Fischbach: Schutzwall leitet Hochwasser um

Veröffentlicht: Juli 31, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

 

  Der installierte Hochwasserschutz in der Fischbacher Ortsmitte war des einen Freund und des anderen Leid: Während die starken Regenfälle vom „Vogelsang“ abgehalten wurden, flossen sie beim Hochwasser am Montag in Richtung Gasthaus Mohren und setzten den dortigen Keller unter Wasser. Nun geht der Niedereschacher Teilort daran, aufzuräumen und die Schäden zu begutachten.
Relativ glimpflich verlief das Hochwasser in Fischbach. Die Feuerwehr musste nach eigenen Angaben zwar einige Keller und Garagen auspumpen, doch insgesamt hielten sich nach Angaben der Anwohner die Schäden in Grenzen. Völlig „verschlammt“ wurden die Schächte in der Fischbacher Ortsmitte, in der Schramberger Straße und im „Vogelsang“. Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde schafften am Dienstag Abhilfe.
Sehr unterschiedlich fielen die Beurteilungen von den betroffenen Anwohnern aus. Das lag wohl auch am in der Fischbacher Ortsmitte installierten Hochwasserschutz. Durch ihn drückten bei diesem ersten Hochwasser seit der Maßnahme die Wassermassen nicht mehr so stark in die Schramberger Straße und von dort durch die Ortsmitte in Richtung „Vogelsang“, sondern nun in Richtung der Mohrenbrücke.

Hannelore und Otto Roth im Vogelsang erklärten, dass sie vor der Installation schlimmer von Hochwasser betroffen waren. Mohrenwirt Berthold Weißer traf es dafür nun „so schlimm wie noch nie“. Im Mohren drang das Wasser nicht nur in den Keller ein, sondern zum ersten Mal auch in den Heizungsraum. „Das hat es selbst bei dem großen Hochwasser 1990 nicht gegeben“, so der Mohrenwirt. Größere Schäden habe sein Gasthaus nicht erlitten.

Gerlinde Schlenker, die Frau des Fischbacher Feuerwehrehrenkommandanten, berichtete, dass die Wasser selten einmal so schnell an ihrer Haustüre angekommen sind. Die dort eilends verlegten Sandsäcke haben ein Eindringen des Wassers ins Haus weitgehend verhindert.

Bei Gerlinde und Roland Schlenker musste die Feuerwehr lediglich die Garage auspumpen.
Beim Anwesen von Angelika und Franz Link unterhalb des „Mohren“ drangen das Wasser zwar gefährlich nahe an das Wohnhaus und die Stallungen und die Feuerwehren aus Niedereschach und Fischbach legten dort bereits vorsorglich Sandsäcke aus, letztlich blieben aber Haus und Stall verschont.

Glück hatte man auch im Kindergarten in Fischbach. Dort drohten die Wasser zwar kurzzeitig den Spielplatz zu erreichen, die Mauern hielten jedoch zentimetergenau das Wasser ab.

Quelle: suedkurier.de
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