Flut-Opfer sollen sich versichern

Veröffentlicht: August 4, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt

Ministerpräsident Haseloff appelliert an die Bevölkerung, künftig für Schäden durch Hochwasser besser vorzusorgen. Bund und Länder stellen ein Hilfspaket von acht Milliarden Euro zur Verfügung.

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) appelliert an die Bevölkerung, künftig für Schäden durch Hochwasser besser vorzusorgen. „Nach der Flut ist vor der Flut“, sagte Haseloff am Freitag. Das Land tue seinen Teil und verstärke massiv den Schutz vor Überschwemmungen. Bis 2020 werde die Regierung 600 Millionen Euro und damit 270 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant in verbesserte oder neue Deiche, Überflutungsflächen sowie andere Schutzmaßnahmen investieren. „Auf das nächste Hochwasser müssen wir besser vorbereitet sein“, sagte Haseloff.

Nur ein Prozent nicht versicherbar

Das gelte aber auch für Privatleute, deren Versicherungsquote sei „deutlich zu steigern“. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft ist in Deutschland nur ein Prozent aller Gebäude nicht versicherbar. In Sachsen-Anhalt sei allerdings nur knapp die Hälfte der Gebäude in Hochrisikogebieten gegen Elementarschäden versichert.

Haseloff mahnte, private Hauseigentümer, Betriebe und auch Kommunen dürften sich nicht dauerhaft darauf verlassen, dass der Staat bei der Beseitigung von Schäden wie durch Hochwasser helfe. Nach dem verheerenden Juni-Hochwasser stellen der Bund und alle Bundesländer insgesamt acht Milliarden Euro für den Wiederaufbau in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Bayern zur Verfügung. „Das ist nicht selbstverständlich“, sagte Haseloff, der den anderen Ländern für die Solidarität dankte. „Wir können davon ausgehen, dass es ein so großzügiges Hilfsprogramm nicht noch einmal geben wird“, so Haseloff. Deshalb sei die private Vorsorge so wichtig.

Haseloff und Finanzstaatssekretär Jörg Felgner (SPD) verkündeten am Freitag die Details der Wiederaufbau-Hilfen unter anderem für Privatleute, Firmen und Landwirte. Ab Montag soll das größte Wiederaufbauprogramm nach einer Naturkatastrophe in der Geschichte Sachsen-Anhalts anlaufen: 2,4 Milliarden Euro verteilt die Landesregierung insgesamt aus dem Bund-Länder-Fonds – drei Mal soviel wie nach der Flut 2002.

Privatleute bekommen maximal 80 Prozent ihres Schadens erstattet

„Keine Gruppe von Geschädigten bleibt ohne Hilfe“, versprach Felgner. Privatleute etwa bekommen allerdings maximal 80 Prozent ihres Schadens erstattet, auf dieser Höchstgrenze hatte die Bundesregierung bestanden. Ansonsten würden jene benachteiligt, die sich versichert haben. Anträge auf Hilfen erhält man bei den Kommunen, abgewickelt wird die Förderung aber über die Landes-Investitionsbank. Felgner sicherte eine unbürokratische Bearbeitung zu. Geld gebe es genug. „Kein Fall wird am Geld scheitern, es sind ausreichend Mittel da“, so Felgner.

Quelle: mz-web.de

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