bestandsaufnahme entschieden werden. In Sachsen-Anhalt gibt es derzeit mehr als 500.000 Hektar Wald.

Quelle: mdr.de

Unabhängige Hilfsgelder für Hochwasser-Opfer

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in Bayern, finanzielle Hilfen
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Neue Zuschussprogramme sollen die Schäden des Hochwassers bis zu 80 Prozent abdecken. Versicherung und Hochwasserzonen spielen für die Förderung dabei keine Rolle.

Ein neues Zuschussprogramm soll den Betroffenen des Hochwassers im Juni dieses Jahres den Neustart erleichtern: Unabhängig von der Versicherbarkeit oder einer Einordnung in eine sogenannte „ZÜRS-Zone“ sollen nun die Hilfsgelder fließen, wie die OVB-Heimatzeitungen berichten. Hausbesitzer und Mieter sollen so die Möglichkeit erhalten, bis zu 80 Prozent der Schäden zu ersetzen. Die restlichen 20 Prozent könnten über Spenden finanziert werden.

Anspruch auf diesen neuen Zuschuss hat jeder, der direkt vom Hochwasser betroffen war. Abgezogen werden dann bereits erhaltene Zuschüsse aus Sofortgeldern und Versicherungsleistungen. Im Antrag wird ebenfalls nach erhaltenen Spendengeldern gefragt, wie das OVB in seiner Mittwochsausgabe schreibt.

Anträge für das Zuschussprogramm

In Stadt und Landkreis Rosenheim sowie im Landkreis Traunstein stehen die Anträge bei den Gemeindeämtern und auf den Webpräsenzen der jeweiligen Gemeinden zur Verfügung.

Auch die Stadt Freilassing und die Gemeinde Laufen stellen die Anträge zum Zuschussprogramm auf ihrer Homepage sowie vor Ort bereit. Antragsfrist für die Sofortgelder ist in Freilassing der 30. Dezember 2013. In der Gemeinde Laufen können Anträge bis zum 30. September 2013 abgegeben werden, wobei anschließend der Spendentopf der Stadt ausgeschüttet wird. Laufen will die Regelung der Sofortgelder unkompliziert und möglichst unbürokratisch halten. Für einen genehmigten Antrag in Freilassing sind dagegen Nachweise wie Rechnungen bei Haushaltsschäden oder Kostenvoranschläge bei Gebäudeschäden vorzuzeigen. Für Schäden, die vom Staat nicht gedeckt werden, können auch hier Anträge auf Spendengelder gestellt werden.

Quelle: rosenheim24.de

Nach dem Hochwasser: Der Zahnarzt bohrt jetzt im Container

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserfolgen

Das verheerende Juni-Hochwasser hat auch Zahnarzt Andreas Ponn mit voller Wucht getroffen. Der Berchtesgadener hatte erst im Februar 2012 eine Praxis im nahen Freilassing übernommen und an die 300 000 Euro investiert. Die Wassermassen der Salzach zerstörten das Labor im Keller, auch die Behandlungsräume im Erdgeschoss standen unter Wasser. Alle medizinischen Geräte, darunter die drei Behandlungsstühle, wurden am 2. Juni vernichtet. „An dem Tag stand ich vor dem Nichts“, erinnert sich Ponn. Jetzt bohrt der Zahnarzt in einem umgebauten Bürocontainer, bis September sollen die Sanierungsarbeiten in der Praxis abgeschlossen sein.

Harald Aichhorn ist der Vorgänger von Andreas Ponn, ihm gehört das 1948 errichtete Haus. „Wegen der starken Regenfälle bin ich an diesem Sonntag um 6.30 Uhr von Saaldorf zum Heideweg gefahren. Dass das Grundwasser zu diesem Zeitpunkt schon in den Keller eingedrungen war, überraschte mich nicht“, so Aichhorn. „Doch als ich die Pumpe im Keller einschalten wollte, sah ich plötzlich über die Wiese kommend eine große Welle. Wie ein Tsunami überschwemmte diese meterhohe Welle binnen kurzer Zeit alles.“

Aichhorn, sein Sohn sowie Ponn und dessen Vater versuchten noch, Laborgeräte aus dem Keller zu retten. „Erst standen wir knietief im Wasser, dann drückte das Wasser durch die Sogwirkung plötzlich die Tür zu und das Wasser im Keller stieg bedrohlich an“, erinnert sich Aichhorn. „Mein Sohn hat dann gesagt „jetzt nichts wie raus, sonst gibt’s Tote” – er hat recht gehabt.“

Am Tag danach war das Ausmaß der Schäden klar, an Behandlungen nicht zu denken, die Gerätschaften nicht mehr zu gebrauchen. Die Schadenshöhe liegt im sechsstelligen Euro-Bereich. „Ich dachte, ich hätte mich gegen alles versichert“, sagt Andreas Ponn. Doch der Versicherungsvertreter zog seine anfängliche Zusage zurück. „Da ist mir erst einmal schlecht geworden.“ Nach einigem Hin und Her übernimmt die Versicherung wenigstens einen Teil des Schadens. „Rund 40 000 Euro bleiben aber wohl bei mir hängen“, schätzt Ponn.

Die Ungewissheit war groß. „Man steht einfach vor dem Nichts“, so der Zahnarzt. Kollegen aus Freilassing boten ihm zwar Hilfe an. Ponn hätte stundenweise Behandlungsstühle in anderen Praxen nutzen können. „Aber das war logistisch kaum machbar, weil meine Mitarbeiter und ich ja auch sämtliche Krankenakten und Computer hätten mitnehmen müssen.“ Über Umwege erfuhr er dann von der Praxis im Container – die rettende Idee.

Ponn mietete für sechs Monate zwei Container, in einem sind zwei Behandlungsstühle und Geräte verstaut, die möglicherweise repariert werden können. Im zweiten circa zehn Quadratmeter kleinen Container behandelt er seine Patienten: Zwei Stühle als Wartezimmer, ein kleiner Schreibtisch für die Assistentin, der eigentliche Behandlungsraum durch zwei Aufstellwände getrennt. Statt bis zu 35 Patienten kann Ponn derzeit maximal 15 Patienten am Tag behandeln. „Die Patienten reagieren zum Glück verständnisvoll. Einer hat uns in den ersten Tagen eine Brotzeit spendiert mit den Worten „weil’s euch so arg erwischt hat”.

Quelle: schwaebische.de

Bislang mehr als 100 Wiederaufbau-Anträge nach Hochwasser gestellt

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in Sachsen

106 Förderanträge zum Wiederaufbau nach dem Hochwasser sind bislang in Sachsen gestellt worden. 28 kamen von Unternehmen, 78 von Privatleuten und Vereinen, wie die Sächsische Aufbaubank am Montag auf Anfrage mitteilte. Bei diesen Antragstellern summierten sich die Schäden auf zusammen 6,3 Millionen Euro, hieß es. Aus den Kommunen lägen wegen des speziellen Verfahrens noch keine Anträge vor.

Seit nunmehr drei Wochen können staatliche Hilfen beantragt werden. Die Prozedur ist aufwendig, weil im Gegensatz zur Soforthilfe zum Beispiel Gutachten eingeholt werden müssen. Das Fördergeld kommt aus dem nationalen Wiederaufbaufonds, Sachsen erhält rund 1,7 Milliarden Euro.

Quelle: lvz-online.de

Dem vom Hochwasser stark betroffenen Unternehmen wird erneut finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt.

In einer Pressemitteilung stellt das Thüringer Wirtschaftsministerium für die beim Juni-Hochwasser stark betrof­fene Stahlgießerei Silbitz Guss erneut Hilfen in Aussicht.

Das Unternehmen könne in Kürze Unterstützung aus dem Aufbauhilfefonds beantragen, den Bund und Länder gemeinsam finanzieren, heißt es. „Vergangene Woche wurde er vom Thüringer Kabinett verabschiedet, jetzt muss er in Brüssel no­tifiziert werden“, sagte die stell­vertretende Pressesprecherin des Wirtschaftsministerium, ­Larissa Schulz-Trieglaff.

Der Fonds stellt unter anderem Hilfen für Unternehmen und wirtschaftsnahe Infrastruktur zur Verfügung. „Sobald der mit insgesamt acht Milliarden Euro ausgestattete Aufbauhilfefonds zur Verfügung steht, kann das Unternehmen finanzielle Hilfen beantragen.“

Landesbürgschaft wurde nicht benötigt

Das Thüringer Wirtschafts­ministerium und die Thüringer Aufbaubank (TAB) stünden ­darüber hinaus in engem Kontakt mit den Geschäftsführern von Silbitz Guss. Wirtschafts­minister Matthias Machnig (SPD) hatte dem Unternehmen bei seinem Besuch im Juni Unterstützung mittels einer Landesbürgschaft angeboten, die Silbitz aber nicht in Anspruch nehmen wollte, da das Unternehmen von seiner Versicherung Geld für den Produktionsausfall und zur Besei­tigung der Hochwasserschäden bekommen sollte, so die Pressesprecherin. Der TAB-Vorstandsvorsitzende Matthias Wierlacher sei das erste Mal sofort nach Beginn des Hochwassers und kurze Zeit später ein weiteres Mal bei dem Unternehmen gewesen, um Hilfe anzubieten und zu beraten.

Soforthilfeprogramm traf nicht auf Unternehmen zu

Der Thüringer Wirtschafts­minister hatte in Abstimmung mit den Kammern und Verbänden der Wirtschaft ein Sofort­hilfeprogramm in Höhe von zehn Millionen Euro initiiert, das am 17. Juni in Kraft getreten ist. „Leider konnte Silbitz davon nicht profitieren, da das Unternehmen nicht zu den Kleinunternehmen und Mittelständlern zählt“, so Larissa Schulz-Trieglaff.

Quelle: otz.de

Das Hochwasser und die Landwirtschaft

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in Bayern

http://www.br.de/nachrichten/interview-walter-heidl-bayerischer-bauernverband-100.html

Quelle: br.de

 

In München ist das Kabinett zusammengekommen um erneut über die Folgen des verheerenden Hochwassers im Juni zu beraten. Im Zentrum stehen der Hochwasserschutz und die finanzielle Bewältigung der Schäden.

Beratungen im Kabinett

Auch die Landräte der Landkreise Deggendorf und Passau sowie die Stadtoberhäupter von Regensburg und Passau nehmen an der Sitzung teil. Mit ihrer Unterstützung soll entschieden werden, wohin wieviel Geld fließen soll. Bereits gestern hatte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) versprochen, den Hochwasserschutz und die Wiederaufbauhilfe für Flutopfer zügig voranzutreiben. Bund und Länder hatten sich darauf verständigt, die Betroffenen mit acht Milliarden Euro aus einem Hochwasserfonds zu unterstützen.

500 Millionen Euro Schaden alleine in Deggendorf

Der bayerische Regierungschef besuchte am Dienstag die besonders stark betroffenen Orte Niederalteich und Fischerdorf im niederbayerischen Landkreis Deggendorf. Zusammen mit Umweltminister Marcel Huber (CSU) suchte Seehofer das Gespräch mit den betroffenen Menschen und hörte sich ihre Probleme bei der Sanierung von Häusern und Wohnungen an.

Den Geschädigten versprach er, dass sie noch im Laufe des Monats Geld erhalten. In Einzelfällen seien aber noch offene Fragen zu klären. Nach der Hochwasserkatastrophe müssen in Fischerdorf etliche Wohnhäuser abgerissen werden, wie der Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter (CSU) berichtete. Grund seien erhebliche Schäden an der Statik oder Kontamination durch ausgelaufenes Heizöl. Der Hochwasserschaden im Raum Deggendorf wird auf rund 500 Millionen Euro geschätzt.

Bilder aus Deggendorf

Sanfter Donausausbau für besseren Hochwasserschutz

Zum besseren Schutz vor Hochwasser kündigten Seehofer und Huber an, notwendige Maßnahmen mit Hochdruck umzusetzen. Neben neuen Deichen müssten natürliche Ausweich- und Rückhalteflächen für Hochwasser entlang der Flüsse geschaffen werden. Landwirte, Bürger und Naturschützer will der Ministerpräsident an den Plänen für den Hochwasserschutz beteiligen. Zwangsmaßnahmen solle es keine geben.

Ein klares Bekenntnis legte Seehofer zum sogenannten sanften Donauausbau ab. Die Entscheidung sei unumkehrbar und schaffe Klarheit auch mit Blick auf den Hochwasserschutz. Darin will die Staatsregierung bis zum Jahr 2022 nun 3,4 Milliarden Euro investieren, wie Umweltminister Huber sagte. Zunächst waren 2,3 Milliarden Euro eingeplant gewesen.

Seehofer und Huber vor Ort

Quelle: br.de

„Beim Hochwasserschutz gibt es kein Sorglos-Paket“

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz, Thüringen

Erfurt. Das Jahr 2013 stellte die Erfurter Wasserexperten schon vor einige Herausforderungen. Die Schutzbauten haben sich bisher aber bewährt.

Wie beurteilt der Wasserexperte den bisherigen Jahresverlauf 2013?

 

Das Jahr 2013 ist wasserwirtschaftlich schon jetzt eine Herausforderung.

 

Sie unterscheiden zwischen Starkregen, Schneeschmelze, Hochwasser. Wo ordnen Sie die Erfurter Ereignisse von Mai und Juni ein?

 

Die Schneeschmelze 2013 ist relativ geordnet abgeflossen. Dann kamen die Niederschläge im Mai zu Pfingsten und bis 2.Juni. Der starke Regen stellte die Nebenvorfluter in den Ortsteilen auf eine Bewährungsprobe.

 

Danach kam ein Dauerregengebiet, das das Einzugsgebiet von Gera und Apfelstädt reichlich mit Wasser versorgte. Hier waren die Hochwasserspitzen am 31. Mai und 1. Juni am Pegel Möbisburg etwa mit dem Sommerhochwasser von 1984 vergleichbar. Damit nicht genug, folgte am 20. Juni ein Niederschlagsgebiet über den Haarberg, es traf den Linderbach. In 2 Stunden fielen 80 Liter auf den Quadratmeter. Diese Menge in diesem Zeitraum liegt über dem statistischen Abflusswert des Jahrhunderthochwassers (HQ100), der die Hochwassermenge für Gewässer einstuft.

 

Stichwort Hochwasserschutz – was hat sich bewährt ?

 

Dank der Gewässerumbauten am Eingang zum Orphalgrund blieb in Tiefthal der Weißbach in seinem Bett. Die Schadensbilanz für Erfurt fiel dank einer guten Gewässerunterhaltung und einer guten Koordinierung in der Leitstelle des Katastrophenschutzes relativ gering aus.

 

Gut klappte das Zusammenspiel der Freiwilligen Wehren mit den Ämtern der Stadt. Den Hochwasserschutz in Möbisburg konnten wir leider aus planungsrechtlichen Gründen bis jetzt noch nicht umsetzen. Der Planfeststellungsbeschluss ist aber jetzt rechtswirksam.

 

Sie sind auch Fachberater im Katastrophenschutz. Wo sehen Sie dringend Handlungs- und Klärungsbedarf?

 

Zuallererst müssen Hochwässer als ein Naturereignis und als ester Bestandteil des natürlichen Wasserkreislaufs vom Bürger akzeptiert werden. So ein starker Niederschlag wie am 20. Juni kann von keiner Kanalisation und teils von den Gewässern nicht aufgenommen werden. Auch fehlt es dem Wasser durch die Bebauung an Platz zum Abfließen.

 

Konnte der Deich nach den Problemen 2011 bei Bischleben rechtzeitig stabilisiert werden?

 

Die Ursachen der plötzlichen Setzung konnten nicht mehr ermittelt werden. Die zuständige Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie ertüchtigte den Deich. Gleichzeitig wurde das Gewässerbett geräumt. Das hat sich in Bischleben beim Hochwasser positiv ausgewirkt.

 

Haben sich die Schutzbauten bei Molsdorf bewährt?

 

Ja, die Schutzbauten und auch der kleinteilige Hochwasserschutz in den Oberläufen der Kleingewässer.

 

Es fallen aber immer die selben Namen bei den Katastrophenmeldungen: die Wasserdörfer Hochheim, Bischleben zum Beispiel. Ist Büßleben neu dazu gekommen und warum?

 

Wir müssen bei den Hochwasserereignissen unterscheiden: Im Bereich des Linderbaches waren die Niederschläge – eine Sturzflut – am 20. Juni besonders heftig. Der Peterbach in Büßleben ist Bestandteil des Linderbaches in seinem Oberlauf.

 

Dort gibt es Gewässereinbauten, die den Abfluss behindern; zum einen die Brücke über den Peterbach an der Straße „Zur Trolle“ und zum anderen die Wehreinbauten am Platz der Jugend. Hier ist immer die Gefahr, dass sich durch umgestürzte Bäume oder herabfallende Äste Treibgut bildet. Das macht bei Hochwasser zusätzliche Probleme.

 

Nach Ihren Beobachtungen: Werden die Unwetterabstände kürzer und deren Heftigkeit weiter zunehmen? Was bedeutet das für den Schutz?

 

Ob die Häufigkeit zunimmt oder ob wir durch eine hochwertigere Nutzung der Grundstücke empfindlicher geworden sind, mag ich nicht beurteilen. Am 24. Mai haben wir erst der Thüringer Sintflut von Bruchstedt im Jahr 1950 gedacht.

 

Wir werden unsere Philosophie zur Schaffung von naturnahen Wasser-Rückzugsräumen in den Oberläufen der Gewässer mit den Kollegen von Naturschutz und Gewässerunterhaltung mit Nachdruck fortsetzen. Wo notwendig, setzen wir den technischen Hochwasserschutz um wie am Wiesenbach und an der Gera in Möbisburg.

 

Wichtig ist es, die Bürger zu sensibilisieren, dass Starkniederschläge wie am Linderbach oder Hochwässer wie an der Gera immer Naturereignisse sind, die nicht einhundertprozentig durch Hochwasserschutzmaßnahmen verhindert werden können. Es gibt kein Sorglospaket im Hochwasserschutz. Jeder muss an seinem Haus und Grundstück prüfen, wie durch Eigenvorsorge Schäden durch Hochwasser vermieden werden können. Das nächste Hochwasser, das nächste Starkregenereignis kommt bestimmt.

Quelle: otz.de

 

Hochwasser-Modalitäten lassen weiter auf sich warten

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen, Thüringen

Das Ministerium nennt jetzt den 20. August, an dem die Richtlinien in Kraft treten sollen. „Voraussichtlich“.

Erfurt. Die zeitliche Lücke zwischen Soforthilfe gegen Hochwasserschäden und staatlichem Hilfsprogramm ist immer noch nicht geschlossen.

 

Wie das Thüringer Bauministerium gestern mitteilte, sollen die Richtlinien zur Umsetzung der Hochwasser-Hilfsprojekte in den Bereichen Infrastruktur, private Haushalte, Wirtschaft, Landwirtschaft und Kultur voraussichtlich am 20. August 2013 in Kraft treten.

 

Den Angaben zufolge können danach auch Privathaushalte die Anträge zur Regulierung unter http://www.tmblv.de downloaden. Zurzeit befinden sich die Richtlinien „Kommunale Infrastruktur“ und „Schäden an Wohngebäuden/Hausrat“ in der Abstimmung mit dem Rechnungshof und den kommunalen Spitzenverbänden, sagte Ministeriumssprecher Fried Dahmen.

 

Privathaushalte müssen ihren Schadensantrag von der zuständigen Stadt- oder Gemeinde­verwaltung amtlich bestätigen lassen. In den besonders betroffenen Gebieten werden zurzeit regionale Wiederaufbauteams eingerichtet, die vor Ort helfen. Dazu zählen die Ostthüringer Landkreise Saale-Holzland, Greiz und Altenburger Land sowie Gera.

 

Bundes- und Landesregierung hatten betont, dass noch im August die Auszahlung der staatlichen Hilfsgelder beginnen soll. Der Fluthilfefonds umfasst acht Milliarden Euro. Auf Thüringen entfallen 6,8 Prozent.

Quelle: otz.de

Treuener Baufirma Goldbeck GmbH übergibt die Hochwasserspende an den Lions Club der Stadt

Greiz. Ein Steinmetz, ein Dölauer Anlagenbauer und andere Firmen, die durch das Hochwasser schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden, sollen von der 5000-Euro-Spende der Goldbeck Bauelemente Treuen GmbH beim Wiederaufbau unterstützt werden. Das kündigte Wilhelm Wüstner an, der als Präsident des Lions Club Greiz die Spende in Empfang nahm.

 

Das 3000 Mitarbeiter starke Unternehmen Goldbeck, so der Treuener Geschäftsführer Lars Luderer, habe in acht Niederlassungen in Deutschland je 10 000 Euro für Hochwasseropfer bereitgestellt. Über den Treuener Standort landete dieses Geld zu gleichen Teilen in Weischlitz und in Greiz. Das sei zum einen länderübergreifende Hilfe, zum anderen eine Pflege des „Clubkontakts“, sagt Luderer, der bei den Lions in Auerbach Mitglied ist und einen guten Draht nach Greiz habe.

Quelle: otz.de

Sparkasse Aurich-Nord hilft Sportvereinen

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in Thüringen

Büromöbel nach Ronneburg geliefert. Vom Hochwasser betroffene Vereine können sich bei der Firma BLR melden.

Ronneburg. Selbst bis nach Aurich in Ostfriesland im Nordwesten Niedersachsens war die Nachricht vom Hochwasser in der Region Gera und dem Landkreis Greiz gedrungen. Verständlich, dass man sich in der Sparkasse Aurich-Nord zuerst um die Filialen der Sparkasse Gera-Greiz sorgte. So erhielt Annika Kövesdi, seit Ende 2012 Managementassistentin in der Hauptstelle der Sparkasse Gera-Greiz in Gera und früher bei der Sparkasse in Aurich-Nord tätig, einen Anruf, der Hilfe versprach. Für die Sparkasse konnte sie Entwarnung geben, berichtete aber, dass das Hochwasser unter anderem große Schäden in den Sportstätten im Bereich des Stadtsportbundes Gera und des Kreissportbundes Greiz angerichtet hatte.

 

Neben den Schäden an der baulichen Substanz der Sportstätten sowie bei den Sportgeräten, hatte das Hochwasser auch große Teile von Büromöbeln zerstört. Die Sparkasse Aurich-Nord, die sich kürzlich mit neuen Büromöbeln ausgestattet hatte, entschied sich, die dabei ausgelagerten Büromöbel den vom Hochwasser betroffenen Vereinen in Gera und im Landkreis Greiz zu sponsern.

 

So fuhren gestern früh zwei große Lkw, voll gepackt mit Schreibtischen, Tischen, Tischplatten, Stehtischen, Stühlen, Rollstühlen, Holz- und Metallschränken auf dem Hof der BLR Lager- und Handelshaus GmbH im Heidelbergweg 9 in Ronneburg vor. Am Vorabend waren sie von Emden aus gestartet und hatten in gut zwölf Stunden mit Ruhepausen die 600 Kilometer lange Strecke zurückgelegt.

 

In Ronneburg wurde der Transport vom Präsidenten des Stadtsportbundes Gera und Vorstand der Sparkasse Gera-Greiz, Markus Morbach, dem Vorsitzenden des Kreissportbundes Greiz, Uwe Jahn und Andreas Lauterbach, Geschäftsführer der BLR GmbH und Mitglied des SSB Präsidiums empfangen. Letzterer stellt für die Lagerung der Büromöbel kostenlos eine Fläche von ca. 200 Quadratmeter zur Verfügung.

 

„Wir sind der Sparkasse in Aurich-Nord unendlich dankbar für die schnelle, unkomplizierte und umfangreiche Hilfe. Ich möchte auch im Namen der vom Hochwasser betroffenen Vereine Dank sagen, bietet sich doch für sie so die Möglichkeit, sich mit fast neuen Möbeln auszustatten“, betonte Markus Morbach. Auch Uwe Jahn lobte die hohe Qualität. „Wenn ich die Möbel so sehe, glaube ich, dass es sicherlich dafür in ganz Deutschland Begehrlichkeiten geben würde.“

 

Hart getroffen vom Hochwasser im Landkreis Greiz seien vor allem sieben Vereine – SV Elstertal Bad Köstritz, FSV Berga, SV Caaschwitz, Schwimmclub Greiz, FSV Mohlsdorf, Hundesportverein Steinsdorf und ThSV Wünschendorf, so Uwe Jahn, der den Schaden bei den Sportstätten im Landkreis Greiz mit 260″000 Euro beziffert, 90″000 Euro davon an Sportanlagen und Ausstattung. Weitaus höher sind die Schäden in Gera, die Markus Morbach mit 7,2 Millionen Euro angibt. Vor allem betroffen sind die Schwimmsporthalle, das Sportzentrum Vollersdorfer Straße, die Stadien der Freundschaft, Karl Harnisch, Am Steg, Reitstadion und die Panndorfhalle.

 

Die Sportvereine können sich in den Geschäftsstellen von Stadt- und Keissportbund melden und Termine zur Besichtigung der Möbel vereinbaren.

 

Quelle: otz.de

Saale-Eger-Region bekommt Risiko-Karten

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in Bayern

Bayern investiert viel Geld in Hochwasser-Risiko-Karten, um künftig Schäden bei extremen Hochwassern zu minimieren. Die Saale-Eger-Region hat am Dienstag (06.08.13) als erstes Flussgebiet in Bayern diese Karten bekommen.

Trotz zahlreicher Hochwasser werden erst jetzt in Bayern detaillierte Gefahren-Karten erstellt. Insgesamt investiert Bayern nach Auskunft des Landesamts für Umwelt momentan rund 30 Millionen Euro, um bayernweit die Hochwasser-Risiken für 20 Regionen genau darzustellen.

Karten unter anderem als Planungsgrundlage

Für diese Karten haben die Hochwasser-Experten jeweils drei Szenarien durchgespielt, nämlich häufige Hochwasser, 100-jähriges sowie Extremhochwasser. Im Detail wird dann dargestellt, welche Gebiete wie weit und mit welchem Pegelstand überflutet werden. Diese Karten sollen unter anderem als Planungsgrundlage für künftige Wohn- und Gewerbegebiete dienen.

Quelle: br.de