Elsteraner eröffnen Geschäft in Wittenberg

Veröffentlicht: Juli 31, 2013 von fluthelfer in Wittenberg

Das jüngste Hochwasser hat bereits zum zweiten Mal die Existenz von Familie Lechelt in Elster zerstört. Bis es dort weitergehen kann öffnen sie ein Übergangsgeschäft in Wittenberg. Von ihrem neuen Domizil ist die Familie begeistert.

 

Glück im Unglück hatten Andrea und Reiner Lechelt sowie deren Tochter Sissy Gärtner. Das jüngste Hochwasser zerstörte nach 2002 zum zweiten Mal ihre Existenz in Elster. Es wird wohl noch einige Monate dauern, bis es dort weitergehen kann. Für die Zwischenzeit haben sie ein Geschäft in Wittenberg gesucht, denn viele treue Kunden kommen aus der Lutherstadt. Und dieser Laden wird am Donnerstag in der Collegienstraße 23 (gleich neben dem Durchbruch) eröffnet.

Wenn sie ihr neues Domizil zeigen, dann kommt ein Lächeln in ihr Gesicht. Das geschah seit den verheerenden Tagen Anfang Juni nur sehr selten. Eigentlich hatten sie nicht mehr geglaubt, in Wittenberg etwas zu finden und dann noch zu bezahlbarer Miete.

Das Schmuckstück ist weniger der Laden an sich, sondern dessen Keller. Mehrere schicke, kleine Tonnengewölbe – teilweise verputzt, teilweise ist das Mauerwerk sichtbar – bieten sich an für Ausstellungen der Bilder, die Lechelts hier verkaufen wollen. Kunden haben hier auch Zeit, um in Katalogen etwas zu suchen, was ihnen gefällt. Sollte das Geschäft laufen, dann kann sich Andrea Lechelt auch vorstellen, es weiter zu betreiben. Zunächst ist dies bis April kommenden Jahres vorgesehen.

Lechelts handeln nicht nur mit gerahmten Bildern, sondern sie bieten ebenso Kunstdruckkaschierungen, Oberflächenveredelungen an, schneiden Passepartout und Glas zu und rahmen Gobelins und andere Kostbarkeiten. Diese Dienstleistungen können sie natürlich in Wittenberg nicht vornehmen, aber Aufträge werden angenommen und dann in Elster realisiert.

Die Halle im Elsteraner Gewerbegebiet, dort hat das Unternehmen seit 1997 seinen Sitz, ist mittlerweile entkernt. Das war für Reiner Lechelt doppelt bitter, hat er die Einbauten doch selbst realisiert. Nun muss alles austrocknen. „Das wird wohl noch vier Monate dauern“, schätzt Andrea Lechelt ein. Dann kann es an das Wiedereinrichten gehen.

Eigentlich hatten Lechelts nach dem jüngsten Hochwasser gedacht: „Das war’s“. Immerhin waren die Kredite, die noch Folgen aus dem Jahre 2002 waren, gerade abgezahlt. Doch die Hoffnung, es erneut zu schaffen, hat die Skepsis mittlerweile verdrängt. Schließlich haben auch die Industrie- und Handelskammer und das Land Hilfe angekündigt. Die Anträge sind gestellt. Aber vor Ende des Jahres, da sind sich Lechelts einig, wird es in Elster wohl kaum weitergehen.

Quelle: mz-web.de

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s