Die Angst bleibt

Veröffentlicht: Juli 23, 2013 von fluthelfer in Aken
Von Sylke hermann

 

Eine Bürgerinitiative fordert eine „moralische Instanz“ für Aken. Regelmäßig soll darüber informiert werden, welche Hochwasserschutzmaßnahmen geplant sind.

Das Hochwasser ist weg, aber der Frust bleibt. Bei vielen, vor allem älteren Menschen in Aken sei deutlich zu spüren, wie verunsichert, wie ängstlich sie sind. Droht uns so eine Naturkatastrophe womöglich wieder? „Das fragen sich einige“, bestätigt Klaus Dieter Brömmel. Brömmel ist Mitglied der Akener Bürgerinitiative „Wasser in den Kellern“, die sich schon viele Monate vor dem Hochwasser mit dem Thema befasst hat, und für die spricht er auch, wenn er sagt: „Nachdem, was uns im Juni hier widerfahren ist, brauchen wir künftig mehr Informationen zum vorbeugenden Hochwasserschutz.“

Gremium gefordert

Der Bürgermeister, so die Forderung der Initiative, müsse ein Gremium bilden, mit allen in der Krise Beteiligten: Stadt, Kreis und Land, dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft und berufenen Akener Bürgern natürlich. Es dürfe in der Runde nicht darum gehen, nachträglich um Kompetenzen zu streiten oder Schuldfragen zu diskutieren. „Hier darf es ausschließlich um die Frage gehen: Was muss getan werden, dass uns so etwas nicht noch einmal passiert“, formuliert Brömmel.

Moralische Verantwortung

Ein solches Gremium, findet die Bürgerinitiative, müsse schon allein „aus einer moralischen Verantwortung für diese Stadt“ einberufen werden. Die Akener bräuchten ihren inneren Frieden zurück, das Gefühl, dass sie sich in dieser, in ihrer Stadt sicher und wohl fühlen können und eine vernünftige Lebensqualität vorfinden. Brömmel: „Die Akener müssen wissen, dass sie wieder ruhig schlafen können.“

Für Brömmel scheint unausweichlich, dass diese Runde die Öffentlichkeit regelmäßig informiert, welche Hochwasserschutzmaßnahmen geplant sind, worauf man sich verständigt hat. Ausgewählte, anerkannte Persönlichkeiten könnten den engen Kontakt zwischen der Expertenrunde und interessierten Akenern halten – mit dem Ziel, dass jeder, der das möchte, gut informiert ist. Wie wichtig das ist, macht Brömmel rückblickend an einer konkreten Situation fest: „Es reicht eben nicht zu sagen, Aken wird evakuiert.“ Kurz zuvor hatte es noch geheißen: Aken sei sicher. So etwas verwirre unnötig.

Die von der Akener Bürgerinitiative angeregte Expertenrunde sollte sich nach deren Einschätzung auf eines konzentrieren, wie Brömmel sagt: „harmonisch und miteinander nach vorne blicken“

Quelle: mz-web.de

 

 

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