Archiv für Juli 31, 2013

Sächsischen Fluthelfer-Orden 2013

Veröffentlicht: Juli 31, 2013 von Generaldirektor in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Tillich stiftet „Sächsischen Fluthelfer-Orden 2013“

Vorschläge ab 1. August möglich

Dresden (31. Juli 2013) – Ab morgen (1. August 2013) können die Vorschläge für den „Sächsischen Fluthelfer-Orden 2013“ eingereicht werden. Ministerpräsident Stanislaw Tillich stiftet den Orden als Anerkennung für die vielen Einsatzkräfte und freiwilligen Helfer, die selbstlos und unkompliziert bei der Hochwasser-Katastrophe im Juni 2013 die Menschen in Sachsen unterstützt haben.

„Ich möchte mich im Namen aller Sachsen für die Solidarität, den Zusammenhalt in schweren Zeiten und die aufopfernde Hilfe der vielen Einsatzkräfte und Helfer auch aus anderen Ländern bedanken. Im Juni haben so viele Menschen ein gemeinsames Ziel gehabt. Sie wollten helfen. Ich freue mich sehr darüber, dass wir im Notfall in unserer Gesellschaft füreinander einstehen“, sagte Tillich.

Vorschläge für den „Sächsischen Fluthelfer-Orden 2013“ kann jeder machen. Vorraussetzung für die Annahme des Vorschlags ist, dass die vorgeschlagenen Helferinnen und Helfer mindestens einen ganzen Tag (24 Stunden) im Fluthelfer-Einsatz waren.

Um die Vorschläge einzureichen, gibt es zwei mögliche Wege:

Zum einen können die Vorschläge ab morgen bei den Oberbürgermeistern und Bürgermeistern in Listen eingetragen werden. Die Gemeinden leiten die Listen an die zentrale Mail-Adresse des Sächsischen Ministerium des Innern (fluthelferorden@smi.sachsen.de) weiter. Zum anderen können Bürgerinnen und Bürger sich direkt an diese Mail-Adresse wenden. Dazu müssen sie ein entsprechendes Formblatt ausdrucken, ausfüllen und mit ihrer leserlichen Unterschrift versehen eingescannt per Mail einreichen. Das Formblatt kann unter http://www.sachsen.de abgerufen und dann an die zentrale Adresse fluthelferorden@smi.sachsen.de gesendet werden. Ein Vorschlag ist nur gültig, wenn er die Unterschrift des Einreichenden trägt.

Das Verfahren wird morgen, 1. August 2013, im Amtsblatt bekannt gegeben und kann dann auch unter http://www.sachsen.de nachgelesen werden.

Vorschläge können bis zum Jahresende 2015 eingereicht werden.

Der „Sächsische Fluthelfer-Orden 2013“ besteht aus einer runden, silberfarbenen Medaille. Er wird an einem Band in den Farben des Freistaates Sachen getragen. Die Vorderseite des Ordens zeigt in der Mitte das Wappen des Freistaates mit der Umschrift „Freistaat Sachsen – Hochwasser 2013 – Sie haben geholfen“. Die Rückseite zeigt die Landkarte von Sachsen. Der Orden ist hat einen Durchmesser von 35 mm und ist 2 mm stark. Er wird zunächst in einer ersten Auflage von 60.000 Stück hergestellt. An Stelle des Ordens kann auch eine Miniaturausführung getragen werden, die insbesondere auch für Uniformträger geeignet ist.

Der „Sächsische Fluthelfer-Orden“ wurde bereits 2002 nach der großen Flut an Helfer und Freiwillige verliehen.

Luxusgut Lebensmittel? Preise für Nahrung ziehen kräftig an

Veröffentlicht: Juli 31, 2013 von fluthelfer in Hochwasserfolgen

 

Erst der kalte Winter, dann das Hochwasser, dazu schlechte Ernten in anderen Ländern: Das Wetter lässt die Preise für Nahrungsmittel klettern. Obst, Gemüse oder Fleisch kosten seit Monaten ständig mehr Geld.

So zahlt man für Obst und Gemüse, Fleisch, Milch oder Eier  5,7 Prozent mehr, berichtet das Statistische Bundesamt. So dramatisch hatten die Preise in diesem lebenswichtigen Bereich zuletzt im September 2008 zugelegt.

Keine Frage: Missernten, Naturkatastrophen und Schwankungen am Weltmarkt machen sich zunehmend auf den Preisschildern an den Regalen des Lebensmittelhandels bemerkbar. «Neben der Witterung in Deutschland dürften dafür auch schlechte Ernten in anderen Ländern verantwortlich sein», betont Commerzbank-Ökonomin Ulrike Rondorf.

Doch auch Produktinnovationen und verstärkte Kontrollen haben ihren Preis, wie Branchenbeobachter meinen. Verbraucherschützer raten daher zu einem noch genaueren und breiteren Preisvergleich.

Zwar bleibt die Inflation insgesamt im Rahmen. Und die hohe Beschäftigung sowie steigende Einkommen befeuern die Kauflust der Verbraucher. Doch hohe Preise für Brot, Paprika und Bier treffen Menschen umso härter, je weniger Geld sie zur Verfügung haben.

Bier verteuerte sich  binnen eines Monats um 5,2 Prozent.

Bei einzelnen Produkte wurden noch viel heftigere Ausschläge verzeichnet. So ist Paprika aktuell fast 45 Prozent teurer als vor einem Jahr. Bei Äpfeln kletterte die Preise um fast 32 Prozent.

Wenn die Lage angespannt bleibt, sind weitere Preiserhöhungen nicht ausgeschlossen, wie etwa der Milchindustrie-Verband (MIV) am Dienstag (30. Juli) ankündigt: «Zunächst hatte der lange Winter die Milchproduktion eingeschränkt, der nasse Frühling verzögerte die erste Futterbergung und nun brennt die Sonne den Maisanbau weg.» Dabei sinke die Nachfrage bereits, und die Konsumenten nutzten ausgiebig Sonderangebote: «Der Verbraucher hält sich zurück und für ihn bleibt es bei „Geiz ist geil“.»

Laut der Konsumforscher GfK greifen die Verbraucher aber für wichtige Waren des täglichen Bedarfs auch tiefer in die Tasche. Demnach stiegen die Ausgaben der privaten Haushalte für Obst und Gemüse im ersten Halbjahr 2013 um 6,4 Prozent.

Wenn die Preise zu hoch sind, kaufen die Verbraucher im Schnitt etwas geringere Mengen ein – ohne aber dadurch den Anstieg ganz auszugleichen. Beispiel Kartoffeln: Dafür hätten Verbraucher etwa 30 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres bezahlen müssen. Die gekaufte Menge ging laut der Studie «nur» um fünf Prozent zurück – schließlich geht es um ein Grundnahrungsmittel.

Verbraucherschützer raten Konsumenten, sich beim Einkauf von Obst und Gemüse auch auf Wochenmärkten oder direkt bei Erzeugern umzuschauen. «Regional und saisonal kann man durchaus günstige Produkte einkaufen», sagt Lebensmittel-Experte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Jetzt in der Erntesaison lohne es sich besonders, beispielsweise Beeren auf dem Markt einzukaufen. Auch Äpfel könnten bei Obsthändlern billiger sein als bei Handelsketten. (dpa)

Quelle: ksta.de

IHK: Firmen im Norden im verhaltenen Stimmungshoch

Veröffentlicht: Juli 31, 2013 von fluthelfer in Hochwasserfolgen

 

Die Unternehmen im Norden Sachsen-Anhalts verharren in einem verhaltenen Stimmungshoch. Es dominiere der Eindruck der Stagnation, wirtschaftlich positive Effekte durch das Juni-Hochwasser kämen erst noch, geht aus der am Mittwoch veröffentlichen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Magdeburg für das zweite Quartal 2013 hervor.

Im Bau- und Verkehrsgewerbe und im Einzelhandel habe sich die Stimmung zwischen April und Juni aufgehellt, das Dienstleistungsgewerbe verliere an Fahrt, hieß es. Das Gastgewerbe befinde sich im typischen Saisonverlauf, die Industrie spüre kaum konjunkturelle Dynamik. Die Umsätze im Großhandel haben sich den Angaben zufolge auf einem niedrigen Niveau eingepegelt.

Branchenübergreifend seien die Geschäftserwartungen getrübt. Vor allem die Entwicklung im Energie- und Rohstoffbereich sei für 60 Prozent der Unternehmen ein Risiko. Auch die Binnennachfrage und die politischen Rahmenbedingungen würden kritisch betrachtet. Jedes dritte Unternehmen schätze den Engpass bei den Fachkräften als risikoreich ein, Finanzierungsfragen und das Auslandsgeschäft stellten dagegen keine Probleme dar.

Zum Kammerbezirk der IHK Magdeburg gehören gut 51 000 Betriebe. Befragt wurden 1000 Unternehmen aller Branchen. (dpa/sa)

Quelle: ksta.de

Elsteraner eröffnen Geschäft in Wittenberg

Veröffentlicht: Juli 31, 2013 von fluthelfer in Wittenberg

Das jüngste Hochwasser hat bereits zum zweiten Mal die Existenz von Familie Lechelt in Elster zerstört. Bis es dort weitergehen kann öffnen sie ein Übergangsgeschäft in Wittenberg. Von ihrem neuen Domizil ist die Familie begeistert.

 

Glück im Unglück hatten Andrea und Reiner Lechelt sowie deren Tochter Sissy Gärtner. Das jüngste Hochwasser zerstörte nach 2002 zum zweiten Mal ihre Existenz in Elster. Es wird wohl noch einige Monate dauern, bis es dort weitergehen kann. Für die Zwischenzeit haben sie ein Geschäft in Wittenberg gesucht, denn viele treue Kunden kommen aus der Lutherstadt. Und dieser Laden wird am Donnerstag in der Collegienstraße 23 (gleich neben dem Durchbruch) eröffnet.

Wenn sie ihr neues Domizil zeigen, dann kommt ein Lächeln in ihr Gesicht. Das geschah seit den verheerenden Tagen Anfang Juni nur sehr selten. Eigentlich hatten sie nicht mehr geglaubt, in Wittenberg etwas zu finden und dann noch zu bezahlbarer Miete.

Das Schmuckstück ist weniger der Laden an sich, sondern dessen Keller. Mehrere schicke, kleine Tonnengewölbe – teilweise verputzt, teilweise ist das Mauerwerk sichtbar – bieten sich an für Ausstellungen der Bilder, die Lechelts hier verkaufen wollen. Kunden haben hier auch Zeit, um in Katalogen etwas zu suchen, was ihnen gefällt. Sollte das Geschäft laufen, dann kann sich Andrea Lechelt auch vorstellen, es weiter zu betreiben. Zunächst ist dies bis April kommenden Jahres vorgesehen.

Lechelts handeln nicht nur mit gerahmten Bildern, sondern sie bieten ebenso Kunstdruckkaschierungen, Oberflächenveredelungen an, schneiden Passepartout und Glas zu und rahmen Gobelins und andere Kostbarkeiten. Diese Dienstleistungen können sie natürlich in Wittenberg nicht vornehmen, aber Aufträge werden angenommen und dann in Elster realisiert.

Die Halle im Elsteraner Gewerbegebiet, dort hat das Unternehmen seit 1997 seinen Sitz, ist mittlerweile entkernt. Das war für Reiner Lechelt doppelt bitter, hat er die Einbauten doch selbst realisiert. Nun muss alles austrocknen. „Das wird wohl noch vier Monate dauern“, schätzt Andrea Lechelt ein. Dann kann es an das Wiedereinrichten gehen.

Eigentlich hatten Lechelts nach dem jüngsten Hochwasser gedacht: „Das war’s“. Immerhin waren die Kredite, die noch Folgen aus dem Jahre 2002 waren, gerade abgezahlt. Doch die Hoffnung, es erneut zu schaffen, hat die Skepsis mittlerweile verdrängt. Schließlich haben auch die Industrie- und Handelskammer und das Land Hilfe angekündigt. Die Anträge sind gestellt. Aber vor Ende des Jahres, da sind sich Lechelts einig, wird es in Elster wohl kaum weitergehen.

Quelle: mz-web.de

Als die Saale Anfang Juni über die Ufer trat, haben auch die Mitglieder des SV Orlamünde Sandsäcke geschleppt. Ihr Domizil steht nur wenige Meter vom Flussufer entfernt, der Fußballplatz auch. Doch der Schaden hielt sich in Grenzen.

Ein Blick auf die Fotos zeigt es: An Fußballspielen und an Spielen überhaupt war auf den Wiesen an der Saale zwischen Orlamünde und Freienorla im Juni nicht zu denken. Das Juni-Hochwasser, das die Saale an ihrem gesamten Lauf über die Ufer treten ließ, machte auch um Orlamünde keinen Bogen, zumindest nicht um jene Teile des Ortes, die nicht auf dem Berg liegen.

Und das Gelände des Orlamünder Sportvereins liegt ganz nah dran am Wasser. Was die meiste Zeit des Jahres den ­besonderen Reiz des Areals ausmacht – wenn die Saalewellen quasi die Entspannungsmusik für ausgepowerte Kicker oder Kegler liefern – war in den ersten Junitagen das große Manko des Sportlerdomizils. Von Fußballrasen keine Spur mehr, die Tore ragten nur noch zur Hälfte aus dem Wasser. Der hinter dem Fußballplatz direkt am Saaleradweg angelegte und mit neuen Geräten ausgestattete Spielplatz wurde ebenso überflutet.

Heute, knapp zwei Monate später, ist der Fußballrasen wieder grün und kurz geschoren, aber ein Schild macht klar: Platz gesperrt. „Wir haben zwar mit dem Training wieder begonnen, aber der Rasen braucht dringend eine Auffrischung“, erklärt Hagen Gruner, seit dem Frühjahr neuer Vorsitzender des Sportvereins. Ein Fachmann ­habe sich auf dem Platz umgeschaut und eine Tiefenbelüftung empfohlen. Der Schaden am Fußballplatz wurde auf rund 8000 Euro geschätzt. „Da sind wir aber insgesamt glimpflich davon gekommen“, sagt Gruner. Denn auch das eigentliche Vereins-Domizil, das Keglerheim mit Gaststätte und Zwei-Bahnen-Kegelanlage hat nur überschaubar Schaden genommen. „Wir hatten Wasser in der ­Kugelfanganlage, aber das konnten wir abpumpen“. Wenn das Mauerwerk getrocknet sei, würden auch die Stockflecken verschwinden. Allerdings werden die Sportler ein wachsames ­Auge auf das Objekte haben müssen. „Denn wir wissen nicht, ob es noch Spätschäden im ­Anlaufbereich der Kegelbahn gibt durch Wasser von unten“, erklärt der Vereinschef. Dass den Vereinsmitgliedern ihr ­Domizil am Herzen liegt hat ­guten Grund – nicht nur die Sportler der 1950er-Jahre haben viel Kraft in das Haus gesteckt, auch ihre Nachfolger. Derzeit gehören rund 120 Fußballer dazu, 40 Kegler, 15 Volleyballer ­sowie neuerdings auch Tänzer. Viele haben kräftig mit Hand ­angelegt. „In den vergangenen Jahren haben wir die Kegelbahn in Eigenleistung saniert, haben beispielsweise das Dach ­gedeckt. Die Stadt hatte ABM-Kräfte bereit gestellt“, berichtet Bürgermeister Uwe Nitsche. Das Land habe nicht allzu viel Mittel für die Sportstätten übrig gehabt, sagt er. Doch 2000 Euro aus dem Fluthilfefonds habe man immerhin sofort zugesagt bekommen, für den Spielplatz. Dort musste der Sand komplett ausgetauscht werden.

Wenn der Fußballrasen ­demnächst seine Auffrischung ­bekommt, können die beiden Orlamünder Männermannschaften wieder fleißig trainieren. Und wenn es dem Verein ­gelingt, demnächst einen ­Jugendtrainer zu bekommen, dann könnten auch die vielen ­interessierten Jungen hier ­Basti“Schweinsteiger und ­Manuel Neuer nacheifern. Sie müssen bisher nämlich andernorts Fußball spielen.

Quelle: otz.de

Circa 400 Euro sind so zusammen gekommen.

Etwa 400 Euro konnten auf Initiative von Yvonne Schuster und Anne Seiler vom Geschäft „Der grüne Laden“ in Zeulenroda kürzlich an Peer Salden und seine Familie in Clodra übergeben werden, in­formierte gestern auf Nachfrage Geschäftsinhaberin Yvonne Schuster.

Peer Salden und seine Familie betreiben an der Clodramühle einen Hof mit Käserei und sind vom Hochwasser Ende Mai/ Anfang Juni stark betroffen. So lief allein ihr Wohnzimmer eineinhalb Meter hoch mit Wasser voll.

„Von meiner Nichte, die die selbe Schule besucht wie eines der Kinder der Saldens, haben wir von der Not der Familie erfahren. Die Schüler der Elstertalschule haben deshalb die Spendenaktion ins Leben gerufen und wir sie darin nur unterstützt“, sagte Yvonne Schuster, die sich auch noch einmal bei ­allen Geldgebern herzlich bedanken möchte.

Bereits Ende Juni konnten die Schüler der Familie in Clodra das Geld überreichen. 550 Euro hatten sie unter ihren Eltern und Mitschülern gesammelt, griffen auf die Klassenkassen und auch auf das eigene Taschengeld zurück. „Ich finde es toll, was die Kinder damit bewegt haben und würde so etwas jeder Zeit wieder unterstützen“, sagte Yvonne Schuster.

Quelle: thueringer-allgemeine.de

Hochwasserschutz für Altstadt abgeschlossen

Veröffentlicht: Juli 31, 2013 von fluthelfer in Bayern

 

Der Hochwasserschutz für die Würzburger Altstadt ist fertiggestellt. Mit einem Festakt unterhalb der Würzburger Löwenbrücke hat die Stadt am Dienstag (30.07.13) offiziell die Neugestaltung des rechten Mainufers im Stadtzentrum eingeweiht, die 23 Millionen Euro gekostet hat.

Entlang des rechten Mainufers sind in den vergangenen sechs Jahren etliche Hochwasserschutzmaßnahmen entstanden, unter anderem Vorrichtungen für mobile Dämme, die im Ernstfall rasch errichtet werden können, um die Würzburger Altstadt vor Hochwasser zu schützen. Außerdem wurde die Verstärkung einer etwa 300 Meter langen Schutzwand am sogenannten „Stadtbalkon“ dazu genutzt, um die dortige Uferpromenade komplett umzugestalten und für Spaziergänge attraktiv zu machen.

Architektonische Aufwertung des Stadtbildes

Die Gesamtkosten für den rechtsmainischen Hochwasserschutz belaufen sich auf über 23 Millionen Euro, für etwa 80 Prozent der Kosten erhielt die Stadt eine Förderung durch den Freistaat. Die Maßnahme wurde 2012 von architektonischen Fachleuten wie der Jury des Deutschen Städtebaupreises gelobt, weil sie Hochwasserschutz „vorbildlich als Gestaltungsaufgabe genutzt“ habe.

Quelle: br.de

Fischbach: Schutzwall leitet Hochwasser um

Veröffentlicht: Juli 31, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

 

  Der installierte Hochwasserschutz in der Fischbacher Ortsmitte war des einen Freund und des anderen Leid: Während die starken Regenfälle vom „Vogelsang“ abgehalten wurden, flossen sie beim Hochwasser am Montag in Richtung Gasthaus Mohren und setzten den dortigen Keller unter Wasser. Nun geht der Niedereschacher Teilort daran, aufzuräumen und die Schäden zu begutachten.
Relativ glimpflich verlief das Hochwasser in Fischbach. Die Feuerwehr musste nach eigenen Angaben zwar einige Keller und Garagen auspumpen, doch insgesamt hielten sich nach Angaben der Anwohner die Schäden in Grenzen. Völlig „verschlammt“ wurden die Schächte in der Fischbacher Ortsmitte, in der Schramberger Straße und im „Vogelsang“. Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde schafften am Dienstag Abhilfe.
Sehr unterschiedlich fielen die Beurteilungen von den betroffenen Anwohnern aus. Das lag wohl auch am in der Fischbacher Ortsmitte installierten Hochwasserschutz. Durch ihn drückten bei diesem ersten Hochwasser seit der Maßnahme die Wassermassen nicht mehr so stark in die Schramberger Straße und von dort durch die Ortsmitte in Richtung „Vogelsang“, sondern nun in Richtung der Mohrenbrücke.

Hannelore und Otto Roth im Vogelsang erklärten, dass sie vor der Installation schlimmer von Hochwasser betroffen waren. Mohrenwirt Berthold Weißer traf es dafür nun „so schlimm wie noch nie“. Im Mohren drang das Wasser nicht nur in den Keller ein, sondern zum ersten Mal auch in den Heizungsraum. „Das hat es selbst bei dem großen Hochwasser 1990 nicht gegeben“, so der Mohrenwirt. Größere Schäden habe sein Gasthaus nicht erlitten.

Gerlinde Schlenker, die Frau des Fischbacher Feuerwehrehrenkommandanten, berichtete, dass die Wasser selten einmal so schnell an ihrer Haustüre angekommen sind. Die dort eilends verlegten Sandsäcke haben ein Eindringen des Wassers ins Haus weitgehend verhindert.

Bei Gerlinde und Roland Schlenker musste die Feuerwehr lediglich die Garage auspumpen.
Beim Anwesen von Angelika und Franz Link unterhalb des „Mohren“ drangen das Wasser zwar gefährlich nahe an das Wohnhaus und die Stallungen und die Feuerwehren aus Niedereschach und Fischbach legten dort bereits vorsorglich Sandsäcke aus, letztlich blieben aber Haus und Stall verschont.

Glück hatte man auch im Kindergarten in Fischbach. Dort drohten die Wasser zwar kurzzeitig den Spielplatz zu erreichen, die Mauern hielten jedoch zentimetergenau das Wasser ab.

Quelle: suedkurier.de

Nach der Flut kam der Hagel und zerstörte den wenigen Rest

Veröffentlicht: Juli 31, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt

Das wenige, das das Hochwasser heil gelassen hat, zerstörte jetzt der Hagel. Guderjahns in Schönhausen haben wie andere auch die Kraft der Natur am Sonnabend erneut zu spüren bekommen. Die taubeneigroßen Hagelkörner schlugen das Glas des Gewächshauses ein, übersäten das gerade mal zwei Jahre alte Auto mit unzähligen Dellen, durchschlugen Dachrinnen und hinterließen in der Fassade Löcher im Putz. Und im Haus, das gerade mit offenen Fenstern mühsam trocknet, stand nach dem Schauer wieder das Wasser. „Das ist alles kaum zu glauben. Erst die Flut, jetzt der Hagel – mehr geht nicht!“ Christel und Frank Guderjahns Wohnhaus in der Märsche stand nach dem Deichbruch 1,30 Meter hoch im Wasser, auch ihre Mietwohnungen haben enormen Schaden erlitten und sind unbewohnbar.

Mit der Familie, mit Freunden und unbekannten Helfern haben sie in den zurückliegenden Wochen alle Wohnungen entkernt, „allein hätten wir das niemals geschafft“, ist das Ehepaar froh über die tatkräftige Unterstützung.

Auch betriebliche Folgen für den Landhandel

Auch betrieblich hat die Flut Folgen. Denn zu ihrem BHG-Landhandel gehört die Annahme von Getreide. „90 Prozent meiner langjährigen Kunden können dieses Jahr nichts ernten und demzufolge auch kein Getreide abliefern. Nur einige Bauern aus dem Bereich Wust/Melkow bringen ein paar Fuhren“, denkt Frank Guderjahn daran, dass jetzt eigentlich Haupterntezeit ist.

Aber er resigniert nicht. „Jammern hilft ja nichts! Wir hatten eine andere Lebensplanung und müssen nun von vorn anfangen. Bis zum 10. Juni war alles so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Und dann mussten wir hilflos zusehen, wie das Wasser kam und alles vernichtet hat.“ Nur wenige Dinge konnten Guderjahns retten. In der Nacht des Deichbruches hatten sie noch das Getreide aus dem Lager abholen lassen – dieser Bereich ist trocken geblieben. Dinge, die zu Hause höhergestellt wurden, sind aufgrund der Höhe auch unbrauchbar geworden. Umso größer war die Freude, als verschiedene Dinge, die weggespült worden waren, irgendwo in der Nähe wieder auftauchten, beispielsweise zu Sitzmöbeln umgearbeitete Wurzeln, die sich im Zaun verfangen hatten.

Das Gewächshaus wollte Christel Guderjahn jetzt eigentlich wieder bepflanzen – nach dem Hagel ist auch dieses Stück Erinnerung vernichtet.

Quelle: volksstimme.de

Ramsauer lobt professionellen Wiederaufbau

Veröffentlicht: Juli 31, 2013 von fluthelfer in Fischbeck

Innerhalb von nur wenigen Tagen hatte das Hochwasser im Juni nach einem Deichbruch große Gebiete nördlich von Fischbeck überflutet. Die Reparaturen an der Infrastruktur dauern dagegen Monate.

Die Deutsche Bahn will bis Ende September ein Reparaturkonzept für die vom Hochwasser beschädigte ICE-Trasse nördlich von Fischbeck vorlegen. Erst dann könne prognostiziert werden, wann die Trasse für die ICE-Verbindung von Hannover nach Berlin wieder in Betrieb genommen werde, sagte der Infrastruktur-Vorstand der Bahn, Volker Kefer, am Dienstag bei einem Besuch von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) in der vom Hochwasser besonders betroffenen Region um Fischbeck. Die ICEs werden derzeit umgeleitet, was zu deutlichen längeren Fahrzeiten führt.

Derzeit wird mit Radarmessungen untersucht, ob sich tief unter der überspülten Trasse Hohlräume gebildet haben. „Wir brauchen Sicherheit, was den Untergrund angeht“, sagte Kefer. Die Bahn demonstrierte mit einem langsam fahrenden Bauzug, dass derzeit Wasser aus dem Beton der Trasse quillt, sobald sie belastet wird. Hohlräume wurden bei den bisherigen Radarmessungen allerdings noch nicht gefunden.

Ramsauer lobte den Wiederaufbau nach dem Hochwasser. „Ich bin wirklich überrascht, mit welchem Hochdruck und mit welcher Professionalität man mit den Schäden umgeht“, sagte er. In Fischbeck war ein Elbedeich gebrochen, wodurch riesige Landstriche unter Wasser gesetzt wurden. Erst an der Bruchstelle versenkte Lastkähne stoppten die Wassermassen.

Inzwischen grasen wieder Schafe auf dem Deich, der mit Spundwänden provisorisch repariert wurde. In der Region sind aber noch zahlreiche Felder gelb, weil die Pflanzen das Hochwasser nicht überlebten. Viele Menschen entrümpeln noch ihre überfluteten Keller, teilweise liegt meterhoch der Sperrmüll am Straßenrand.

Ramsauer besichtigte auch eine vom Hochwasser zerstörte Straßenbrücke bei Klietz. Hier soll in Kürze eine provisorische Brücke errichtet werden, erst 2015 wird eine neue Brücke fertig sein, wie Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) erklärte.

Ramsauer sagte weiter, die Voraussetzungen für die Aufbauhilfe seien nun geschaffen worden. In der kommenden Woche werde das Kabinett die von Bund und Ländern vereinbarte Acht-Milliarden-Hilfe verabschieden.

Quelle: mz-web.de

Acht Wochen nach dem Hochwasser ist das Blumengeschäft Leiterer & Rödel in der Greizer Brückenstraße seit Dienstag wieder eröffnet. Für die Treue der Kunden bedankte sich das Team mit selbst gefertigten Filzrosen und Wildblumensträußen.

Acht Wochen nach dem Hochwasser hat das Blumengeschäft Leiterer & Rödel in der Greizer Brückenstraße gestern wieder eröffnet. „Bei uns stand das Wasser einen Meter hoch. Wir haben alles komplett saniert“, erzählt Chefin Beate Rödel, während sie die Kunden in dem nach frischer Farbe und Holz riechenden Laden bedient. Die Pflanzen waren nach der Flut hin, bedauert sie. Die Dekoartikel, die in den oberen Regalen standen, konnten gerettet werden. Ein Kühlaggregat wurde zerstört und musste erneuert werden.

Trotz der achtwöchigen Zwangspause wurde kein Mitarbeiter entlassen. Im zweiten Geschäft in Greiz konnte gearbeitet werden und über Kurzarbeit und Urlaub wurde die Zeit überbrückt. Jetzt kann wieder in der Brückenstraße verkauft werden. Das Geschäft ist nun viel heller, wirkt dadurch deutlich größer, wie auch die Kunden festgestellt haben. Für deren Treue bedankte sich das Team mit selbst gefertigten Filzrosen und Wildblumensträußen.

Einen besonderen Dank richtet Beate Rödel an die Nachbarn, die nach dem Hochwasser geholfen haben, den Laden auszuräumen. „Darüber waren wir sehr froh, alleine hätten wir es nicht geschafft“, sagt die Geschäftsfrau.

Quelle: thueringer-allgemeine.de

Nach dem Unwetter das Hochwasser

Veröffentlicht: Juli 31, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Der Starkregen ließ am Montag die Bäche anschwellen und teilweise über die Ufer treten. Bei den Firmen A. Maier und Grässlin lief Hochwasser durch die Produktionstätten in Peterzell. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz.

Im Mühlbachtal in Peterzell brachte der Regen solche Wassermassen, dass bei A. Maier Präzision kein »Damm« mehr hielt und die braune Brühe durch die Produktionshalle floss. Die Feuerwehr versuchte, die Fluten durch Sandsäcke zurückzuhalten.

Zur gleichen Zeit kämpfte die Belegschaft der Grässlin GmbH in Peterzell gegen Hochwasser aus dem Hagenmoos, das seinen Weg ebenfalls durch die Produktionsstätte suchte und zeitweise auch die Schorenkreuzung auf der B 33 überflutete.

Auch in Königsfeld war die Feuerwehr schon am frühen Nachmittag beschäftigt und blieb in Bereitschaft. Zwischen Fischbach und Weiler gab es geflutete Straßen und Fahrbahnen. In Buchenberg stand die Kreisstraße 5723 unter Wasser, meldet die Polizei.

Quelle: schwarzwaelder-bote.de

Nach Hochwasser: Brücke wird ersetzt

Veröffentlicht: Juli 31, 2013 von fluthelfer in Bayern

 Deutliche Spuren hat das Hochwasser im Juni auch in Krün hinterlasssen. So deutliche, dass eine Brücke komplett ersetzt werden muss. Für die Arbeiten gibt’s eine dicke Finanzspritze.

Das Dorf hat’s schlimmer getroffen als erwartet. Kurz nach dem Hochwasser Anfang Juni sprach Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU) noch von „überschaubaren“ Schäden. Sind sie auch im Vergleich zu dem Chaos, das die Fluten in Passau oder Deggendorf anrichteten.

Doch Probleme hat der Kranzbach dennoch bereitet. Er sorgte an der so genannten Flutmulde, dem Überlauf zur Finz, für massive Schäden.Der Starkregen hat die Flutmulde stark ausgespült, den Uferbewuchs weg- und „die Sohle richtig aufgerissen“, nennt Horst Hofmann vom Wasserwirtschaftsamt den Sachstand. Er schaute sich die Schäden bei einem Ortstermin mit Gemeindevertretern an.

Georg Schober (Aktiv für Krün) plädierte in der Gemeinderatssitzung, bei der die Mitglieder die Reparaturen absegneten, nun für die große Lösung: „Wir sollten maximal ausbaggern und Kapazitäten schaffen.“ Er befürchtet, dass die Mulde künftig immer mehr Wasser auffangen muss.

Noch schlimmer hat es die Kranzbach-Brücke im Gschwandt getroffen. „Der Mittelpfeiler ist gebrochen“, berichtet der Bürgermeister. Sie wird komplett ersetzt. Das Wasser hat das Fundament unterspült, „sie droht abzusacken“, fügt WWA-Experte Hofmann hinzu. Er beschreibt sie als „ziemlich marode“.

Betroffen ist zudem eine weitere Überquerung in Richtung Wallgau, die aber wieder repariert werden kann. „Das Bachbett muss ausgebaggert und die ausgespülten Stellen mit einem Steinbau gesichert werden“, erläutert Hofmann.

Rund 150 000 Euro veranschlagt die Kommune für die neue Brücke inklusive der Ausbesserungen an der Flutmulde. Allerdings zahlt der Freistaat 80 Prozent.

Mit einer Finanzspritze dieser Größenordnung greift die Regierung dem Dorf auch im Ortsteil Klais unter die Arme. Dort hat das Hochwasser ebenfalls seine Spuren hinterlassen. Der Kranzbach spülte hinter der B2 in Richtung Tennsee große Teile der Uferböschung und -befestigung weg. Auch dort muss Krün rund 75 000 Euro – abzüglich der Förderung – investieren. Und das so schnell wie möglich. Schwarzenberger geht davon aus, dass alle Reparaturen bis zum Winter erledigt sind. Die Brücke wird aber erst 2014 neu errichtet.

Quelle: merkur-online.de

Das „Kabarett Fettnäppchen“ lädt zur Premiere ins Hofgut und nimmt die Flut und die OB als Krisenchefin in den Blick.

Was ist los in dieser Stadt? Das fragen sich Eva-Maria Fastenau und Thomas Puppe in ihrem neuen Programm „Kabarett unterm Schloss“, das am 1. August um 20 Uhr Premiere hat.

In bereits sechster Auflage haben Fastenau und Puppe, unterstützt von Horst Schlebe und Michael Horacek, die letzten Monate Stadtgeschehen Revue passieren lassen und ein quietschvergnügtes, weil herrlich spitzes Programm rund um Elsterhochwasser und Krisenmanagement der Rathauschefin ausgedacht. Die Flut und ihre Folgen bilden den Rahmen für kabarettistische Szenen, die sich nicht nur um den geheimnisvollen „Hahnschen Strudel“ und ein ominöses „heiliges Ei“ Gedanken machen.

Ein Schluss, zu dem man während der Proben zum neuen Stück im Hofgut kommt, ist der: „Normalerweise rollen bei solcherart Missmanagement Köpfe. Außer in Gera, da arbeitet man da weiter, wo man vor dem Hochwasser aufgehört hat. Es muss also wohl alles richtig gemacht worden sein“, haut Fettnapp-Chefin Fastenau in die Kerbe und kalauert, dass die Stadt die einmalige Chance verstreichen ließ, sich mit dem Hochwasser zu sanieren. „Aller Probleme hätte man sich mit dem Hochwasser doch bequem entledigen können“, sagt sie. Doch die Stadtmutter habe auch irgendwie Pech gehabt, denn leider hätten die Leute ja selbst Sandsäcke geschichtet und ein Wegschwemmen dieser Schwierigkeiten verhindert, steckt auch Thomas Puppe schon voll im Programmtext. Er kündigt den Premierengästen auch die Suche nach Flutsouvenirs und den Auftritt des Stimmungsmachers an, der auf der Suche nach Stimmen für die Bundestagswahl ist.

Quelle: thueringer-allgemeine.de

Hochwasser hält Magstadt in Atem

Veröffentlicht: Juli 31, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Die heftigen Regenfälle lassen am Montag in Magstadt einfach nicht nach. Um 14.24 Uhr ist es so weit. In der Feuerwache geht das erste Mal der Alarm ein. Die Einsatzkräfte der Magstadter Feuerwehr rücken mit 30 Mann, auf vier Fahrzeuge verteilt, aus. Von den Feuerwehrmännern um Einsatzleiter Hans-Peter Oerthle wird in den nächsten Stunden jede Menge Kondition verlangt.
Die Floriansjünger sind sofort an mehreren Fronten gleichzeitig gefordert. In der Robert-Bosch-Straße, der Mühlstraße, auf der Südtangente und in der Brühlstraße 37 hat sich das Wasser ausgebreitet. Die Südtangente steht auf der kompletten Fahrbahn unter Wasser. Hier gibt es kein Durchkommen mehr. Die Straße wird für den Verkehr gesperrt.

Der Geduldsfaden reißt langsam

Auch die Hausbewohner in der Brühlstraße 37 werden nicht mehr Herr über die Wassermassen, die vom naheliegenden Rankbach die Keller überfluten. Bereits am 1. Juni sicherte die Feuerwehr die Tiefgarage mit Sandsäcken. Nach dem extremen Regen rückte die Wehr am Mittwoch, 24. Juli, erneut in der Brühlstraße an. Damals zerstörten die Wassermassen die Heizung in dem Mehrfamilienhaus. Tags darauf wurde die Tiefgarage abermals überflutet. Am Montagnachmittag folgt nun der vierte Einsatz der Floriansjünger in der Brühlstraße. Das Wasser in der Tiefgarage wird abgepumpt. Nach eineinhalb Stunden rücken die Einsatzkräfte wieder ab. „Die Feuerwehrleute sind schon so etwas wie alte Bekannte für uns“, sagt die leidgeplagte Hausbewohnerin Pia Fronk „Es nervt langsam, wenn einem alles um die Ohren fliegt und man nichts dagegen tun kann“, verliert Ina Krajnz die Geduld.
Nach getaner Arbeit fahren die Magstadter Feuerwehrleute zur Feuerwache zurück. Lange Zeit bleibt ihnen nicht, um über die Einsätze zu sprechen. Die Pegelstände des Planbachs, des Rankbachs und des Eissees steigen minütlich an. Um 18.05 Uhr wird die komplette Mannschaft erneut alarmiert. Von nun an sind die 40 Einsatzkräfte der Magstadter Feuerwehr nonstop gefordert. Der Planbach tritt großflächig über die Ufer. Aus dem kleinen Bach wird ein reißender Strom, bis zu 100 Meter breit. Die Brennpunkte befinden sich in der Oswald-, Weiher-, und Gartenstraße. In der Weiherstraße werden die komplette Fahrbahn und die Wohnhäuser überflutet. Der Spielplatz zwischen Weiher- und Rosenstraße gleicht nun einer Seenlandschaft. In unmittelbarer Nähe zum Planbach sind Pegelstände von über einem Meter keine Seltenheit. Nahezu alle Keller stehen mindestens einen halben Meter unter Wasser.

Quelle: szbz.de

Zwei Wochen hat Bastei Lübbe für jedes Exemplar von Dan Browns Bestseller „Inferno“ (Start im Mai, Gesamtauflage 700.00 Exemplare) 50 Cent vom Gewinn für vom Hochwasser betroffene Buchhandlungen zurückgelegt. Zusammengekommen sind 30.000 Euro, von denen nun 24.000 Euro weitergegeben wurden.

Je 5.000 Euro bekamen die Buchhandlung Rupprecht in Passau, Thalia in Meißen, Thalia in Pirna und die Buchhandlung Bücherwurm in Grimma. Je 2.000 Euro gingen an Buch & Kunst in Passau und an Fiedler in Ebersbach-Neugersdorf. Die Spendensummen soll sich nach Angaben von Bastei Lübbe an der Höhe der Schäden orientiert haben.

Ein Teil der Spendensumme (6.000 Euro) ist derzeit noch nicht vergeben. Auch dieses Geld soll hochwassergeschädigten Buchhandlungen zugute kommen. Betroffene Buch­händler werden deshalb weiterhin gebeten, sich bei Bedarf direkt bei ihrem Bastei Lübbe-Vertreter zu melden

Quelle: boersenblatt.net

Ein Hügel für Biber in Not

Veröffentlicht: Juli 31, 2013 von fluthelfer in Landkreis Lüchow-Dannenberg

 

Mit einer ungewöhnlichen Maßnahme sollen künftig Biberschäden an Deichanlagen verhindert werden

Die Biber waren fleißig am Elbdeich zwischen Restorf und Brünkendorf. Eine tiefe und verzweigte Höhle haben sie in die Hochwasserschutzeinrichtung gegraben und für den bequemen Schlaf auch bereits stellenweise mit trockenem Gras und Laub ausgepolstert.

Es ist eine Notburg, die sie dort angelegt haben. Während des Hochwassers, als ihr eigentliches Heim meterhoch unter Wasser stand. Jetzt ist das Wasser verschwunden, die Biber sind wieder da, wo sie hingehören, nämlich in den Weichholzauen, und der Schaden, den sie angerichtet haben, ist beseitigt. Geblieben ist jedoch die Frage: Wie könne solche Angriffe auf die Integrität der Hochwasserschutzeinrichtungen künftig verhindert werden? Mit einem Nothügel, heißt die Antwort aus dem Lüchower Kreishaus: eine Hochwasser-Zufluchtstätte für Biber.

Der Hügel wäre ziemlich groß und läge zwischen Fluss und Deich. Er wäre so hoch, dass er bei Hochwasser nicht überspült würde, und mit einem Minimum zehn mal zehn Meter großen Plateau. Und aufgebaut wäre er wie ein Deich, damit er bei Hochwasser nicht einfach weggespült würde. »Das sind richtige Klötze, und sowas will man eigentlich nicht im Überflutungsgebiet haben, weil es den Abfluss des Wassers verhindert», sagt Ernst-August Schulz. »Aber in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hat man damit schon Erfahrungen. Gute Erfahrungen», sagt der Fachdienstleiter Wasserwirtschaft und damit oberster Deichschützer im Kreishaus. In den beiden Nachbarbundesländern gebe es diese Hügel schon, und sie würden von den Bibern bei Hochwasser auch angenommen. »Zum Glück, denn die Höhlen, die die Biber in die Deiche graben, sind sehr gefährlich, weil sie die Stabilität der Deiche beeinträchtigen», erläutert Schulz. Wenn solch ein Bau, eine sogenannte Notburg, eine bestimmte Tiefe erreicht und die Lehmschicht im Deich durchstößt, läuft dieser mit Wasser voll, wird weich und kann brechen. »Und das fast ohne Vorwarnung, denn während des Hochwassers sieht man die Löcher ja nicht», betont Schulz.

Der oder die Nothügel sollen in enger Absprache mit der Biosphärenreservatsverwaltung in Hitzacker entstehen. »Wir sind für die wasserrechtliche Genehmigung zuständig, die Biosphäre muss aber dem Bau zustimmen», erläutert Ernst-August Schulz. Und dazu sei man grundsätzlich auch bereit, heißt es aus der Verwaltung des Schutzgebietes in Hitzacker. »Aus fachlicher Sicht macht solch ein Hügel Sinn», sagt Sprecher Tobias Keienburg. Auch wenn man von sich aus solch eine Maßnahme nicht angestoßen hätte. Denn die Population des Bibers in der Elbtalaue sei stabil, Hochwasser gefährde den Bestand nicht, auch wenn dabei immer wieder Jungtiere zu Tode kämen. »Aber für die Deichsicherheit wäre ein solcher Nothügel gut und wichtig, und darum wären wir auch bereit, mit dem Kreis darüber zu sprechen.»

Dieses Gespräch will Ernst-August Schulz nun gemeinsam mit dem Gartower Deichverband mit der Biosphärenreservatsverwaltung suchen. Um gemeinsam das Projekt Hochwasser-Zuflucht für den Biber in Angriff zu nehmen. Zum Schutz der Deiche, aber auch zum Schutz der Biber. Denn wenn die Tiere durch den Bau weiterer Notburgen in den Elbe- oder auch in den Seegedeichen zu einer akuten Gefahr für die Deichsicherheit und damit für die Bewohner der geschützten Gebiete werden würden, müss-ten wohl oder übel andere Maßnahmen ergriffen werden. Und das könnte auch der Abschuss von Tieren sein. Doch das will niemand. Nicht im Kreishaus, und erst recht nicht in der Verwaltung des Biosphärenreservates Niedersächsische Elbtalaue.

Bild: Bei Hochwasser werden Biber aus ihren Burgen vertrieben und suchen sich neue Unterkünfte. Die graben sie dann oftmals in die Deiche – und das ist gefährlich, denn so weichen die Hochwasserschutz- anlagen durch und können schnell brechen.

Quelle: ejz.de