Gera: Dieter Golde hat sich vor 50 Jahren selbstständig gemacht

Veröffentlicht: August 2, 2013 von fluthelfer in Thüringen

Am 1. August 1963 gründete der heute 75-Jährige eine freie Werkstatt.

Gera. Ein 50-Jahre-Firmenjubiläum als Chef der ersten Stunde erleben sicherlich nicht zu viele Unternehmer. Dieter Golde hat es erreicht. Der 75-Jährige machte sich am 1. August 1963 mit seiner Werkstatt selbstständig. Und er führt noch heute – gemeinsam mit Sohn Frank – die Geschicke des Opel-Autohauses Golde, das nach mehreren Umzügen mittlerweile seit 17 Jahren in Bieblach-Ost ansässig ist.

Ein großes Jubiläum, das eigentlich auch entsprechend groß gefeiert werden sollte, wie Golde erzählt. „Wir hatten schon Räumlichkeiten für eine größere Feier gebucht“, sagt er: „Aber dann kam der Juni.“ Und mit ihm das Hochwasser. Schnell habe festgestanden, lieber in kleinerem Rahmen im Autohaus in der Otto-Hahn-Straße zu feiern. „Das Geld, was wir dadurch sparen konnten, spenden wir als Hochwasserhilfe.“ Er betont aber, dass die 5000 Euro, die zu gleichen Teilen für das Spieloval im Hofwiesenpark und die Tierpark-Eisenbahn gedacht sind, von der Familie Golde stammen, nicht von der Firma Golde. Das Geld übergab er dem neuen Leiter der Geraer Wirtschaftsförderung, Tobias Werner, der wie zahlreiche langjährige Kunden, Vertreter der Kfz-Innung und der Industrie- und Handelskammer zum Gästekreis der Feier gehörte.

Sie alle erhielten vom Firmengründer einen kleinen Abriss der Werkstatt-Geschichte. Nach Abschluss der Industrie- und der Handwerks-Meisterschule und der Entscheidung, nicht die väterliche Schmiede zu übernehmen, habe Golde den Entschluss gefasst, sein eigener Chef werden zu wollen. In der Bärengasse in der Geraer Innenstadt eröffnete er seine freie Werkstatt. Nachdem sein Betrieb 1965 Vertragswerkstatt für Saporoshez, ab 1968 für Trabant wurde, folgte im Jahr des ersten zweistelligen Firmenjubiläums der erste von drei Umzügen. Mit dem Bau des Hauses der Kultur (heute Kultur- und Kongresszentrum) mussten die Häuser in der Bärengasse weichen. So zog 1973 die Werkstatt in die Erfurtstraße, die aber schon 1979 in Richtung Kaimberger Straße verlassen wurde.

„Es kam 1990, und es stellte sich heraus, dass Eisenach interessant für Opel war“, erinnert sich Golde, der als aktiver Rallyefahrer von 1960 bis 1974 gute Kontakte nach Eisenach hatte. Er meldete sich bei dem Autobauer und wurde am 27. März 1990 zum 54. Opel-Händler in den neuen Bundesländern.

1992 schließlich wurde die Autohaus Golde GmbH mit Dieter und Frank Golde als Geschäftsführern gegründet. Da die Werkstatt in Zwötzen mittlerweile „aus allen Nähten platzte“, entschied man sich für einen Neubau in der Otto-Hahn-Straße. Hier arbeiten heute zwölf Angestellte bei dem Opel-Service-Partner. Die Krise des Autokonzerns in den vergangenen Jahren sei nicht ganz spurlos an dem Autohaus vorbeigegangen, sagt Frank Golde. „Mit der Insolvenz des Haupthändlers hier ist uns ein fünfstelliger Verlust entstanden“, sagt er. Mittlerweile sei man aber wieder in ruhigerem Fahrwasser.

Quelle: otz.de

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