OB von Madgeburg drückt Minister Ramsauer den großen Plan in die Hand

Veröffentlicht: August 2, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

Magdeburg möchte Hafen und Stadtteil Rothensee möglichst durch eine hohe Spundwand vor Hochwasser schützen. Am Dienstag wurden Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer die Pläne vor Ort erläutert.

Schon zur Begrüßung hielt OB Lutz Trümper den Planentwurf bereit, übergeben konnte er ihn an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) aber erst am Ende des Besuchs. Ramsauer war am Dienstag im Land unterwegs, um sich erneut über die Hochwasserschäden zu informieren. Landesverkehrsminister Thomas Webel (CDU) hatte ihn dazu eingeladen. In Magdeburg war der Hafen das Ziel einer kurzen Stippvisite des Bundespolitikers.

Und um den Hafen ging es auch in besagtem Plan in der Hand von OB Trümper. „Wir müssen jetzt zügig handeln, um den Hafen und den Stadtteil Rothensee vor einem weiteren Hochwasser zu schützen“, sagte Trümper. Jetzt stünden möglicherweise die notwendigen Fördermittel bereit und das Problem sei bei „den Entscheidungsträgern“ in Berlin noch präsent.

Die Stadt möchte möglichst Hafen und Stadtteil durch eine massive und vor allem hoch genug gebaute Spundwand vor zukünftigem Hochwasser schützen. Von Norden aus könnte die Wand ab Rothenseer Verbindungskanal bis zum Industriehafen verlaufen. Dabei ließe sich mit der Spundwand die große Lücke zwischen Steinkopfinsel und Industriehafen schließen. Während des Hochwassers hat sich auch gezeigt, dass im Bereich von Hafenbecken I und II eine Geländemulde dem Hochwasser freien Lauf gelassen hatte. Auch diese Mulde ließe sich mit der Spundwand entschärfen, so die groben Pläne. Das sei erst einmal ein Vorschlag, meinte Trümper. Geklärt werden müsse auch, wie im Hochwasserfall der Hafenbereich hinter der Spundwand und die schiffbare Elbe voneinander „getrennt“ werden und ob dabei möglicherweise die neue Niedrigwasser-Schleuse eine Rolle spielen könnte. Der Vorteil dieser Spundwand-Lösung wäre noch, dass auch während eines Hochwassers der Magdeburger Hafen weiterhin über den Mittellandkanal zu erreichen wäre, sagte Hafen-GmbH-Chef Karl-Heinz Ehrhardt. Für ihn ist wichtig, dass der Hafen möglichst schnell hochwassersicher wird. „Wir müssen Investoren, die sich im Hafen ansiedeln wollen, eine hohe Planungssicherheit geben können, damit sie überhaupt kommen“, so Ehrhardt. Dabei hat der Hafen-Chef auch das Jahr 2019 im Blick, denn dann fallen die Transfairleistungen des Bundes für die Infrastruktur im Osten weg. „Bis dahin müssen wir es geschafft haben.“

Und darum war es auch wichtig, Verkehrsminister Ramsauer den Magdeburger Spundwand-Plan so schnell wie möglich persönlich in die Hand zu drücken. Denn das Problem ist – natürlich – die Finanzierung. 15 bis 20 Millionen Euro sind dafür eine realistische Größe, so die einhellige Meinung von Fachleuten. Das kann Magdeburg nicht allein stemmen. Und muss es auch nicht unbedingt. Die Elbe ist eine Bundes-Wasserstraße, fällt folglich in den Hoheits- und Finanzbereich von Minister Ramsauer. Hochwasserschutz wiederum ist auch Landessache, zum Teil also im Aufgabenressort von Thomas Webel. Somit ist eine Mischfinanzierung von Bund, Land und Stadt realistisch. Peter Ramsauer äußerte sich konkret am Dienstag dazu nicht. Aber: „Problem erkannt“, sagte er und er werde den Plan – den OB Trümper ihm am Schluss des Besuchs überreicht hatte – umgehend an seine Fachabteilung weiterleiten.

„Ich denke, man kann sich auch darauf verlassen“, sagte OB Trümper, nachdem Ramsauer per Hubschrauber Magdeburg wieder entschwunden war. Und auch Hafen-Chef Karl-Heinz Ehrhardt setzt auf das Wort des Ministers und war am Ende zufrieden mit dem Treffen.

Quelle: volksstimme.de

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