Archiv für Juli 25, 2013

Benefizspiel zugunsten vom Hochwasser betroffener Sportvereine

Veröffentlicht: Juli 25, 2013 von fluthelfer in Sachsen

Spiele zwischen Chemnitz und Zwickau sind Klassiker. Am 2. August treffen der CFC und der FSV erneut aufeinander. Diesmal für einen guten Zweck.

Die Schlagzeilen über die Schäden des Jahrhundert-Hochwassers vor sieben Wochen sind aus den Medien verschwunden. Das heißt nicht, dass die zum Teil immensen Schäden auch schon behoben wären. Vor allem kleinere Sportvereine in der Region Südwestsachsen sind noch immer mit den Flutfolgen konfrontiert. Dazu zählen der TSV Germania aus Chemnitz, der SV Remse oder der FV Wolkenburg (beide aus der Region Zwickau). Deren Fußballplätze und Vereinsheime waren im Juni nicht zum ersten Mal überflutet. Die Schäden waren und sind enorm. Dank vieler Helfer wurden die gröbsten Unwetterfolgen zwar beseitigt, doch viele Reparaturen stehen noch an.

Dabei können die drei Vereine jetzt auf prominente Hilfe setzen. Der Drittligist Chemnitzer FC und der Regionalligist FSV Zwickau bestreiten am 2. August, 18.30 Uhr, im Stadion an der Gellertstraße ein Benefizspiel zugunsten der vom Hochwasser betroffenen kleineren Sportvereine. „Mit diesem Spiel wollen wir über den Tellerrand des Fußballs hinausschauen. Unsere beiden Vereine möchten bei aller sportlichen Rivalität – die sie seit Jahrzehnten verbindet – zeigen, dass sie gemeinsam etwas für die Region tun“, beschreibt der Geschäftsführer des CFC, Sven-Uwe Kühn, die Idee hinter dem Spiel. Unterstützung erhält er dabei vom Cheftrainer des FSV Zwickau, Torsten Ziegner: „Wenn wir da irgendwie helfen können, sind wir gern dabei. Das sind wir den Leuten in der Region schuldig, die uns immer tatkräftig während der Spiele unterstützen. Und wenn wir die Möglichkeit bekommen, auf so eine Art und Weise ein Stück zurückzugeben, machen wir das gern.“

Für beide Mannschaften hat das Spiel auch einen sportlichen Reiz. Der CFC, am Wochenende mit einer Niederlage in die neue Saison gestartet, sucht noch nach der Form und erwartet mit den Zwickauern einen motivierten und engagierten Gegner. Die Zwickauer wiederum befinden sich noch in der Vorbereitung auf die neue Regionalligasaison und erwarten sich vom Test beim alten Rivalen eine Standortbestimmung. „Wir werden sportlich alles geben“, verspricht Torsten Ziegner.

Während sich die Fans in der Region Chemnitz/Zwickau also auf einen echten Klassiker freuen dürfen, hoffen die vom Hochwasser betroffenen Vereine ganz verständlich auf möglichst viele zahlende Zuschauer.

„Das Benefizspiel ist eine ganz große Geschichte!“, freut sich Harald Scheffler, ehrenamtlicher Vereinsmanager des TSV Germania: „Wir brauchen die Spendengelder sehr dringend, denn es sind noch Schäden in Höhe von etwa 15.000 Euro zu beheben. Die Heizungsanlagen auf unseren Sportstätten an der Annaberger und Erdmannsdorfer Straße sind durch das Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Und auf unserem Sportplatz an der Markersdorfer Straße sind die Fußböden im Vereinsheim und in den Umkleidekabinen völlig hinüber.“ Er finde es bemerkenswert, dass ein Profiverein wie der Chemnitzer FC einer kleineren Sportgemeinschaft in der Not hilft.

Auch in Remse und in Wolkenburg war die Überraschung riesig, als die Vereinschefs gestern von der gemeinsamen Aktion des CFC, des FSV Zwickau und des „Freie Presse“-Hilfsvereins „Leser helfen“ erfuhren. Neben den Spiel- und Trainingsplätzen waren in beiden Orten auch die Vereinsheime überflutet. In Remse wird der Schaden auf rund 50.000 Euro geschätzt. Die Wolkenburger traf es noch ärger. „Jeder Euro hilft uns und wird dringend gebraucht“, sagte FV-Schatzmeister Andreas Fiedler. Gemeinsam mit seinem Vereinschef Bernd Aurich hofft er jetzt auf eine Riesenkulisse am 2. August.

Das Spiel zugunsten der Hochwasseropfer findet am 2. August, 18.30 Uhr, im Stadion an der Gellert- straße statt. Der Erlös wird über den Verein „Leser helfen“ an die ausgewählten Vereine in Chemnitz, Remse und Wolkenburg weitergeleitet.

Eintrittspreise: Tribüne (Vollzahler 13 Euro, ermäßigt 8 Euro); Stehplatz überdacht (Vollzahler 8 Euro, ermäßigt 5 Euro, Kinder unter 14 Jahren 1 symbolischer Euro); Stehplatz (Vollzahler 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder unter 14 Jahren 1 Euro).

Karten für das Spiel gibt es ab sofort in allen bekannten Vorverkaufsstellen

Quelle: freiepresse.de

Nach Flut ganz neue Sicht auf Hochwasser-Schutz in Bad Köstritz

Veröffentlicht: Juli 25, 2013 von fluthelfer in Thüringen

Nach dem Hochwasser hat der Stadtrat in Bad Köstritz eine ganz neue Sicht auf Sinn und Unsinn von Hochwasserschutzmaßnahmen gewonnen. Mobile Dammbalken sind ein Vorschlag, der umgesetzt werden soll.

Die Anfang Juni Hochwasser führende Weiße Elster bescherte auch Geras Nachbarstadt Schäden an Straßen, Bauwerken und Gewässern zweiter Ordnung. So befasste sich der Bad Köstritzer Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung mit dem Thema und beschloss sein Einvernehmen zu im Rahmen der Überschwemmung ausgelösten Eilentscheidungen.

Insgesamt 100″000 Euro waren der Stadt für Soforthilfen an private Haushalte und Kleinunternehmen vom Landratsamt Greiz zugesagt worden. Wie Bürgermeister Dietrich Heiland (CDU) informierte, waren ganze 79 Anträge auf Soforthilfe eingegangen. Vor allem die Bereiche am Mühlgraben, an der Elster­aue, in der Dahlienstraße und hinter der Tankstelle hatten unter den Wassermassen zu leiden gehabt. „61 Privathaushalte und 18 Firmen hatten Schäden über jeweils 2000 Euro gemeldet. Für die Umsetzung von Hilfsmaßnahmen für die Betroffenen sind bereits 84″850 Euro vom Landkreis Greiz ausgezahlt worden“, bestätigte Heiland. Er gehe davon aus, dass in der Abrechnung des Katastrophenschutzes alle angefallenen Kosten durch Fördermittel ersetzt werden, unterstreicht aber: „Dafür gibt es jedoch keinen Rechtsanspruch und auch keine Garantie.“

Vom Landratsamt seien zudem unkompliziert und kurzfristig 170000 Euro Soforthilfe für Kommunen bereitgestellt worden, wovon im Moment schon 87700 Euro auf dem städtischen Konto eingegangen seien. Nach Auskunft des Bürgermeisters bemühe sich Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) um weitere finanzielle Unterstützung. Er dankte in diesem Zusammenhang seinem Stellvertreter Uli Gelbrich und Bauamtsmitarbeiterin Manuela­ ­Boigs dafür, dass sie eine schnelle Schadensbehebung möglich gemacht hätten.

Zu unserem Glück war im neuen Sportlerheim noch kein Fußbodenbelag verlegt worden. Dietrich Heiland, Bürgermeister Bad Köstritz

Eines der vom Hochwasser umspülten Gebäude war die unmittelbar vor ihrer Einweihung stehende Sportstätte Am Drehling. Das Hochwasser hatte den Fußboden überflutet und war unter die Bodenplatte gelaufen. „Zu unserem Glück war noch kein Fußbodenbelag verlegt worden“, spricht der Bürgermeister erleichtert von den unabwendbaren Arbeiten zur Schadensbeseitigung. Da das sich zurückziehende Wasser keine großen Schlammreste hinterlassen hatte, ist man seitdem daran, das Gebäude zu trocknen. Gipsbetonplatten wurden entfernt oder ausgewechselt und spezielle Trocknungstechnik sorgt noch immer für die Hinterlüftung der Bodenplatte.

Die Soforthilfen für kommunale Liegenschaften fanden bereits Verwendung für die Reparatur von Wegen und Straßen, für neue Einlaufrechen am Goldbach und für Bankette landwirtschaftlicher Wege. Auch am Kanal unter der Eleonorenstraße habe man einen neuen Einlaufrechen eingesetzt

Im Rückblick, meint der Bürgermeister, habe man jetzt eine ganz andere Sicht auf Hochwasserschutzvorkehrungen gewonnen. Kleine bauliche Maßnahmen, zum Beispiel zum Schutz des Vereinshauses Am Drehling durch Dammbalken, die im Hochwasserfall in feststehende Ständer eingesetzt werden, seien in Planung. Um den Schutz ihres Eigentums müssten sich private Hausbesitzer und Unternehmer jedoch selbst kümmern.

Ein Sorgenkind der Kommune sei nun noch die Wirtschaftsbrücke. Hier habe das Hochwasser eine Vertiefung hinterlassen, die die landwirtschaftliche Nutzung der Brücke unmöglich mache. Und, ob die große Menge angespülter Kiesel im Flussbett der Elster entfernt werden dürfen, sei noch nicht klar.

Quelle: otz.de

Hochwasser-Rückblick 400 Liter Regen in 94 Stunden

Veröffentlicht: Juli 25, 2013 von fluthelfer in Bayern

 22 750 000 000 000 – so viele Liter Regen sind vom 26. Mai bis zum 2. Juni auf Deutschland gefallen. Diese enorme Zahl ist nicht die einzige beeindruckende, die in den Bericht des Deutschen Wetterdienstes zum Hochwasser 2013 eingeflossen ist.

Es hat geregnet und geregnet – vier Tage ununterbrochen. Deutschlandweit prasselten 22,75 Billionen Liter Wasser auf den Boden, in Süddeutschland ist die kleine Gemeinde Aschau im Chiemgau Spitzenreiter. 400,4 Liter pro Quadratmeter wurden dort binnen 94 Stunden gemessen. „Durch die Lage am Alpenrand ist es nicht ungewöhnlich, dass in Aschau der meiste Regen gefallen ist“, sagt Gabriele Malitz, eine der Autoren der Studie des Deutschen Wetterdienstes (DWD). „Aber 400 Liter an vier Tagen sind ungewöhnlich viel.“

Das Fazit des Berichts: Nicht die große Regenmenge war fatal, sondern dass es bayernweit tagelang aus Kübeln schüttete. Der Dauerregen war der Auslöser der Flut, doch einige Faktoren gibt es, die dazu beigetragen haben, dass es in vielen Regionen so schlimme Überschwemmungen gab. In den vergangenen Jahren hatten die Landwirte mit Dürren zu kämpfen – dieses Jahr war in weiten Teilen Deutschlands das andere Extrem der Fall. Denn schon vor den Regentagen Ende Mai hatten sich die Böden überdurchschnittlich vollgesaugt mit Regenwasser. Ende Mai wiesen rund 40 Prozent aller Flächen in Deutschland so hohe Bodenfeuchtwerte auf wie noch nie seit Beginn der Messungen 1962. Am 31. Mai wurden absolute Rekordwerte erreicht, berichtet Saskia Pietzsch vom DWD. „Die Böden waren schon untypisch nass, bevor der Regen eingesetzt hat.“ Während einige Landwirte zu dieser Jahreszeit ihre Felder in der Regel beregnen müssen, fiel in der letzten Mai-Dekade 2013 in Deutschland statt der üblichen 25 Liter pro Quadratmeter die dreifache Menge Niederschlag. Selbst Bodenschichten in 60 Zentimeter Tiefe waren überversorgt mit Wasser – und konnten die enormen Wassermassen am ersten Juni-Wochenende nicht mehr aufnehmen. „Inzwischen haben sich die Böden erholt und sind sogar wieder zu trocken“, berichtet Pietzsch. „Der Mais ist beispielsweise dieses Jahr so mit Wasser verwöhnt worden, dass er keine tiefen Wurzeln ausgebildet hat und bei langen Trockenphasen nicht genug Wasser bekommt.“

Nur bedingt hat laut DWD-Bericht die Schneeschmelze die Jahrhundertflut beeinflusst. Vom 26. Mai bis 2. Juni wurden im deutschen Teil des Donau-Einzugsgebiets Niederschläge in Höhe von etwa 6,76 Billionen Liter gemessen. Die Schneeschmelze hat in diesem Gebiet zusätzlich 334 Milliarden Liter Wasser freigesetzt – und die gesamte Wassermenge damit um etwa fünf Prozent erhöht. „Damit spielt sie bei der Jahrhundertflut eine vergleichsweise geringe Rolle“, sagt Gabriele Malitz.

Was das Warnmanagement angeht, zieht der Deutsche Wetterdienst ein positives Fazit: Wetterentwicklung und Dauerregen wurden frühzeitig vorausgesagt. In den Gebieten mit Unwetterwarnung regnete es innerhalb von 24 Stunden zwischen 30 und 60 Liter pro Quadratmeter, am Alpenrand sogar bis zu 71 Liter – das sind Wassermengen, die deutlich unter den vorhergesagten Spitzenwerten liegen.

Quelle: merkur-online.de

Die Arbeitsgruppe Hochwasser der Stadt Gera hat am Donnerstag nach einer Mitteilung der Stadt ihre Arbeit aufgenommen.

Oberbürgermeisterin Viola Hahn (parteilos), Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Bewohner der betroffenen Gebiete hätten im Beratungsraum der Feuerwehr über die Hochwasser-Katastrophe im Juni besprochen und künftige Maßnahmen diskutiert.

Teilnehmer waren neben dem Fachdienstleiter für Brand- und Katastrophenschutz, Ludwig Geiger, und dem Teamleiter Katastrophenschutz, Pierre Thomas Lüderitz, auch 13 Bürger aus den vom Hochwasser betroffenen Gebieten Liebschwitz, Zwötzen, Debschwitz, Heinrichsgrün, Untermhaus und Milbitz/Thieschitz/Rubitz. Der Vorschlag war durch die Betroffenen auf der öffentlichen Hauptausschusssitzung am 25. Juni 2013 entstanden. Oberbürgermeisterin Viola Hahn berichtete von „vielen konstruktiven Vorschlägen aus der Bevölkerung“, ohne in der Mitteilung konkret zu werden.

Der Sitzung seien bereits Beratungen in den Ortsteilräten in Liebschwitz und Milbitz/Thieschitz/Rubitz sowie eine Ortsbegehung von Hahn und Mitarbeitern der Stadtverwaltung vorausgegangen. Die dort eingegangenen Vorschläge seien ebenso in die Arbeit der AG eingeflossen wie Fragen zur besseren Information der Bürger, zur Evakuierung oder der Bildung von Hochwasserwehren. Deren Aufgabe soll sich während eines Hochwassers nur auf die Kontrolle von Dämmen und wasserwirtschaftlichen Anlagen während der Alarmstufen konzentrieren.

Ein weiteres Thema waren jene Stellen, an denen das Hochwasser über die Ufer getreten ist. „Wir werden eine Karte zusammenstellen, wo all diese Punkte markiert werden“, sagt Ludwig Geiger. Anschließend sollen entsprechende Maßnahmen besprochen werden.

Die Stadt habe ein Informationsblatt für die Bürger zum Verhalten bei Hochwasser erarbeitet. Das Informationsblatt wird demnächst in den Öffentlichen Bekanntmachungen der Stadt veröffentlicht. Ebenfalls neu eingerichtet wurde ein telefonischer Ansagedienst der Stadtverwaltung. Unter der Telefonnummer 0365 / 838 38 37 sollen bei Bedarf Informationen und Warnungen für die Bevölkerung abrufbar sein.

Die AG Hochwasser wird sich voraussichtlich Ende August wieder treffen.

Quelle: otz.de

Reichenbach: Hochwasser zwischen zwei Großereignissen

Veröffentlicht: Juli 25, 2013 von fluthelfer in Thüringen

In Reichenbach wird fünf Jahre nach der Landesgartenschau 2009 die Kleine Gartenschau veranstaltet. Park der Generationen von der Flut nicht verschont geblieben. Hochwasserschutzmaßnahmen haben sich dennoch ausgezahlt.

Reichenbach. Als in Greiz 800-Jahr-Feier und Thüringentag tobten, hatten die Nachbarn ebenfalls ein Großereignis vorzuweisen: die Landesgartenschau. Die wirke bis heute nach, wie Oberbürgermeister Dieter Kießling (CDU) sagt. „Wir hätten die Stadt in den nächsten 30″Jahren nicht so entwickeln können, wenn wir die Gartenschau nicht gehabt hätten“, ist der Rathauschef überzeugt.

Vor allem der Park der Generationen werde „top genutzt“, die Reichenbacher erholen sich dort, gehen spazieren, die Kinder spielen. Auch Veranstaltungen, etwa mit der Vogtland Philharmonie, finden im Park statt. In der Blumenhalle sind die Depots der Museen Reichenbach und Mylau, Vereine und die Philharmonie-Geschäftsstelle sind in ehemaligen Gartenschau-Gebäuden untergebracht.

Kleine Schau mit viel Musik geplant

All das wird Kießling in der Zeit vom 5. bis 13. Juli 2014 den Gästen erzählen, die zur Kleinen Gartenschau kommen werden. Denn genau dafür soll die kleine Schwester der Landesgartenschau da sein: zum Resümeeziehen. Da wird geschaut, ob es die Stadt geschafft hat, auch nach dem Großereignis die Areale zu nutzen und vor allem, ob sich die Reichenbacher damit identifizieren. Ob damit alle Kritiker, die es im Vorfeld auch dieser Landesgartenschau gab, zufrieden gestellt werden, wird sich zeigen.

Über einen Aspekt, den die Lage mit sich brachte, ist Dieter Kießling froh. Die Hochwasserschutzmaßnahmen, die im Vorfeld der Großveranstaltung getroffen wurden, „haben uns davor bewahrt, dass die gesamte Altstadt unter Wasser stand.“ Verärgert ist er indes, dass für zwei weitere geplante Maßnahmen vom Land keine Fördermittel geflossen seien. „Man hielt es für nicht notwendig, dort was zu machen. Aber genau da ist das Hochwasser jetzt durchgelaufen“, so das Stadtoberhaupt. Über 5,4 Millionen Euro Schaden sind in Reichenbach durch das Wasser dennoch entstanden.

Am Programm für die Kleine Gartenschau wird derzeit gearbeitet. Strauß- und Musical-Gala soll es ebenso geben wie Blas- und Bigband-Musik sowie Vorträge und Kirchentag.

Quelle: otz.de

Die nordrhein-westfälische Landesregierung fördert ein neues Projekt zum Hochwasserschutz am Rhein. Der Rückhalteraum «Worringer Bruch» in Köln soll den Wasserstand bei extremen Hochwasser-Ereignissen um bis zu 17 Zentimeter bis in die Niederlande hinein absenken. Die Flutkatastrophe an Elbe und Donau habe gezeigt, dass bei extremen Hochwassern dringend Möglichkeiten zur Speicherung der Wassermassen geschaffen werden müssten, sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) am Mittwoch laut einer Mitteilung. Das Land übernimmt die Kosten für das Projekt von rund 54 Millionen Euro. Einen ähnlichen Rückhalteraum («Köln-Langel») gibt es bereits, ein weiterer ist in der Planung.

Quelle: wn.de

Voß: Geld für Wiederaufbau nach Hochwasser fließt ab August

Veröffentlicht: Juli 25, 2013 von fluthelfer in Thüringen

 

Der Thüringer Finanzminister Wolfgang Voß will bei den finanziellen Flut-Hilfen zeitliche Lücken verhindern. Der CDU-Politiker sagte, nach den Soforthilfen solle möglichst bald Geld aus dem Wiederaufbau-Fonds fließen. Er gehe davon aus, dass das ab Mitte August möglich sei. Dann könnten auch Aufträge an Firmen und Handwerker vergeben werden. Die Bewilligung solle „nach Prioritäten“ erfolgen.

In Thüringen summieren sich die Schäden nach dem Frühsommer-Hochwasser an Straßen, Häusern und Dämmen sowie in der Wirtschaft und der Landwirtschaft auf 450 Millionen Euro.

Nach Angaben des Ministers laufen die Verhandlungen zwischen den vom Hochwasser betroffenen Ländern und dem Bund, um die Details der Aufbauhilfe für die verschiedenen Bereiche zu klären. Voß sagte: „Das sollte Ende Juli abgeschlossen sein.“ Ziel sei, die Folgen der katastrophalen Fluten, die vor allem Ostthüringen getroffen hatten, vollständig zu beseitigen. Der Fluthilfe-Fonds von Bund und Ländern soll ein Volumen von acht Milliarden Euro haben.

Forderungen nach schnellem Handeln und nach einer Pflichtversicherung

Thüringens SPD-Wirtschaftsminister Matthias Machnig warf der Bundesregierung Verschleppung vor: „Der Juli ist fast zu Ende – und der Fluthilfefonds ist noch immer nicht unter Dach und Fach.“ SPD-Fraktionschef Uwe Höhn mahnte ebenfalls ein schnelles Handeln an. Darüber hinaus bekräftigte er seine Forderung nach einer Pflichtversicherung für Hochwasser- und andere Elementarschäden. Bisher würden viele Familien ohne Versicherung sein, weil die Gesellschaften das Risiko als zu hoch einschätzten, erklärte Höhn.

Mehrbedarf bei Hochwasser-Soforthilfe – Ostthüringer Landkreise erhalten weitere Gelder

Finanzminister Voß verwies darauf, dass die Soforthilfe für Kommunen, private Haushalte und Kleingewerbetreibende immer noch wirkt. Der Minister sagte, es gäbe Nachforderungen der Landkreise Greiz und Saalfeld-Rudolstadt für die kommunale Soforthilfe. Greiz solle eine weitere halbe Million Euro erhalten, Saalfeld-Rudolstadt 250.000 Euro. Die ostthüringische Stadt Greiz hatte als Soforthilfe für die dringendsten Arbeiten zunächst eine Million Euro vom Land bekommen. Für Saalfeld-Rudolstadt waren es 200.000 Euro. Insgesamt stellt der Freistaat nach Angaben von Voß rund 20 Millionen Euro als Soforthilfe zur Verfügung.

Der Thüringer Landtag hatte in einem Schnellverfahren Mitte Juli ein Gesetz für einen Aufbaufonds beschlossen. In den Fonds sollen die Gelder aus dem Fluthilfefonds des Bundes sowie von der EU fließen.

Quelle: mdr.de