Helferfest: der Zusammenhalt beim Hochwasser war unglaublich!

Veröffentlicht: Juli 23, 2013 von fluthelfer in Bayern

„Unglaublich“ fand das der Freisinger OB: Unglaublich, was da Anfang Juni passiert ist, als das Wasser kam. Und unglaublich, welchen Einsatz die Hilfskräfte dabei gezeigt hatten. Der Lohn der Mühen: ein Helferfest am Samstag.

Er war auch ein Floriansjünger. Allerdings einer aus der Oberpfalz, der nur zufällig am Samstagabend die bayerische Blasmusik der Stadtkapelle in der Hauptfeuerwache hörte und fragte, was denn hier los sei. Die Antwort von OB Tobias Eschenbacher: Helferfest für alle, die Anfang Juni die Stadt Freising mit ihrem Einsatz beim Hochwasser vor Schlimmerem bewahrt hatten. Und weil es auf einen Feuerwehrler mehr oder weniger nicht ankam, mischte sich der Gast aus der Oberpfalz unter die Floriansjünger, die THW-Kräfte, die Ehrenamtlichen der Rettungsdienste, unter die Polizeibeamten und alle anderen, die zum Dankeschön von der Stadt eingeladen worden waren. Das Bier kam vom Hofbrauhaus, für das üppige Büfett und das Fleisch vom Grill hatten die Freisinger Wirte gesorgt.

Und weil es um das gemeinsame Feiern ging, wurden die Ansprachen an jenem Abend kurz gehalten: Eschenbacher sprach von einem „schwierigen Einsatz“ – sowohl körperlich als auch psychisch. Denn weil „das Wasser überall war“, habe man eben nicht immer helfen können. Aber: Ohne den Einsatz der Hilfskräfte wäre es „noch viel schlimmer“ gewesen, so Eschenbacher. Es sei „ein gutes Gefühl“, zu wissen, dass so viele Menschen da seien, um zu helfen.

Bevor es „Essen fassen!“ hieß, sprach Stadtbrandinspektor Anton Frankl von einem „wunderbaren Erlebnis“, weil alle Hilfsorganisationen so gut und reibungslos zusammengearbeitet hätten.

Sein THW-Kollege Michael Wüst drückte das so aus: „Wenn es hart auf hart kommt, wird nicht lange gefragt, welche Farbe das Auto hat.“ Für Wüst war allerdings klar, dass das nächste Hochwasser und der nächste Großeinsatz kommen werden. Deshalb: „Wir lassen unsere Gummistiefel in Fluchtrichtung vor dem Spind stehen.“

Die Zahlen, die es inzwischen zu dem Hochwasser-Einsatz zwischen dem 3. und 5. Juni im Landkreis gibt, sind durchaus beeindruckend: 770 Frauen und Männer waren insgesamt rund 20 000 Stunden im Einsatz, 506 Einsätze wurden von der Kreiseinsatzzentrale koordiniert, allein 275 davon im Stadtgebiet Freising. 86 Feuerwehren waren alarmiert worden. Die gesamte Pumpleistung des THW, die im Einsatz war, betrug 85 000 Liter pro Minute. Und schließlich wurden zur Deichverstärkung im Landkreis geschätzte 100 000 Sandsäcke auf einer Länge von 40 Kilometern verbaut.

Quelle: merkur-online.de

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