Volkssolidarität Gera beschenkt von Hochwasser geschädigte Mitglieder

Veröffentlicht: August 2, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Kreisverband verteilt mit eigener Zugabe über 11″000 Euro Spenden an vom Hochwasser betroffene Familien

Der Volkssolidarität Kreisverband Gera beschenkt vom Hochwasser betroffene Familien. Obwohl eigene Objekte in Mitleidenschaft gezogen wurden, sammelten Mitarbeiter und Mitglieder mehr als 2300 Euro Spenden, die auch bei Kuchenbasaren eingenommen wurden. Zusammen mit 7500 Euro vom Bundesverband kann so eine Summe von reichlich 11000 Euro verteilt werden.

Wer das Geld bekommt, schlugen Mitgliedergruppen vor. Gestern waren zunächst sieben Familien aus Wünschendorf, Untermhaus und Heinrichsgrün zum Kaffeetrinken eingeladen. Manche fanden keine Worte, als Vorsitzende Margit Jung je 1325 Euro übergab.

„Das ist wunderbar“, sagte Brigitte Voigt aus Wünschendorf, die die untere Etage ihres Wohnhauses am Mühlgraben noch immer nicht bewohnen kann. Familie Lepis aus der Taunussteiner Straße im selben Ort rechnet damit, dass sie frühestens im Oktober in die noch unbewohnbare Bleibe ziehen kann. Ihr Mann zeigte Fotos, wie hoch der Garten unter Wasser stand. Die Zaunspitzen waren nur noch zu erahnen. „Die neue Küche ist hin“, sagt Frau Lepis traurig und will das Geldgeschenk für den Möbelkauf einsetzen. Das plant auch die 81-jährige Wanda Grötsch aus Untermhaus, die derzeit in einer Pension übernachtet und tagsüber in ihrem Garten hantiert. Dort zu übernachten, konnte ihr ihre Familie noch ausreden. Sie wollte aber unbedingt in Untermhaus bleiben, weil sie jeden Tag ab vier Uhr dort die OTZ austrägt. Ursprünglich habe sie gedacht, dass zumindest ihr Küchenbuffet überlebt habe. Doch Schimmel spross beim Wegrücken aus der Rückwand.

Frau Grötschs Optimismus ist ansteckend. „Es wird alles wieder“, sagte die alte Dame. Rosalinde Klinger (72) aus Wünschendorf ist gefasst: „Wir fangen an wie junge Leute“

Rainer Philippbaar aus Heinrichsgrün gehörte auch zu den Beschenkten. Bei aller Freude ärgert er sich, dass die Stadtverwaltung nicht reagiert. Wiederholt habe er schon wegen eines defekten Gullys in der Mozart­straße telefoniert.

„Ich hoffe, dass sie unser Motto Miteinander – Füreinander erleben können“, sagte Kreisverbandsvorsitzende Margit Jung zu den Gästen. Sie freue sich über die trotz eigener Betroffenheit durchgeführte Spendenaktion. „Das ist ein Beweis, dass wir das Wort Solidarität leben“, meinte sie.

Quelle: otz.de

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