Machnig, Ex-OB Rauch und das Hochwasser: Sylvia Eigenrauch kommentiert die Woche

Veröffentlicht: August 3, 2013 von fluthelfer in Thüringen

Schlagabtausch mit Offenbarungen und Hochwasser-Folgen.

Auf eigentümliche Weise ist in Gera der Bundestagswahlkampf gestartet. Mit einem alten Thema und einem Kämpfer, der hier seinen Wahlkreis nicht hat. Thüringens Wirtschaftsminister Machnig, der zum Schattenkabinett von Peer Steinbrück gehört, teilt in Richtung Gera aus. „Abwicklungspolitik“ wirf t er den politisch Verantwortlichen vor und legt nach, als ihn die CDU-Fraktion an ein gebrochenes Fördermittel-Versprechen für das Kunsthaus erinnert. In seiner Antwort entblößt Machnig die Oberbürgermeisterin als Alleinentscheiderin. Das ist pikant. Am 20. September 2012, einen Tag nachdem die ehemalige Bundesbankfiliale zum Verkauf ausgeschrieben worden war, habe Viola Hahn in ihrem Brief an ihn die Fördermittel abgesagt. Doch dass es das Kunsthaus nicht geben wird, entschied der Stadtrat erst drei Monate später, am 20. Dezember. Inzwischen gibt es neue Tatsachen. Im Frühjahr will die SRH Fachhochschule Gesundheit dort einziehen, hieß es diese Woche.

 

Den Blick zurück wendet auch Geras ehemaliger Oberbürgermeister Ralf Rauch. 2005, ein Jahr vor dem Ende seiner Amtszeit, wurde Geras Hochwasserschutzkonzept beschlossen. Umgesetzt ist ein Bruchteil. Doch nach der Katastrophe im Juni besinnt man sich inzwischen wieder darauf. Nur bauen wird aber nicht reichen. Mehr Respekt vor der Natur heißt auch, Gewohnheiten ändern. Angesprochen hat Rauch die Kleingärtner. 20 der 146 Vereine waren vom Hochwasser betroffen. Dass sie ihre Parzellen räumen müssen, ist nicht gesagt. Doch möglicherweise wäre dieser Rückzug zugunsten des Flusses der leichteste.

 

Im Vormarsch sind Kneipen in Gera, zumindest nach den Ankündigungen in dieser Woche. Eine mögliche Kultur- und Erlebnisgastronomie kam beim Unternehmertreff des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft in der alten Vereinsbrauerei zur Sprache, in der zuletzt Gerana-Kosmetik hergestellt wurde. Ein Stück weiter ist man in der Schloßstraße. Da steht fest, dass ein Gastronom einzieht. Hoffentlich denkt man beim Bauen auch an klimatisierte Räume. Am vergangenen Sahara-Wochenende gaben sich zwei Restaurants im Stadtzentrum hitzefrei, wie unser Leser Lutz Stein mit Fotos von Aushängen dokumentierte.

Quelle: otz.de

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