Hochwasser bringt Hang in Bewegung

Veröffentlicht: Juli 27, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt

Die Schäden nach dem Juni-Hochwasser speziell in der Verbandsgemeinde Elbe-Heide hatten die Mitglieder des Kreis-Umweltausschusses im Fokus, als sie nach Loitsche kamen. Es zeigte sich, neben Loitsche hat es auch Rogätz arg getroffen.

„Es war erst nicht offensichtlich, aber auch uns hat es diesmal arg getroffen“, fasste Wolfgang Großmann als Bürgermeister von Rogätz zusammen. Erst kurz vor der Sitzung des Kreis-Umweltausschusses am Donnerstag hatte er erfahren, dass der Hang in der Nähe der Steinortstraße nach dem Hochwasser in Bewegung geraten sei. „Mich hat ein Anwohner angerufen, dessen Gartenhaus steht jetzt schief“, beschrieb er die prekäre Situation, die zum Handeln zwingt. Er erhoffte sich auch seitens des Kreises schnelle unbürokratische Hilfe, ehe noch mehr passiert. Doch das Ereignis hat ihn gleich noch weiterdenken lassen. Der andere Hang oberhalb der Stützmauer ist zwar noch nicht ins Rutschen gekommen, aber auch dieser war trotz des Sandsackverbaus an der Stützmauer durchweicht.

In diesem Zusammenhang monierte er auch, dass die Schäden bereits gemeldet werden mussten, kurz nachdem das Elbewasser zurückgegangen war. „Diese und andere Schäden waren nach dem Sinken des Elbewassers noch gar nicht sichtbar und müssen nachgemeldet werden können“, sagte er.

In Loitsche, wo 19 Häuser vom Hochwasser direkt betroffen waren, hat die Gemeinde bereits eine kommunale Soforthilfe gestartet. Bettina Seidewitz als Bürgermeisterin von Loitsche-Heinrichsberg erklärte, das die Gemeinde nicht nur 200000 Euro für die Betroffenen zur Verfügung stellt, sondern auch einen Gutachter, der den Betroffenen hilft, bestellt hat. Ein Planungsbüro soll jetzt ein Konzept erstellen, das die Möglichkeiten des künftigen Hochwasserschutzes aufzeigt. „Doppelplanungen sollten wir aber vermeiden, deshalb sind Absprachen zwischen Kommune, Landkreis und Land wichtig“, erklärte sie. Das Konzept begrüßten die Mitglieder des Kreis-Umweltausschuss.

Ebenso wie Glindenbergs Ortsbürgermeister Alfons Hesse hoffte Bettina Seidewitz außerdem, dass der Elbdeich zwischen Glindenberg und Heinrichsberg weiter ausgebaut wird. Bürgern von Loitsche waren außerdem noch individuelle Lösungen, die unter anderem auch die Stromversorgung im Hochwasserfall absichern, wichtig. Die Versorger müssten sich den Gegebenheiten und nicht den Standards anpassen, meinte beispielsweise der stellvertretende Loitscher Ortswehrleiter Andreas Stübner, der tagelang mit seinen Kameraden unter Lebensgefahr das Stromhäuschen vor dem Eintritt des Hochwassers bewahrt hat. Außerdem waren sich die Loitscher Betroffenen einig, dass Soforthilfen wichtig seien, wichtiger aber noch seien Maßnahmen, dass so eine schlimme Situation gar nicht erst wieder eintritt.

Die Mitglieder des Umweltausschusses versprachen an der Sache zu bleiben und sie möglichst zum Erfolg führen zu wollen.

Quelle: volksstimme.de

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