Wasserabsenkung mittelfristig möglich

Veröffentlicht: Juli 23, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt
Ortsbürgermeister Kurtze unterbreitet Vorschläge zum Schutz von Uichteritz. Das Überflutungsgebiet müsste vergrößert und der Damm rückverlegt werden.

Das Hochwasser spielte im Uichteritzer Ortschaftsrat noch einmal eine Rolle. Bürgermeister Wolfgang Kurtze (FDP) verlas ein Schreiben, das er an Weißenfels’ Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) gesendet hatte. Er machte darin darauf aufmerksam, dass die seit 1994 mehrfach überfluteten Häuser in der Lobitzscher Straße und der Weißenfelser Landstraße nur durch einen Damm sinnvoll geschützt werden könnten. Der sei aber teuer und würde teilweise über Privatland führen.

Laut Kurtze gebe es jedoch einige mittelfristige Maßnahmen, die zu einer Senkung des Wasserspiegels zwischen zehn und 15 Zentimetern führen könnten. Dabei geht es um eine Vergrößerung des Überflutungsgebietes durch den Rückbau eines ehemaligen Wasservorratsbeckens für das Mineralölwerk Lützkendorf, die in der Saaleaue entstandenen Bauten der Firma Göpfert, die ehemalige Pumpstation der Sauenzuchtanlage Mücheln sowie den Damm am Ex-Übungsplatz der Armee auf der rechten Fluss-Seite. Zudem müsste der Saaledamm bis an die Grundstücke in Markwerben und das Wasserwerk der Midewa rückverlegt werden. Notwendig sei es, den Damm am Graben zwischen beiden Orten zurückzubauen und installiert werden müssten Verschlussvorrichtungen für Kanaldeckel und Kastenrinnen. Der wegen der überfluteten Lobitzscher Straße abgeschnittene Ortsteil Lobitzsch braucht eine zweite Zufahrt, die derzeit nur unbefestigt existiert. Von den Räten wurde außerdem das Beuditzwehr in seiner jetzigen Form wegen des Wasserrückstaus in Frage gestellt.

Wolfgang Kurtze sagte: „Auf jeden Fall muss sich bald etwas tun.“ Und er verwies darauf, dass Maßnahmen bereits in der Vergangenheit umgesetzt worden sind. Er nannte die Rohre unter der Weißenfelser Landstraße, mit denen der Wiesenweg zuletzt teilweise mit drei Pumpen rund um die Uhr entwässert wurde, und einen Schieber am Abzweig zum Sportplatz, der aber nur etwas gebracht hat, solange die Straße nicht überflutet war. Gut sei gewesen, dass man im Bauhof noch Sand und 10 000 Sandsäcke gelagert hatte, mit denen auch der Stadt geholfen werden konnte.

Quelle: mz-web.de

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