Archiv für Juli 30, 2013

enviaM unterstützt 101 hochwassergeschädigte Kommunen in Mitteldeutschland. Die Auszahlung aus dem für Städte und Gemeinden eingerichteten Hilfsfonds des Unternehmens ist abgeschlossen. Aufgrund der großen Nachfrage wurde die Soforthilfe nochmals von 150.000 Euro auf 214.000 Euro aufgestockt.

Hier die Pressemitteilung vom 24.07.2013 zum Downloaden

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Quelle: enviam.de

Renaturierung der Sieg – Mehr Platz für neue Kiesbänke

Veröffentlicht: Juli 30, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz

Im Windecker Ortsteil Hoppengarten lässt die Bezirksregierung Köln die Steinschüttung am Siegufer zurückbauen. Ziel ist es, dass sich das Gewässer naturnah in die Breite entwickeln und und dabei Kiesbänke und Nebengerinnen bilden kann.

Auch an ihrem Flusslauf im Ortsteil Hoppengarten soll sich die Sieg künftig wieder natürlich entwickeln können. Dazu lässt die Bezirksregierung Köln die Steinschüttung am Siegufer zurückbauen. Ziel ist es, dass sich das Gewässer naturnah in die Breite entwickeln und dabei Kiesbänke und Nebengerinnen bilden kann.

Die Arbeiten sind Teil des Programms „Lebendige Gewässer in Nordrhein-Westfalen“, das bis 2027 gute Lebensbedingungen für Fische und andere Lebewesen schaffen soll. Der Rückbau der Steinschüttung könnte nach schon beim nächsten Hochwasser dazu führen, dass sich bei Hoppengarten eine neue Uferlinie bildet.

Schlafende Sicherung

Zum Schutz des Damms an der nahe gelegenen Siegtalstraße (L 133) wird eine schlafende Sicherung errichtet. Dazu werden die vom Ufer entfernten Steine in einem Graben eingebaut. Wenn sich die aus ihrem steinernen Korsett befreite Sieg dann weiter in Richtung L 133 ausbreitet, wird diese Sicherung dafür sorgen, dass die Entwicklung nur bis dort erfolgen kann. Der Landesbetrieb Straßen NRW stellt entsprechende Flächen zur Verfügung.

Im Zuge der Arbeiten am Siegufer soll auch der Löhrsiefener Bach im Mündungsbereich in die Sieg von seinen Fesseln befreit werden. Bislang floss der Bach dort in einem Rohr, damit die Stelle von landwirtschaftlichen Fahrzeugen überquert werden kann. Jetzt soll dort eine natürliche Furth geschaffen werden, an der die Fahrzeuge den Bach problemlos durchqueren können.

Quelle: ksta.de

Spatenstich für Hochwasserschutz am Regen

Veröffentlicht: Juli 30, 2013 von fluthelfer in Bayern

 

In Regensburg-Reinhausen war am Montag (29.7.) Spatenstich für einen neuen Abschnitt des Hochwasserschutzes in der Stadt. Dazu kam Umweltminister Marcel Huber (CSU) nach Regensburg.

Mit Beginn der Baumaßnahmen in Reinhausen wird nach Auskunft des Wasserwirtschaftsamtes der dritte Abschnitt des Hochwasserschutzes in Regensburg umgesetzt. Neben den entstehenden Anlagen sollen auch das Regenufer und der angrenzende Straßenraum aufgewertet werden. Die Baumaßnahme soll bis 2015 abgeschlossen sein.

Betonmauer an Unterer Regenstraße

Im Rahmen der aktuellen Maßnahmen wird entlang der Unteren Regenstraße eine Hochwasserschutzmauer aus Beton von über 600 Metern gebaut. Diese soll durch mobile Elemente in einem Umfang von über 400 Quadratmetern aufgestockt werden können. Solche Elemente haben beim jüngsten Hochwasser an der Donau in Regensburg Schlimmeres verhindert.

Auch ein neues Schöpfwerk wird errichtet und ein Abwasserpumpwerk nachgerüstet, um die Entwässerung auch während eines Hochwassers sicherzustellen. Insgesamt sollen so rund 8.000 Menschen in den Ortsteilen Reinhausen und Weichs vor einem hundertjährlichen Hochwasser geschützt werden.

Gesamtinvestitionsvolumen 100 Millionen Euro

Der Hochwasserschutz Regensburg ist eines der umfangreichsten laufenden Hochwasserschutzprojekte des Freistaats. Das geschätzte Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei 100 Millionen Euro. Es wird gemeinsam vom Freistaat Bayern, der Europäischen Union und der Stadt Regensburg getragen. Der Schutz vor einem hundertjährlichen Hochwasser für Regensburg soll im Rahmen einer offenen Planung bis 2020 in insgesamt 18 Bauabschnitten realisiert werden.

Im Zuge des Baus werden auch Maßnahmen für Freizeit und Erholung, Naturschutz und Stadtentwicklung umgesetzt. Insbesondere der Bürgerwunsch nach einem „Grünen Zimmer“ wird umgesetzt. Durch eine Erweiterung der Uferflächen entstehen dabei neue Freiflächen. Sie sind als Parks, Sport- und Spielflächen oder Kleingärten angelegt.

Aktionsprogramm 2020plus

Zur beschleunigten Umsetzung des bayernweiten Hochwasserschutzes wurde das Aktionsprogramm 2020plus beschlossen. Dieses sieht eine Verdopplung der bisherigen finanziellen Mittel für den Hochwasserschutz vor. Im Zeitraum bis 2020 investiert der Freistaat insgesamt 3,4 Milliarden Euro für den Ausbau des Hochwasserschutzes. Seit dem Jahr 2001 hat der Freistaat bereits 1,6 Milliarden Euro in Hochwasserschutzmaßnahmen investiert. Die durchgeführten Maßnahmen schützen rund 400.000 Menschen vor Überflutungen durch ein hundertjährliches Hochwasser.

Quelle: br.de

Marion Hecht kann aufatmen. Wie der Pressesprecher des Landesverwaltungsamtes, Adalbert Alexy, soeben mitteilte, wird gegen die Wolfersdorferin nur eine Verwarnung ausgesprochen. Auf eine Geldbuße wegen der Einrichtung eines illegalen Linienverkehrs wird verzichtet.

„Das Landesverwaltungsamt ist der Auffassung, dass Frau Hecht gegen geltendes Recht verstoßen hat und musste die Anzeige prüfen“, betonte Alexy. „Es wurde aber berücksichtigt, dass die Fahrten auf Bitten des Bürgermeisters und unter besonderen Umständen geschahen.

Zudem hat sie nach eigenen Aussagen keinen Gewinn mit dem Transport gemacht“, begründete der Pressesprecher die milde Strafe. „Frau Hecht hat nicht beabsichtigt, gegen die bestehenden Regeln des Personenbeförderungsgesetzes bewusst zu verstoßen, sondern wollte Einwohnern helfen“, gab Alexy die Einschätzung des Landesverwaltungsamtes wieder. Der Bescheid soll Hecht noch diese Woche zugehen.

Marion Hecht hatte nach dem Hochwasser Einkaufsfahrten von Berga nach Weida angeboten, sich dafür aber keine Genehmigung eingeholt. Ein Dritter hatte deswegen Anzeige erstattet.

Rückblende:

„Enttäuschung“ habe sie verspürt, sagt Marion Hecht, als sie den Brief des Landesverwaltungsamtes öffnete. Die Wolfersdorferin, die einen privaten Pflegedienst und ein Mietwagenunternehmen betreibt, hatte kurz nach dem Hochwasser begonnen, Bergaer Einwohner zweimal in der Woche zum Einkaufen nach Weida zu bringen. Die einzige größere Einkaufsmöglichkeit, der Netto-Markt in der Elsterstadt, hat wegen Flutschäden bis auf Weiteres geschlossen.

Doch diese Hilfsbereitschaft – die Aktion sei nicht aus Profitgier entstanden, sei vielmehr ein Minus-Geschäft, betont Hecht, – ist der Wolfersdorferin nun zum Verhängnis geworden. Denn damit hat sie, so das Schreiben des Landesverwaltungsamtes, einen Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen eingerichtet, ohne sich die entsprechende Genehmigung einzuholen.

Dass das stimmt, gibt die Wolfersdorferin zu, sie hätte nur auf Zuruf kommen dürfen. „Aber es war eine Ausnahmesituation“, sagt sie, „es fuhren keine Züge und kaum Busse. Außerdem habe ich erst Ja gesagt, als mich die Stadtverwaltung darum gebeten hat.“ Tatsächlich geht aus dem Fahrplan der Greizer Personen- und Reiseverkehrs GmbH hervor, dass in den Ferien mittwochs, freitags und am Wochenende überhaupt keine Busse fahren. Auch an Schultagen gibt es kaum Verbindungen am Tag, ab zirka 14.30 Uhr gar keine mehr.

Bergas Bürgermeister Stephan Büttner (Freie Wähler) bestätigt Hechts Aussage: „Wir haben schnellstmöglich eine Lösung gesucht, die ältere Bevölkerung zu versorgen“, sagt er. Bis der Markt wieder aufmacht – voraussichtlich in vier bis fünf Wochen so Büttner – hätte er die Wolfersdorferin um Hilfe gebeten, für die er „ausdrücklich dankbar“ sei, wie er sagt.

Adalbert Alexy, Sprecher des Landesverwaltungsamtes, versucht auf Nachfrage zu beruhigen: „Noch ist nichts entschieden“, sagt er. „Wir überprüfen die Sache.“ In der Bemessung des Bußgeldes hätte das Amt durchaus einen Spielraum, je nach Schwere des Vergehens. „Der kann von Nichtverfolgung bis zu 250 Euro pro Fahrt reichen“, so Alexy, der Marion Hecht aber auch tadelt: „Sie hätte es als Inhaberin einer Mietwagenfirma eigentlich besser wissen müssen.“ Der Sprecher bestätigt, dass das Landesverwaltungsamt durch eine Anzeige Dritter aufmerksam wurde, verspricht aber, dass die besonderen Umstände berücksichtigt würden.

Quelle: otz.de

 

Ungewöhnliche Spende: Haustiere für Fischbeck

Veröffentlicht: Juli 30, 2013 von fluthelfer in Fischbeck
Eine ungewöhnliche Spende haben Mitarbeiter des Jobcenters im Landkreis Harz an die Bewohner von Fischbeck übergeben.
Neben Spielsachen und Sitzbänken gingen auch Tiere auf die Reise in den vom Hochwasser heimgesuchten Ort. Mitarbeiter des Jobcenters und von Harzer Bildungswerken hatten sie gespendet, da viele Bewohner in Fischbeck auch ihre Tiere verloren hatten. Fünf Hühner, ein Hahn, ein Hase und eine Häsin wurden an den Fischbecker Bürgermeister Bodo Ladwig (parteilos) übergeben. Bei den Hühnern sei eigens eine Rasse ausgewählt worden, die cholesterinarme Eier legt, sagte eine Sprecherin des Jobcenters. Cholesterin gelte als eine Ursache für hohen Blutdruck – und für den habe die Flut schon reichlich gesorgt.
Quelle: focus.de

Kammertheater spendet 12.000 Euro für Kitas in Halle

Veröffentlicht: Juli 30, 2013 von fluthelfer in Halle

Seit Mitte Juni sammelt das Team vom Kammertheater Karlsruhe Spenden für zwei Kitas im Hochwassergebiet Halle, die besonders schlimm betroffen sind und aufgrund der Wassermassen keine Möglichkeit mehr haben, den Kindern Raum zu bieten. Wie das Kammertheater nun mitteilt, konnten dank der Spenden der Theaterbesucher und Schüler des Thomas-Mann-Gymnasiums 12.000 Euro übergeben werden.

Die vom Kammertheater organisierte Spendenaktion hat das ausgegebene Spendenziel von 10.000 Euro nun sogar übertroffen. Den Kitas „Villa der fröhlichen Kinder“ und St. Georgen wurde ihre idyllische Lage im Herzen von Halle, der Partnerstadt Karlsruhes, genau neben der Saale, zum Verhängnis, erklärt das Kammertheater in der Pressemeldung.

12.000 Euro für Kitas in Halle

„Unserem Spendenaufruf ist – neben den zahlreichen Theatergängern, die nach jeder Vorstellung fleißig Geld in die ausgelegten Sammelkörbchen zusammengetragen haben – auch das Thomas-Mann Gymnasium im Landkreis Karlsruhe nachgekommen“, heißt es in der Meldung weiter. 12.000 Euro konnten so für die Wiederinstandsetzung der beiden Kitas gesammelt werden.

„Es muss komplett unser Außengelände erneuert werden, der Spielsand ist kontaminiert und damit nicht mehr sicher für unsere Kinder. All unsere Möbel in der Kelleretage sind hinüber, viele elektrische Geräte und der Heizungskessel, Waschmaschine, die Küche sind defekt“, berichtet Kerstin Wolf, die Leiterin der „Villa der fröhlichen Kinder“ in der Pressemeldung. Auch Kerstin Jugel, von der Kita St. Georgen, hat einige Schäden zu beklagen, dabei wurde ihre Kita erst 2010 frisch rekonstruiert.

Quelle: ka-news.de

Hochwasser stand im Mittelpunkt der Versammlung

Veröffentlicht: Juli 30, 2013 von fluthelfer in Bayern

Zur Jahreshauptversammlung des Haus- und Grundbesitzervereins waren rund 80 der insgesamt über 400 Mitglieder ins Hotel-Restaurant „Schlossblick“ nach Stock gekommen. Vorsitzender Nikolaus Steindlmüller widmete sich in seinem Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr vor allem dem Hochwasser im Juni.

Spende für „Leben mit Handicap“

Auch der Referent des Abends, Alois Pan von der Bayerischen Versicherungskammer, stellte dieses Ereignis in den Mittelpunkt seines Diavortrags, in dem er recht drastische Fotoaufnahmen aus der Region zeigte. Viele der anwesenden Haus- und Grundbesitzer nutzten die Gelegenheit, den Versicherungsexperten zu befragen, was sie im Schadensfall zu tun hätten und wie sie sich am besten versichern könnten. Zudem erläuterte Pan die aus einem Paket bestehende Elementarversicherung.

Steindlmüller machte die Mitglieder auf Verbesserungen im Mietrecht zum Vorteil der Vermieter aufmerksam und verdeutlichte dies anhand konkreter Beispiele.

Schatzmeister Franz Berger teilte mit, dass der Verein finanziell sehr gut dastehe. Dies sei vor allem der Tatsache zu verdanken, dass er im Gegensatz zu anderen Vereinen keinem Dachverband unterstellt ist, an den er Abgaben bezahlen müsse.

Der größte Ausgabeposten im Vorjahr sei eine Spende von 3000 Euro an den Verein „Leben mit Handicap“ gewesen, um den Bau des Wohnheims für Behinderte in Prien-Stauden zu unterstützen. „Diese Spende lag mir sehr am Herzen“, sagte Steindlmüller.

Die Vorstandschaft besteht weiterhin aus Steindlmüller, Franz Laböck als seinem Stellvertreter und Franz Berger als Schatzmeister. Lediglich der Schriftführer musste neu gewählt werden. Die anwesenden Mitglieder entschieden sich einstimmig für Klaus Ulrich.

Neuer Schriftführer

Insgesamt verlief die Jahreshauptversammlung recht harmonisch und die Mitglieder nahmen die Gelegenheit wahr, sich gegenseitig auszutauschen und sich von Rechtsanwalt Nikolaus Steindlmüller als Fachmann für Grundstücksfragen sozusagen aus erster Quelle Rat zu holen

Quelle: ovb-online.de

Nach dem Hochwasser jetzt Wegebau an Weihertalmühle

Veröffentlicht: Juli 30, 2013 von fluthelfer in Thüringen
Die Wassermassen hatten die Waldwege von Möckern beziehungsweise Quirla zur Mühle komplett zerstört.

Ein Großteil der Waldwege zur Weihertalmühle hatte das Hochwasser Ende Mai komplett weggespült. Sowohl die Zufahrt von Quirla kommend als auch der Waldweg rund 200 Meter oberhalb der Mühle wurden von den gewaltigen Wassermassen zerstört.

Während die Gemeinde Quirla gemeinsam mit der Stadtrodaer Firma Titzmann unmittelbar nach dem Hochwasser Teile der von Quirla kommenden Zuwegung notdürftig reparierte, folgte Ende Juni der komplette Aufbau des Waldweges in diesem Bereich. Im Auftrag der Stadtrodaer Firma Titzmann ist seitdem das Apoldaer Bauunternehmen Friedrich und Kober rund um die Weihertalmühle mit dem Wegebau beschäftigt. Jetzt sei auch der Wegebau auf dem Waldweg von Möckern kommend zur Mühle abgeschlossen, informierte David Friedrich von der Apoldaer Baufirma, die von Mitte Juli bis Ende letzter Woche ein 200 Meter langes Teilstück bis zur Mühle instand gesetzt hat. „Immerhin sind hier rund 250 Tonnen Frostschutz eingebaut und verdichtet worden, erzählte er. Oberhalb der Mühle seien der Bachlauf auf einem kurzen Teilstück neu eingefasst und ein Kanalstück gebaut worden, das einen möglichen Wasserstrom in einen Überlaufbereich leiten soll, so David Friedrich weiter. Noch offen sei der weitere Fortgang des Wegebaus von der Mühle in Richtung Stadtroda. Hier sei wohl noch keine Entscheidung gefallen, meinte er.

Auf Anfrage unserer Zeitung informierte die Stadtrodaer Stadtverwaltung, dass der Wegebau auch in diesem Abschnitt fortgesetzt werden soll.

Und auch an und in der Weihertalmühle gehen die Reparaturarbeiten weiter. So lassen die Mühlenbetreiber Christian Ecke und Tobias Bieritz den ebenfalls vom Hochwasser komplett zerstörten Biergarten wieder aufbauen. Die ersten Frostschutzaufbauten seien bereits erfolgt, so Christian Ecke. Allerdings werde man in dieser Sommersaison den alten Biergartenbereich nicht mehr nutzen. Dafür stehe der weiträumige Hof mit knapp über 50 Plätzen zur Verfügung. „Bei Veranstaltungen kann man die Kapazität auf über 150 Plätze erweitern. Das wird zum Beispiel am 17. August bei unserem Jazzfestival der Fall sein“, erklärte Ecke.

Zufrieden sind die Betreiber, dass die Versicherer zu ihrem Wort standen und bereits einige Zahlungen geleistet haben. „So konnten wir vieles wieder instand setzen lassen“, sagte Christian Ecke

Quelle: thueringer-allgemeine.de

Neues Wehr für Hoyerswerdaer Schwarzwasser in Zescha

Veröffentlicht: Juli 30, 2013 von fluthelfer in Sachsen
Der kleine Ort Zescha bei Königswartha (Landkreis Görlitz) ist künftig besser gegen Hochwasser geschützt.
Nach neun Monaten Bauzeit ist das neue Wehr für das Hoyerswerdaer Schwarzwasser fertig, wie die Landestalsperrenverwaltung in Prina am Montag mitteilte. Die Behörde investierte rund 325 000 Euro, um das betriebsuntüchtige alte Wehr an dem Flüsschen zu ersetzen. Als Ersatz für die wegen der Bauarbeiten gefällten Bäume sollen im Herbst 19 Erlen und Eichen gepflanzt werden.
Quelle: focus.de

Hannover 96 bei Hochwasser-Benefiz 1:0 in Halle

Veröffentlicht: Juli 30, 2013 von fluthelfer in Halle

Bundesligist Hannover 96 hat das Benefizspiel zu Gunsten von Geschädigten nach dem Juni-Hochwasser beim Halleschen FC mit 1:0 (0:0) gewonnen. Die Gastgeber, die gerade in der 3. Liga einen Fehlstart mit zwei Niederlagen zum Saisonbeginn in Folge hingelegt haben, konnten den Niedersachsen über weite Strecken überraschend gut Paroli bieten.

Zwischenzeitlich hatte Halle sogar die Führung auf dem Fuß. Kurz vor Ende kam dann aber doch der Siegtreffer für den Erstligisten, Deniz Kadah traf in der 85. Minute. Die Partie war wegen der brütenden Hitze am Wochenende um einen Tag verschoben worden. Rund 3.000 Zuschauer waren im Stadion in Halle.

Quelle: finanznachrichten.de

Special Olympics – Wettkämpfe im Zeichen des Hochwassers

Veröffentlicht: Juli 30, 2013 von fluthelfer in Bayern

Athleten stoßen in Passau immer wieder auf Spuren der gerade überstandenen Katastrophe

„Ich freue mich, dass wir heute alle hier sind in Passau und diese Woche gemeinsam stark und sportlich unser Bestes geben werden!“ Dass der Nördlinger Special Olympics-Athletensprecher Markus Protte diese Rede während der Eröffnungsfeier der Bayerischen Special Olympics Sommerspiele halten konnte, war kaum vorstellbar, als man noch vor wenigen Wochen überall die Bilder sah, wie schwer es besonders die Drei-Flüsse-Stadt Passau getroffen hatte, als in Deutschland viele Regionen von schlimmem Hochwasser betroffen waren.

Athletinnen und Athleten bringen die Sonne zurück in die Stadt…

Passau war ausgewählt worden, eine Woche lang die Bayerischen Special Olympics-Sommerspiele auszutragen. Die Menschen vor Ort und viele Helfer aus ganz Deutschland haben es nicht nur geschafft, nach der Katastrophe irgendwie wieder zurück zum Alltag zu finden, sie haben zudem auch noch für 1300 Sportlerinnen und Sportler mit geistiger und mehrfacher Behinderung ein großartiges Sportfest ausgerichtet. So konnte der Passauer Oberbürgermeister Jürgen Dupper bei der Eröffnungsfeier voller Freude die Menge begrüßen: „Wir haben schwierige Wochen hinter uns. Es ist gut, Sie hier zu haben – sie bringen die Sonne zurück in die Stadt!“

Ganz klar – bei diesen Spielen standen nicht nur die sportlichen Wettbewerbe im Mittelpunkt. Immer wieder trafen die Athletinnen und Athleten auch auf Spuren, die das Hochwasser hinterlassen hat – seien es die unvorstellbar hohen Pegelstände, die an Hausmauern angezeichnet sind, oder der komplett unbewohnbare untere Stock der Pension, in der die Teilnehmer des Integrativen Sportvereins SG-Handicap Nördlingen, freundlicherweise ausgestattet mit Bussen der Firma Heuchel aus Nördlingen und des Autohauses Wagner aus Donauwörth, untergebracht waren. Tatsächlich musste deshalb ein Teil der 23-köpfigen Gruppe in ein benachbartes Hotel ausweichen. Aber auch besonders die Gastwirte freuten sich, dass Special Olympics in ihrer Stadt Halt machte – nach den teuren Wiederaufbauarbeiten war jeder Gast und jeder Umsatz sehr willkommen.

Viele gute Erinnerungen an die Spiele in Nördlingen

Und wer 2009 in Nördlingen die Special Olympcis Sommerspiele erlebt hat, weiß, wie viel gute Laune und Stimmung die Sportlerinnen und Sportler verbreiten – egal, wo sie hinkommen. Überhaupt wurden die Nördlinger häufig von anderen Teilnehmern darauf angesprochen, wie toll die Sommerspiele damals in der Stadt im Ries waren, und wie gerne sie sich daran zurückerinnern.

Den Nördlinger Athletinnen und Athleten werden mit Sicherheit auch besonders die Spiele in Passau in Erinnerung bleiben. Neben den vielen Eindrücken, die sie dort gesammelt haben, sind sie auch mit einer ganzen Menge an Medaillen nach Hause gekommen. Elf Mal Gold, acht Silbermedaillen und fünf Mal Bronze – das war neben zahlreichen guten Platzierungen das stolze Ergebnis des Integrativen Sportvereins Nördlingen.

Die Debütanten machen den „alten Hasen“ Konkurrenz

Im Schwimmen zeigten vor allem die Nachwuchsschwimmer, die teilweise zum ersten Mal bei einer Special Olympics-Großveranstaltung dabei waren, gute Leistungen. Franzi Stolch, Bettina Groß, Celina Witt und Steffen Zwölfer sind den langjährigen Teilnehmern dicht auf den Fersen. Auch bei den Leichtathleten zeigte ein Nachwuchstalent eine überragende Leistung: Im Alter von 19 Jahren erreichte Daniel Weinert beim Kugelstoßen die überragende Weite von 12,99 Metern.

Während sich die Schwimmstaffeln starker Konkurrenz geschlagen geben mussten und die Plätze vier und sechs erreichten, scheint die Leichtathletikstaffel der Nördlinger auch mit teilweise neuer Besetzung nach wie vor nicht zu schlagen zu sein. Mit einer Zeit von 4:22 Minuten, waren Markus Protte, Mickel Schwab und die beiden neu dazu gestoßenen Läufer Florian Sollinger und Daniel Weinert sogar noch einmal 15 Sekunden schneller als bei dem grandiosen Gewinn des 4×400- Meter-Laufs im Vorjahr in München.

Nächstes Ziel sind die Sommerspiele 2014 in Düsseldorf

Mit dieser Mischung aus bewährten „alten Hasen“ und vielversprechenden Nachwuchstalenten gilt nun das Augenmerk den nationalen Sommerspielen, die im Mai nächsten Jahres in Düsseldorf stattfinden werden. Nach den hochverdienten Sommerferien werden die SG-Handicap-Athleten auf dieses nächste Ziel hinarbeiten.

Quelle: augsburger-allgemeine.de


Wettkämpfe im Zeichen des Hochwassers – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/noerdlingen/Wettkaempfe-im-Zeichen-des-Hochwassers-id26439821.html

Wettkämpfe im Zeichen des Hochwassers – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/noerdlingen/Wettkaempfe-im-Zeichen-des-Hochwassers-id26439821.html

Hochwasser und Wegkreuze

Veröffentlicht: Juli 30, 2013 von fluthelfer in Bayern

Zu einer besonderen Bilderausstellung lud der Förderverein Pfarrzentrum Ampfing ins Theresianum ein. Gezeigt wurden Bilder ab zirka 1920 von diversen Plätzen aus dem Gemeindebereich, die bei Hochwässern überschwemmt wurden. Klar wurde dabei: Schon damals ließ die Natur die Gemeindebürger ihre Gewalt spüren – da gab es beispielsweise auf dem Marktplatz nur noch ein Vorankommen mit dem Boot, weil die Isen über die Ufer trat und alles überschwemmte.

Gezeigt wurden auch einige Filme, über die Aufräumungsarbeiten der Bürger und wie man sich vor weiteren Wassermassen schütze. Andreas Brandstetter gab gerne zu den gezeigten Filmen Auskunft, und gab so manche Anekdote zum Besten. Matthias und Elisabeth Brandstetter, erklärten immer wieder den vielen Interessierten Besuchern, wo das Hochwasser stand und wer auf den Bildern zu sehen war.

Ebenfalls wurden Bilder von vielen Wegkreuzen und Kapellen in und rund um die Gemeinde Ampfing gezeigt. Die Bilder stammten teilweise aus dem Gemeindearchiv oder waren eine private Leihgabe.

Der Erlös aus den Eintritten zur Veranstaltung wird gespendet. Das Geld soll den Bewohnern von Oberwöhr bei Rosenheim zugute kommen, bei denen heuer das Hochwasser sehr gewütet hat.

Quelle: ovb-online.de

Helfer unterstützen beim Wiederaufbau

Veröffentlicht: Juli 30, 2013 von fluthelfer in Aken

Die Gemeinschaft „Flutopferhilfe Quedlinburg & Freunde“ unterstützt eine junge Familie aus Aken beim Wiederaufbau ihres erst im Vorjahr neu bezogenen Hauses. Der Gesamtschaden beläuft sich schätzungsweise auf 75.000 Euro.

 

Erst im November vergangenen Jahres zogen Andrea Miethig und Mario Elß mit ihren Kindern Adrian (7) und Maria (2) in ihr neu gebautes Haus in der Kleinzerbster Straße in Aken ein. „Es ist unser Traumhaus. Den Bautyp Bungalow haben wir bewusst gewählt, mit Blick auf das Alter“, sagt sie. In diesem Sommer nun sollten die Außenanlagen in Angriff genommen werden.

Daraus wird aber vorerst nichts. Das Haus der jungen Familie wurde während des Hochwassers überflutet. Das Wasser stand mehrere Tage lang einen halben Meter hoch in allen Räumen – mit verheerenden Folgen. Sämtliche Möbel, Haustechnik, Fliesen, Fußbodenheizung, alles war hinüber. Der Gesamtschaden beläuft sich schätzungsweise auf 75 000 Euro. „Ich habe zwei Wochen neben mir gestanden und nur geweint“, blickt Andrea Miethig zurück. Sie musste sich ärztlich behandeln lassen.

Ihrem Mann erging es kaum anders, auch er war geschockt, als er durch das überflutete Haus waten musste und die Verwüstungen sah. Beide haben inzwischen wieder neuen Lebensmut gefasst, was in großem Maße auch den Helfern aus Quedlinburg und Umgebung zuzuschreiben ist, die beim Wiederaufbau des Hauses tatkräftig anpacken.

Initiator des Ganzen ist Karsten Dannenberg, Chef einer Dach- und Fassadenbaufirma in Quedlinburg. „Ich habe im Fernsehen viele Berichte über die Flut und helfende Menschen gesehen. In einer solchen Situation nichts zu tun, da hätte ich ein schlechtes Gewissen bekommen“, begründet der 41-Jährige seine Hilfsbereitschaft, der sich noch viele andere Menschen anschlossen. Entstanden ist ein Netzwerk mit dem Namen „Flutopferhilfe Quedlinburg & Freunde“. Mehr als 150 Menschen sind laut Karsten Dannenberg inzwischen dabei, tauschen sich zumeist über Facebook und E-Mails aus, haben entweder Geld und Dinge für das Haus gespendet oder haben in Aken mit angepackt.

Ihren Anfang machte die „Flutopferhilfe“ am 8. Juni, als man 3000 Liter Getränke nach Magdeburg brachte und dort Sand schippte. Von der ersten Aktion blieben 25 Euro übrig, die Helfergemeinschaft beschloss, weiter Geld zu sammeln. Einer aus der Runde regte schließlich an, sich auf eine vom Hochwasser betroffene Familie zu konzentrieren. „Man kann vielen Betroffenen mit kleinen Beträgen zwar etwas helfen, aber eben nicht sonderlich erfolgreich“, sagt Karsten Dannenberg. Aus dem Netzwerk heraus kam auch der Vorschlag, Andrea Miethig und Mario Elß zu unterstützen.

Karsten Dannenberg machte sich mit Andreas Grosser, einem Geschäftspartner, am 22. Juni auf den Weg nach Aken. Die in Baufragen bewanderten Männer schauten sich die Schäden an und legten fest, was alles zu tun ist. Ein erster Arbeitseinsatz fand am 29. Juni statt, 20 Leute waren in die Elbestadt gekommen. „Wir haben 145 Quadratmeter Fußboden rausgestemmt, Fußbodenheizung und Dämmung herausgerissen“, schildert Karsten Dannenberg. Beim zweiten Einsatz am vergangenen Sonnabend rückten 16 Quedlinburger an, um im gesamten Haus den Putz wegzustemmen – in etwa von der Höhe, in der das Wasser stand. Nicht nur Männer packten an, auch einige Frauen waren mitgekommen. Carmen Hoffmann war eine von ihnen. „Ich möchte einfach nur helfen“, sagte die Mitarbeiterin des Quedlinburger VHS-Bildungswerkes, die über Facebook auf die „Flutopferhilfe“ aufmerksam geworden war.

Auch die Hausherren stemmten Putz weg, schleppten ihn in Eimern nach draußen in einen Container. „Ich empfinde die Hilfe als großes Glück und bin diesen Menschen unglaublich dankbar“, äußert Andrea Miethig. Schon seit dem 8. Juni, als die Akener wegen des Hochwassers evakuiert wurden, lebt sie mit ihrer Familie im Elternhaus in Wulfen, beengt zwar, aber das muss eben gehen. Sie freut sich bereits auf den Tag, an dem sie wieder in ihr Haus einziehen kann.

Bis dahin bleibt noch viel zu tun. „Wir haben uns das Ziel gesetzt, die Familie bis Oktober, spätestens aber zu Weihnachten im Haus zu haben“, sagt Karsten Dannenberg. So lange werde die „Flutopferhilfe“ die Werbetrommel für das Projekt rühren.

Quelle: mz-web.de

Eine Spende für die Hochwasser-Helfer

Veröffentlicht: Juli 30, 2013 von fluthelfer in Bayern

Feuerwehrleute von Fischerdorf bei Deggendorf haben anderen geholfen und deshalb eigenes Hab und Gut verloren

Eine Abordnung der Königsbrunner Bereitschaftspolizei (Bepo) übergab kürzlich 2000 Euro an Dieter Treske, den Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr in Fischerdorf.

„Wie ein Tropfen auf den sprichwörtlichen heißen Stein erscheint eine Spende von 2000 Euro angesichts der Hochwasserschäden von geschätzten 500 Millionen Euro“, stellte dabei der pensionierte Seminarleiter der Königsbrunner Bereitschaftspolizei, Gerhard Grabowski, fest. Doch sie bringe Solidarität und Verbundenheit mit den Geschädigten zum Ausdruck.

In dem Deggendorfer Ortsteil wurden 40 der insgesamt 50 Feuerwehrler selbst zu Opfern. Mehrere Tage waren sie bei der Hochwasserkatastrophe im Juni fast rund um die Uhr aktiv, um anderen Menschen zu helfen, und konnten sich deshalb nicht um ihr eigenes Hab und Gut kümmern.

Betroffene hatten nur drei Stunden Zeit

Nach einem Dammbruch hatte die Bevölkerung noch drei Stunden Zeit, die wichtigsten Dinge in Sicherheit zu bringen – nicht aber die Mitglieder der Feuerwehr. Die versuchten letztlich erfolglos den maroden Damm mit Sandsäcken zu sichern. Innerhalb kürzester Zeit war der südlich der Donau gelegene Ortsteil Fischerdorf völlig überschwemmt. Die unvorstellbare Wassermenge soll laut Experten dem Volumen des Tegernsees entsprochen haben. Bis zu zwei Meter war das Wasser in den Häusern gestanden.

Zu einer Spendenaktion der besonderen Art hatten sich der pensionierte Seminarleiter Grabowski (Königsbrunn) und sein früherer Kollege und Fahrtrainer Willi Grillmaier entschlossen.

Im polizeieigenen Intranet wurden Polizeimützen und Ärmelabzeichen zum Verkauf angeboten, die sie selbst über viele Jahre liebevoll gesammelt hatten. 70 Mützen, Hüte, Helme, Caps und fast genauso viele historische, internationale oder aktuelle Ärmelabzeichen konnten bei der Hilfsaktion erworben werden. Höchst zufrieden waren beide mit dem stolzen Erlös von 1100 Euro – und das innerhalb kürzester Zeit.

Ausbildungsseminar steuert eigenen Betrag bei

900 Euro konnte das 18. Ausbildungsseminar (AS) der Bepo-Abteilung beisteuern. Bei einem Ende Juni durchgeführten Elterntag wurden die Angehörigen der jungen Polizeischüler um eine Spende für die bayerischen Hochwasseropfer gebeten. Seminarsprecher Andreas Faltermayr und seine Klassensprecherkollegen hatten sich für eine Beteiligung an der Spendenaktion von Grabowski und Grillmaier ausgesprochen.

Das ganze Ausmaß der Hochwasserkatastrophe rund um Fischerdorf hatten 100 Königsbrunner Polizeischüler des 19. AS und zehn Stamm-beamte, die Mitte Juni ein ganzes Wochenende im Polizeieinsatz waren, hautnah erlebt.

Quelle: augsburger-allgemeine.de

Eine Spende für die Hochwasser-Helfer – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/schwabmuenchen/Eine-Spende-fuer-die-Hochwasser-Helfer-id26449106.html

Brüssel billigt Hochwasser-Soforthilfen

Veröffentlicht: Juli 30, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

 

Die EU-Kommission hat die Soforthilfen des Bundes für vom Hochwasser geschädigte Unternehmen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums gebilligt. Ferner darf der Bund bei Kurzarbeit in den von der Flutkatastrophe betroffenen Unternehmen die Sozialversicherungsbeiträge übernehmen. Die Wettbewerbshüter hätten damit Grünes Licht für die 209 Millionen Euro gegeben, mit denen sich der Bund an Hilfen der Länder für die gewerbliche Wirtschaft und Freie Berufe beteilige. Zudem würden unter anderem KfW-Kreditprogramme geöffnet sowie Zinserleichterungen gewährt.

Quelle: sueddeutsche.de

Familie Haubold aus Gößnitz im Altenburger Land erhält nach der Flut Unterstützung durch „Thüringen hilft“.

.Auf den ersten Blick sieht es in der Küche aus wie in jeder anderen Küche auch. Nur der Geschirrspüler fehlt, und die Fußleisten sind abgenommen. Wer genau hinschaut, erkennt am Putz noch einen verblassenden bräunlichen Rand. Aber ganz unverkennbar ist dieser modrige Geruch. „Das muss wohl alles raus“, sagt Daniela Haubold und zeigt, wie sich die Rückwände von den Küchenmöbeln lösen, und wie dahinter der Putz von der Wand bröckelt.

Noch warten auf Geld von Versicherung

Daniela Haubold wohnt mit ihrem Mann Michael und den beiden erwachsenen Söhnen Sebastian (18) und Nico (22) seit acht Wochen auf einer Baustelle. Aber nicht mal als solche ist das kleine, eigentlich sehr charmante Haus am Rande der Gößnitzer Innenstadt zu bezeichnen. Weil die Familie noch auf das Geld der Versicherung wartet, ist nach dem großem Aufräumen bisher wenig geschehen.

In Küche, Bad, Flur und Keller ist noch der Fliesenfußboden verlegt, in allen Räumen ist der Putz noch nicht abgeschlagen. Michael Haubold deutet auf eine Stelle an der Wand. Weiß und flockig blüht hier Salpeter aus. „Ein Folgeschaden, weil die Wände noch so feucht sind“, meint Michael Haubold.

In den Zimmern, die einst die Jungs bewohnten, und im Gewölbekeller brummen seit dem 4. Juni tagein, tagaus die Entfeuchtungsgeräte. Im Keller muss der große Bottich, der wohl um die 80 Liter fasst, bis zu zwei Mal am Tag geleert werden.

Seit 17 Jahren wohnt das Paar in Gößnitz, seit 13 Jahren im Eigenheim. Sie haben es selbst saniert und finanziert. Erst im letzten Jahr hatten sie die Fassade gestrichen und einen Balkon angebaut. „Wir waren gerade fertig“, sagt Daniela Haubold. Obwohl die Pleiße nur knapp 200 Meter entfernt vorbeifließt, hatten sich die Haubolds immer sicher gefühlt.

Sie hatten sich auf Erzählungen von alten Gößnitzern verlassen, auch solchen, die das Hochwasser 1954 miterlebten: Demnach war das Wasser immer vom Stadtinneren gekommen und nur ein paar Meter die ansteigende Lessing­straße hineingelaufen. Auch beim letzten großen Hochwasser 2002 blieben die Haubolds verschont.

Nun kam es alles anders. Bis zu jenem Sonntagnachmittag im Juni hatte sich die Familie noch sicher in den eigenen vier Wänden gefühlt. Mit den Nachbarn gab es noch eine Lagebesprechung. „Dann stieg das Wasser in Sekundenhöhe“, erinnert sich Daniela Haubold. Eine Viertelstunde wurde der Familie Zeit gelassen, das Nötigste zusammenzupacken, den Strom auszuschalten und den Hauptgashahn zu schließen.

 

Untergekommen in Naundorf bei Freunden

Im nahen Naundorf kam die Familie bei Freunden unter. „Dietmar Dengler hat uns aufgenommen“, sagt Daniela Haubold heute noch voller Dankbarkeit. Die Denglers waren es auch, die beim Aus- und Aufräumen mithalfen. Ebenso wie ein Dutzend andere Freunde und Bekannte. „Das war wirklich überwältigend.“ Innerhalb von drei Stunden sei die untere, rund 90 Quadratmeter große Etage ausgeräumt gewesen. Doch allein drei volle Tage brauchte es, um den Keller leerzupumpen. Auf 70″000 Euro beläuft sich der Schaden.

Im ersten Schreck, der ersten großen Unsicherheit wollte Daniela Haubold, die in Ponitz einen Kosmetiksalon betreibt, sogar den lange geplanten Umzug ihres Geschäfts stornieren. Nun zieht sie es durch, „weil es eben meine Existenz ist“.

Doch bis wieder Normalität einkehrt bei den Haubolds, wird es noch Monate dauern. Das Paar rechnet damit, dass sich die Bauarbeiten noch sechs bis neun Monate hinziehen. Das ganze Familienleben spielt sich jetzt in zwei Zimmern der oberen Etage ab. Nicht einfach, wenn man bedenkt, dass Michael Haubold Lkw-Fahrer ist, der 22-jährige Nico als Disponent auch Schichtarbeit kennt und der 18-jährige Sebastian zuletzt noch vor den Abschlussprüfungen seiner Lagerlogistik-Ausbildung stand. Der Familie fehlt zu Hause die Privatsphäre. Auch deshalb wird Nico jetzt in seine erste eigene Wohnung ziehen, nach Meerane. Sebastian wird bei ihm bleiben, bis sein Zimmer im Elternhaus wieder bewohnbar ist.

Damit zumindest der Alltag bewältigt werden kann, erhielten die Haubolds Unterstützung durch „Thüringen hilft“ – die gemeinsam Aktion der OTZ und der Diakonie Mitteldeutschland. 1250 Euro erhielt die Familie und schaffte davon Gefrierer und Waschmaschine neu an.

Daniela Haubold: „Bekannte haben uns auf die Aktion aufmerksam gemacht. Ich wusste gar nicht, wohin ich mich wenden soll. Danke dafür“.

Quelle: thueringer-allgemeine.de

Papierfabrik Greiz: Schäden erst nach Hochwasser aufgetaucht

Veröffentlicht: Juli 30, 2013 von fluthelfer in Thüringen
Hochwasser in der Göltzsch hat Gebäude der Koehler Greiz GmbH zwar verschont, aber das für die Produktion wichtige Wehr zerstört. Papierfabrik rechnet mit Schaden von weit über 100 000 Euro.

Der Schock kam erst, als das Hochwasser weg war: Die Göltzsch hat in der Koehler Greiz GmbH großen Schaden angerichtet. Mit weit über 100.000 Euro rechnet Werkleiter Holger Palm, der „Bauchschmerzen“ hat, wenn er an die am Donnerstag wieder startende Produktion denkt.

Derzeit stehen die Maschinen in der Papierfabrik planmäßig still, Wartungsarbeiten werden dort jedes Jahr um diese Zeit durchgeführt. Die Produktion kann übermorgen nur mit Hilfe eines Provisoriums aufgenommen werden. Denn das 50 Zentimeter hohe Wehr, das die Firma 1996 errichtet hat, wurde vom Hochwasser zerstört. Palm erklärt, warum der Bau des Wehrs notwendig war: „Wir haben das Problem bei Niedrigwasser, das Göltzschwasser in die Fabrik zu bekommen.“ Mit dem Wehr war es jedoch möglich, die 60 Kubikmeter Brauchwasser pro Stunde in die Produktionshallen zu leiten.

Bis Donnerstag ist die notwendige Reparatur auf keinen Fall erledigt, so dass eine Übergangslösung gefunden werden muss, damit die Arbeit weiter gehen kann. „Im Extremfall müssen wir eine Pumpe reinstellen“, so Holger Palm, nicht glücklich über die Situation, die das Unternehmen zusätzlich Geld kosten wird. Am meisten ärgert den Papierfabrik-Werkleiter aber das: „Ich habe jetzt ein Genehmigungsverfahren am Hals.“ Und das kann sich hinziehen, fürchtet er. Planungsbüro und Fachfirma für die Bauausführung gilt es zu finden, was jetzt auch nicht so einfach sein – nach dem Hochwasser haben die gut zu tun.

Dennoch sollen die Maschinen am Donnerstag wieder laufen, selbst während des Hochwasser standen sie lediglich einen Tag still. Eine reine Vorsichtsmaßnahme. Zwar war die Situation vor allem dann kritisch, als das Wasser fast die Brücken am Firmengelände überspülte, aber ins Gebäude ist es nicht eingedrungen. So ging die Produktion wieder an den Start.

„Aber es ist kein Lkw an uns rangekommen“, beschreibt der Greizer Koehler-Chef die nächste Herausforderung. Denn sowohl auf Hilfsstoffe, als auch auf den Braunkohlenstaub für das firmeneigene Heizkraftwerk ist die Papierfabrik angewiesen. Dank der Unterstützung der Stadt und der Polizei sei es gelungen, die Laster dennoch in das Werk zu leiten. „Wir mussten nur zwei Termine verschieben, alle anderen haben wir eingehalten“, erzählt Holger Palm, der Schlimmeres befürchtet hatte. Denn wenn sein Unternehmen nicht hätte liefern können, hätte die Gefahr bestanden, dass die Kunden zur Konkurrenz abwandern. „Da sind wir glimpflich davon gekommen“, freut sich Palm.

Kein Grund zur Freude ist allerdings der Blick auf die Schadensbilanz. Zu dem Wehr, das zu reparieren wohl allein über 100″000″Euro kosten wird, kommen weitere Reparaturen. Die gepflasterte Löschwasserentnahmestelle muss befestigt werden, auch der Auslauf der Kläranlage wurde unterspült und muss wieder in den alten Zustand versetzt werden. Zudem muss ein Hang wieder stabilisiert werden. „Ganz ehrlich: Ich habe das erst unterschätzt“, gibt der Werkleiter zu.

Quelle: tlz.de