Nur wenige Meter entfernt: SV Orlamünde glimpflich beim Hochwasser davon gekommen

Veröffentlicht: Juli 31, 2013 von fluthelfer in Thüringen

Als die Saale Anfang Juni über die Ufer trat, haben auch die Mitglieder des SV Orlamünde Sandsäcke geschleppt. Ihr Domizil steht nur wenige Meter vom Flussufer entfernt, der Fußballplatz auch. Doch der Schaden hielt sich in Grenzen.

Ein Blick auf die Fotos zeigt es: An Fußballspielen und an Spielen überhaupt war auf den Wiesen an der Saale zwischen Orlamünde und Freienorla im Juni nicht zu denken. Das Juni-Hochwasser, das die Saale an ihrem gesamten Lauf über die Ufer treten ließ, machte auch um Orlamünde keinen Bogen, zumindest nicht um jene Teile des Ortes, die nicht auf dem Berg liegen.

Und das Gelände des Orlamünder Sportvereins liegt ganz nah dran am Wasser. Was die meiste Zeit des Jahres den ­besonderen Reiz des Areals ausmacht – wenn die Saalewellen quasi die Entspannungsmusik für ausgepowerte Kicker oder Kegler liefern – war in den ersten Junitagen das große Manko des Sportlerdomizils. Von Fußballrasen keine Spur mehr, die Tore ragten nur noch zur Hälfte aus dem Wasser. Der hinter dem Fußballplatz direkt am Saaleradweg angelegte und mit neuen Geräten ausgestattete Spielplatz wurde ebenso überflutet.

Heute, knapp zwei Monate später, ist der Fußballrasen wieder grün und kurz geschoren, aber ein Schild macht klar: Platz gesperrt. „Wir haben zwar mit dem Training wieder begonnen, aber der Rasen braucht dringend eine Auffrischung“, erklärt Hagen Gruner, seit dem Frühjahr neuer Vorsitzender des Sportvereins. Ein Fachmann ­habe sich auf dem Platz umgeschaut und eine Tiefenbelüftung empfohlen. Der Schaden am Fußballplatz wurde auf rund 8000 Euro geschätzt. „Da sind wir aber insgesamt glimpflich davon gekommen“, sagt Gruner. Denn auch das eigentliche Vereins-Domizil, das Keglerheim mit Gaststätte und Zwei-Bahnen-Kegelanlage hat nur überschaubar Schaden genommen. „Wir hatten Wasser in der ­Kugelfanganlage, aber das konnten wir abpumpen“. Wenn das Mauerwerk getrocknet sei, würden auch die Stockflecken verschwinden. Allerdings werden die Sportler ein wachsames ­Auge auf das Objekte haben müssen. „Denn wir wissen nicht, ob es noch Spätschäden im ­Anlaufbereich der Kegelbahn gibt durch Wasser von unten“, erklärt der Vereinschef. Dass den Vereinsmitgliedern ihr ­Domizil am Herzen liegt hat ­guten Grund – nicht nur die Sportler der 1950er-Jahre haben viel Kraft in das Haus gesteckt, auch ihre Nachfolger. Derzeit gehören rund 120 Fußballer dazu, 40 Kegler, 15 Volleyballer ­sowie neuerdings auch Tänzer. Viele haben kräftig mit Hand ­angelegt. „In den vergangenen Jahren haben wir die Kegelbahn in Eigenleistung saniert, haben beispielsweise das Dach ­gedeckt. Die Stadt hatte ABM-Kräfte bereit gestellt“, berichtet Bürgermeister Uwe Nitsche. Das Land habe nicht allzu viel Mittel für die Sportstätten übrig gehabt, sagt er. Doch 2000 Euro aus dem Fluthilfefonds habe man immerhin sofort zugesagt bekommen, für den Spielplatz. Dort musste der Sand komplett ausgetauscht werden.

Wenn der Fußballrasen ­demnächst seine Auffrischung ­bekommt, können die beiden Orlamünder Männermannschaften wieder fleißig trainieren. Und wenn es dem Verein ­gelingt, demnächst einen ­Jugendtrainer zu bekommen, dann könnten auch die vielen ­interessierten Jungen hier ­Basti“Schweinsteiger und ­Manuel Neuer nacheifern. Sie müssen bisher nämlich andernorts Fußball spielen.

Quelle: otz.de

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