Ramsauer lobt professionellen Wiederaufbau

Veröffentlicht: Juli 31, 2013 von fluthelfer in Fischbeck

Innerhalb von nur wenigen Tagen hatte das Hochwasser im Juni nach einem Deichbruch große Gebiete nördlich von Fischbeck überflutet. Die Reparaturen an der Infrastruktur dauern dagegen Monate.

Die Deutsche Bahn will bis Ende September ein Reparaturkonzept für die vom Hochwasser beschädigte ICE-Trasse nördlich von Fischbeck vorlegen. Erst dann könne prognostiziert werden, wann die Trasse für die ICE-Verbindung von Hannover nach Berlin wieder in Betrieb genommen werde, sagte der Infrastruktur-Vorstand der Bahn, Volker Kefer, am Dienstag bei einem Besuch von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) in der vom Hochwasser besonders betroffenen Region um Fischbeck. Die ICEs werden derzeit umgeleitet, was zu deutlichen längeren Fahrzeiten führt.

Derzeit wird mit Radarmessungen untersucht, ob sich tief unter der überspülten Trasse Hohlräume gebildet haben. „Wir brauchen Sicherheit, was den Untergrund angeht“, sagte Kefer. Die Bahn demonstrierte mit einem langsam fahrenden Bauzug, dass derzeit Wasser aus dem Beton der Trasse quillt, sobald sie belastet wird. Hohlräume wurden bei den bisherigen Radarmessungen allerdings noch nicht gefunden.

Ramsauer lobte den Wiederaufbau nach dem Hochwasser. „Ich bin wirklich überrascht, mit welchem Hochdruck und mit welcher Professionalität man mit den Schäden umgeht“, sagte er. In Fischbeck war ein Elbedeich gebrochen, wodurch riesige Landstriche unter Wasser gesetzt wurden. Erst an der Bruchstelle versenkte Lastkähne stoppten die Wassermassen.

Inzwischen grasen wieder Schafe auf dem Deich, der mit Spundwänden provisorisch repariert wurde. In der Region sind aber noch zahlreiche Felder gelb, weil die Pflanzen das Hochwasser nicht überlebten. Viele Menschen entrümpeln noch ihre überfluteten Keller, teilweise liegt meterhoch der Sperrmüll am Straßenrand.

Ramsauer besichtigte auch eine vom Hochwasser zerstörte Straßenbrücke bei Klietz. Hier soll in Kürze eine provisorische Brücke errichtet werden, erst 2015 wird eine neue Brücke fertig sein, wie Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) erklärte.

Ramsauer sagte weiter, die Voraussetzungen für die Aufbauhilfe seien nun geschaffen worden. In der kommenden Woche werde das Kabinett die von Bund und Ländern vereinbarte Acht-Milliarden-Hilfe verabschieden.

Quelle: mz-web.de

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