Nach Hochwasser: Brücke wird ersetzt

Veröffentlicht: Juli 31, 2013 von fluthelfer in Bayern

 Deutliche Spuren hat das Hochwasser im Juni auch in Krün hinterlasssen. So deutliche, dass eine Brücke komplett ersetzt werden muss. Für die Arbeiten gibt’s eine dicke Finanzspritze.

Das Dorf hat’s schlimmer getroffen als erwartet. Kurz nach dem Hochwasser Anfang Juni sprach Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU) noch von „überschaubaren“ Schäden. Sind sie auch im Vergleich zu dem Chaos, das die Fluten in Passau oder Deggendorf anrichteten.

Doch Probleme hat der Kranzbach dennoch bereitet. Er sorgte an der so genannten Flutmulde, dem Überlauf zur Finz, für massive Schäden.Der Starkregen hat die Flutmulde stark ausgespült, den Uferbewuchs weg- und „die Sohle richtig aufgerissen“, nennt Horst Hofmann vom Wasserwirtschaftsamt den Sachstand. Er schaute sich die Schäden bei einem Ortstermin mit Gemeindevertretern an.

Georg Schober (Aktiv für Krün) plädierte in der Gemeinderatssitzung, bei der die Mitglieder die Reparaturen absegneten, nun für die große Lösung: „Wir sollten maximal ausbaggern und Kapazitäten schaffen.“ Er befürchtet, dass die Mulde künftig immer mehr Wasser auffangen muss.

Noch schlimmer hat es die Kranzbach-Brücke im Gschwandt getroffen. „Der Mittelpfeiler ist gebrochen“, berichtet der Bürgermeister. Sie wird komplett ersetzt. Das Wasser hat das Fundament unterspült, „sie droht abzusacken“, fügt WWA-Experte Hofmann hinzu. Er beschreibt sie als „ziemlich marode“.

Betroffen ist zudem eine weitere Überquerung in Richtung Wallgau, die aber wieder repariert werden kann. „Das Bachbett muss ausgebaggert und die ausgespülten Stellen mit einem Steinbau gesichert werden“, erläutert Hofmann.

Rund 150 000 Euro veranschlagt die Kommune für die neue Brücke inklusive der Ausbesserungen an der Flutmulde. Allerdings zahlt der Freistaat 80 Prozent.

Mit einer Finanzspritze dieser Größenordnung greift die Regierung dem Dorf auch im Ortsteil Klais unter die Arme. Dort hat das Hochwasser ebenfalls seine Spuren hinterlassen. Der Kranzbach spülte hinter der B2 in Richtung Tennsee große Teile der Uferböschung und -befestigung weg. Auch dort muss Krün rund 75 000 Euro – abzüglich der Förderung – investieren. Und das so schnell wie möglich. Schwarzenberger geht davon aus, dass alle Reparaturen bis zum Winter erledigt sind. Die Brücke wird aber erst 2014 neu errichtet.

Quelle: merkur-online.de

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