Spatenstich für Hochwasserschutz am Regen

Veröffentlicht: Juli 30, 2013 von fluthelfer in Bayern

 

In Regensburg-Reinhausen war am Montag (29.7.) Spatenstich für einen neuen Abschnitt des Hochwasserschutzes in der Stadt. Dazu kam Umweltminister Marcel Huber (CSU) nach Regensburg.

Mit Beginn der Baumaßnahmen in Reinhausen wird nach Auskunft des Wasserwirtschaftsamtes der dritte Abschnitt des Hochwasserschutzes in Regensburg umgesetzt. Neben den entstehenden Anlagen sollen auch das Regenufer und der angrenzende Straßenraum aufgewertet werden. Die Baumaßnahme soll bis 2015 abgeschlossen sein.

Betonmauer an Unterer Regenstraße

Im Rahmen der aktuellen Maßnahmen wird entlang der Unteren Regenstraße eine Hochwasserschutzmauer aus Beton von über 600 Metern gebaut. Diese soll durch mobile Elemente in einem Umfang von über 400 Quadratmetern aufgestockt werden können. Solche Elemente haben beim jüngsten Hochwasser an der Donau in Regensburg Schlimmeres verhindert.

Auch ein neues Schöpfwerk wird errichtet und ein Abwasserpumpwerk nachgerüstet, um die Entwässerung auch während eines Hochwassers sicherzustellen. Insgesamt sollen so rund 8.000 Menschen in den Ortsteilen Reinhausen und Weichs vor einem hundertjährlichen Hochwasser geschützt werden.

Gesamtinvestitionsvolumen 100 Millionen Euro

Der Hochwasserschutz Regensburg ist eines der umfangreichsten laufenden Hochwasserschutzprojekte des Freistaats. Das geschätzte Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei 100 Millionen Euro. Es wird gemeinsam vom Freistaat Bayern, der Europäischen Union und der Stadt Regensburg getragen. Der Schutz vor einem hundertjährlichen Hochwasser für Regensburg soll im Rahmen einer offenen Planung bis 2020 in insgesamt 18 Bauabschnitten realisiert werden.

Im Zuge des Baus werden auch Maßnahmen für Freizeit und Erholung, Naturschutz und Stadtentwicklung umgesetzt. Insbesondere der Bürgerwunsch nach einem „Grünen Zimmer“ wird umgesetzt. Durch eine Erweiterung der Uferflächen entstehen dabei neue Freiflächen. Sie sind als Parks, Sport- und Spielflächen oder Kleingärten angelegt.

Aktionsprogramm 2020plus

Zur beschleunigten Umsetzung des bayernweiten Hochwasserschutzes wurde das Aktionsprogramm 2020plus beschlossen. Dieses sieht eine Verdopplung der bisherigen finanziellen Mittel für den Hochwasserschutz vor. Im Zeitraum bis 2020 investiert der Freistaat insgesamt 3,4 Milliarden Euro für den Ausbau des Hochwasserschutzes. Seit dem Jahr 2001 hat der Freistaat bereits 1,6 Milliarden Euro in Hochwasserschutzmaßnahmen investiert. Die durchgeführten Maßnahmen schützen rund 400.000 Menschen vor Überflutungen durch ein hundertjährliches Hochwasser.

Quelle: br.de

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