Nur kurzes Durchatmen: Andreas Schott kommentiert meine Woche

Veröffentlicht: August 3, 2013 von fluthelfer in Thüringen

Andreas Schott über Hochwasser-, Bau- und Hitzewellen

Durchatmen war Anfang der Woche angesagt. Mit dem lang ersehntem Regen purzelten die Grade zwar fast aus dem Thermometer, rutschten um bis zu 20 Grad, doch erfrischend war es nach dem tropischen Backhaus-Klima allemal.

 

In der Weihertalmühle sind nach dem Hochwasser die Wege zu einem Großteil wieder instand gesetzt. Auch der Verbindungsweg von der Mühle nach Stadtroda soll wieder gerade gerückt werden, lautet die Botschaft aus dem Stadtrodaer Rathaus. Nun bleibt nur, sich emsig der Kernaufgabe zu stellen. Und die lautet, sich dem Hochwasserschutz, beginnend an der Patsch­mühle, zu stellen. Hier ist rasches Handeln angesagt. Extreme Witterungsbedingungen begleiten uns zunehmend. Und die nächste Wasserwelle wartet sicher schon.

 

Hochwasser ist für Bad Klosterlausnitz zum Glück kein Thema. Doch hier schwappt dafür eine Bauwelle durch den schmalen Talweg. Das Gute daran ist, dass die Gemeinde dafür frühzeitig Gelder in den Haushalt eingestellt hat. Eigentlich sollte das Vorhaben schon letztes Jahr umgesetzt werde. Es scheiterte an mangelndem Interesse, denn an der Ausschreibung soll sich kein Bauunternehmen beteiligt haben! Was es alles gibt. Zumal sich die Zahl der Bauvorhaben, die sich Kommunen noch leisten können, in den nächsten Jahren aufgrund klammer Kassen weiter minimieren wird.

 

Gegen das nächste Hochwasser hat sich Laasdorf mit einer grundhaften Renaturierung entlang der Roda gewappnet. In zwei Bauabschnitten haben die Laasdorfer in den Jahren 2010/11 und 2012/13 ihr Vorhaben ausgeführt. Sicher sind 360 000 Euro ein Batzen Geld, auch wenn davon die Thüringer Aufbaubank 70 Prozent der Kosten getragen hat, bleiben immerhin noch 108 000 Euro für den Ort mit 550 Einwohnern „übrig“. Und dass sich die Investition gelohnt hat, zeigte kurz vor Abschluss der Baumaßnahme das einflutende Hochwasser. Vergleichsweise glimpflich sei der Ort davon gekommen, konnte der Bürgermeister konstatieren. Zugleich forderte er Anrainer der Roda auf – flussauf- und flussabwärts – einen Zweckverband zu gründen, um gemeinsam etwas bei dringend notwendigen Renaturierungsarbeiten entlang der Roda zu tun. Die nächste Welle kommt bestimmt, jetzt aber erst mal wieder die Hitzewelle!

Quelle: otz.de

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