Hochwasser-Schäden an Tierheim Gera noch immer nicht bekannt

Veröffentlicht: Juli 29, 2013 von fluthelfer in Thüringen
Das tatsächliche Ausmaß der Schäden nach dem Hochwasser Anfang Juni ist noch nicht bekannt und auch nicht, wann sie behoben werden können. Der Förderverein bedankt sich bei den inzwischen mehr als 500 Spendern.

Als ob nichts gewesen wäre, versucht „Jürgen“, die Bartagame, im Sonnenschein die Gitterstäbe seines Käfigs zu erklimmen. Und Nelly, Svenja, Germaine und Franziska gehen mit ihrem Lieblingshund Gassi. „Genauer hinsehen darf man aber nicht“, meint Manfred“Frenzel vom Förderverein Tierheim Gera e.“V.: Das Hochwasser, das Anfang Juni auch das städtische Tierheim in Gera-Milbitz überflutet hatte, hat sich längst zurückgezogen. Geblieben sind die Flutschäden an und in den Gebäuden und auf dem Gelände.

Auf etwa 1,40 Meter Pegelhöhe war das Wasser auf dem Gelände nahe der Weißen Elster und der Brahme gestiegen. Die Tierpfleger hatten Weinbergschnecken zuhauf an den Wänden des Katzenhauses vor dem drohenden Wasser nach oben kriechen sehen. „Das war für uns der Alarm zur Flucht mit den Tieren“, berichtet die Tierheimleiterin Bärbel Zimmer.

Seit Wochen werden die Schäden auf dem Gelände aufgelistet. Vorgestern Abend hat es einen gemeinsamen Ortstermin mit Vertretern des städtischen Fachdienstes Liegenschaften, der Immobilienverwaltung Elstertal-Infraprojekt, Tierheimmitarbeitern und Förderverein gegeben.

Auf 250 000 bis 300 000 Euro waren die Schäden für die Schadensbilanz der Stadt wenige Tage nach der Flut geschätzt worden. Klar war bereits: Die Heizungsanlagen sind defekt. Katzen können nicht in ihrem Haus eingesperrt werden, weil die Türen aufgequollen sind und nicht schließen. Fensterrahmen sind morsch und die Farbe blättert. Von den Mauern, an denen das Wasser stand, muss der Putz abgehackt werden. Der Betonboden im Gelände ist aufgerissen, die Sanitär- und Abwasseranlagen sind desolat.

Das Allernötigste haben die Mitarbeiter und der Förderverein wieder hergerichtet, damit die Tiere nach der Rückkehr aus der Flutunterkunft wieder in ihrem Heim versorgt werden können. „Dabei helfen uns die vielen Spenden“, bedankt sich die Vereinsvorsitzende Ingrid“Schellhöh. Mehr als 500 Einzelspenden aus Gera, ganz Deutschland und sogar aus Österreich seien eingegangen. Vereine, Stiftungen und Unternehmen sind unter den Spender und auch Schulklassen und Privatpersonen. Die großen Sanierungsarbeiten stehen aber noch bevor. Wann, kann noch keiner genau sagen, da Thüringen das Geld zum Wiederaufbau nach dem Hochwasser noch nicht an die betroffenen Regionen gezahlt hat. Und Gera ist – im Unterschied etwa zu Jena – auch nicht in der Lage, den Wiederaufbau aus der eigenen Kasse vorzufinanzieren. „Die Heizung muss vor dem Winter unbedingt wieder intakt sein“, weiß Michael Max, Leiter des Fachdienstes Liegenschaften. Dann erst wird sich zeigen, ob beispielsweise die Fußbodenheizung im Katzenhaus noch funktioniert, oder ob noch weitere Schäden zutage treten.

Quelle: otz.de

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