Aubachtal: Anpfiff für Bau der millionenschweren Zweifelder-Halle

Veröffentlicht: August 1, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz, Thüringen

In 18 bis 20 Monaten soll die neue Sportstätte neben der Eisbahn in Greiz eingeweiht werden. Bis zu 1000 Zuschauer sollen Platz finden. Landrätin will Kreisräte bitten, einem Zuschuss zuzustimmen.

Greiz. Zehn Schaufeln wurden gestern vor dem Spatenstich für die Zweifelder-Sporthalle, die neben der Eisbahn in Aubachtal entsteht, verteilt. Um zu zeigen, dass die als „Ringerhalle“ bekannt gewordene Sportstätte eben nicht nur von den RSV-Athleten, sondern auch von diversen anderen Vereinen und der Polizei genutzt werden soll, durften deren Vertreter mit schaufeln.

Hochwasserschutz ab September im Aubachtal

Rund 3,75 Millionen Euro wird der Neubau, der in 18 bis 20″Monaten eingeweiht werden soll, kosten. Das sind 750″000″Euro mehr als ursprünglich geplant. Womit das zusammenhängt, erklärt Frank Böttger, Geschäftsführer der kommunalen Bauherrin Greizer Freizeit- und Dienstleistungsgesellschaft mbH & Co. KG. Zunächst einmal wird aus Hochwasserschutzgründen – der unmittelbar in der Nähe befindliche Aubach hatte Anfang Juni beträchtlichen Schaden angerichtet – die Grundfläche um zirka einen Meter aufgeschüttet. Begonnen wird zunächst mit 4000 Kubikmetern, die dann lagenweise verdichtet werden. Wie viele Kubikmeter insgesamt für die Aufschüttung gebraucht werden, lasse sich derzeit noch nicht sagen.

Ebenfalls mit Hochwasserschutz begründet wird der Bau eines Regenrückhaltebeckens, das bei Starkregen dafür sorge, dass nur eine bestimmte Literzahl in den Aubach abgegeben wird. Zudem hätten Brandschutzmaßnahmen und ein Blockheizkraftwerk zu den Mehrkosten geführt.

Die zuständige Ministerin Heike Taubert (SPD), die im Vorfeld den 1,2-Millionen-Fördermittelbescheid für die Halle überreicht hatte, sieht trotz der Aussage von Seiten der Landesregierung, dass Neubauten in Hochwassergebieten nicht unterstützt werden, den Zuschuss nicht in Gefahr. „Das war eher eine grundsätzliche Bemerkung“, sagt Taubert, die überzeugt ist, dass die entsprechenden Schutzvorkehrungen getroffen werden. Ein gutes Gewissen habe sie schon allein deshalb, weil sie sich nicht erinnern könne, dass von der Stadt Greiz jemals eine Maßnahme in Angriff genommen wurde, die nicht durchdacht gewesen wäre.

Auch wenn Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) gestern davon sprach, dass das Aubachtal „kein Hochwassergebiet“ sei, wies er auf die im September startenden Schutzmaßnahmen hin, bei denen unter anderem „die Staumauerbrücke bei Caspar“ verschwinden soll. Wenn die entsprechenden Bauarbeiten abgeschlossen sind, mache er sich bei einer Flut wie Anfang Juni keine Sorge um die neue Halle. Grüner und Böttger wiesen darauf hin, dass das Hochwasser in der benachbarten Eishalle lediglich eine Betonrampe weggespült habe und das Wasser nur wenige Zentimeter hoch gestanden habe – der Schaden sei gering.

Die neue Mehrzweckhalle wird eine Grundfläche von 68 mal 38 Meter haben, das Spielfeld ist 40 mal 20 Meter groß. Neben Foyer, Sanitäranlagen und Kraftraum für alle Vereine wird es einen Trainingsraum mit Ringermatte geben. Bis zu 1000″Zuschauer dürfen in den Flachbau gelassen werden, 500 – einschließlich sechs Rollstuhlfahrer – finden auf der Zuschauertribüne Platz.

Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) findet es „richtig, dass die Mehrzweckhalle in Aubachtal gebaut wird“, sagte sie. Die neue Sportstätte biete „optimale Möglichkeiten für Sportvereine“, so dass sie die Kreisräte darum bitten will, dass sich der Landkreis finanziell beteilige – auch mit Blick auf die ausgereizten Kapazitäten in den vorhandenen Turnhallen, die bis zu 95 Prozent allein durch den Schulsport ausgelastet seien. Geht es nach Schweinsburg, wird im Doppelhaushalt 2014/2015 ein Zuschuss für die Aubachtaler Halle zu finden sein.

Quelle: otz.de

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