Hochwasser-Schäden mit großen Folgen für Schul- und Sportjahr in Gera

Veröffentlicht: Juli 19, 2013 von fluthelfer in Thüringen
Wegen Hochwasserschäden bleiben zu Beginn des neuen Schuljahres am 26. August mehrere Turnhallen und das Hofwiesenbad in Gera geschlossen, teilte die Stadt mit. Die aktuelle Schadensbilanz weist für die Sportstätten in Gera mehr als 7 Millionen Euro aus.

Zu Beginn des Schul- und Sportjahres werden wichtige Sportstätten, wie die Panndorfhalle und das Hofwiesenbad, aber auch die Schulsporthallen der Regelschule „Otto-Dix„, der Grundschule „Otto-Dix“ und der Debschwitzer Regelschule für den Sportunterricht und das Training nicht zur Verfügung stehen, teilte die Stadt mit. Darüber hinaus sind neben den Sporthallen im Sportzentrum Vollersdorfer Straße und im Karl-Harnisch-Stadion die Sportplätze Stadion am Steg und Karl-Harnisch-Stadion massiv betroffen.

Etwa 40 Prozent der Kapazitäten könnten derzeit nicht genutzt werden. Ob für die Schüler zum Schuljahresbeginn Sportunterricht ausfällt, ist momentan noch nicht klar.

Mit den betroffenen Schulen und Vertretern des Schulamtes Ostthüringen wurden am vergangenen Donnerstag intensive Gespräche zur Belegungssituation für den Sportunterricht geführt. „Wir haben versucht, den Belegungsplan für die Panndorfhalle zu verdichten, aber leider ist es aufgrund der dort entstandenen Schäden nicht möglich“, sagt Thomas Seidel vom Fachdienst Bildung und Sport in der Mitteilung der Stadt. Neben der Situation in den betroffenen Schulturnhallen würden sich die Schäden im Hofwiesenbad besonders auf die Grundschulen auswirken, für die es aktuell kein Angebot zur Absicherung des Schwimmunterrichts gibt.

Unter Federführung des Schulamtes stimmen aktuell die Schulleiter Belegungsvarianten ab, um den Unterrichtsausfall so gering wie möglich zu halten, heißt es weiter.

Eine Reihe von Sportvereinen ist besonders hart betroffen. „Wir arbeiten mit Hochdruck in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportbund an Lösungen für die aktuellen Belegungsprobleme der Vereine“, so Thomas Seidel. Ziel des Fachdienstes ist, vor allem Lösungsansätze für den Kinder- und Jugendsport zu entwickeln.

Die Sportstättenkommission hat am 3. Juli dem Vorschlag zugestimmt, die Belegung der Sportstätten im neuen Schul- und Sportjahr zunächst mit einem „Sommerbelegungsplan“ bis zum 18. Oktober vorzunehmen. Alle Sportvereine erhalten demnach zunächst einen Belegungsvertrag bis zu den Herbstferien. Im Sommerbelegungsplan ist der Bedarf der Freiluftsportarten für das Wintertraining noch nicht enthalten. Einer Reihe von Freizeitsportgruppen wird der Fachdienst Bildung und Sport nur Trainingszeiten an den Wochenenden anbieten können. Ein Winterbelegungsplan soll ab 4. November 2013 vor dem Hintergrund gelten, dass dann konkrete Termine für die Wiedernutzung der Sportstätten vorliegen.

Nach der Beratung der Stadt mit dem Stadtsportbund Gera e.V. und den vom Hochwasser direkt betroffenen Sportvereinen zum Thema Schadensbilanz am 1. Juli 2013 wurden vom Fachdienst Bildung und Sport Einzelbegehungen in den Sportstätten durchgeführt.

Im Stadion der Freundschaft sind die leichtathletischen Anlagen ab sofort, die Weitsprunganlage nach Austausch des Sandes für das Training wieder nutzbar. Einschränkungen bestehen bei der Nutzung der Sanitäranlagen im Außenbereich des Stadions. Aktuell wird der Rasenplatz erneuert. Der Platz soll am 9. August wieder freigegeben werden.

Zwischen Reitverein und der Stadt wurden Detailmaßnahmen zu Herstellung von Bereichen des Reitstadions vereinbart. So bemühen sich Verein und Stadt aktuell um eine Lösung für die Beseitigung des verunreinigten Bodenbelages in der Reithalle. Es wird eine neue Zähleranschlusssäule gesetzt und die Pumpen und Regner zur Platzbewässerung funktionstüchtig hergestellt, sodass der Platz nach der Renovation bewässert werden kann.

Auf Grund der weiter aufsteigenden Durchfeuchtung und des zunehmendem Schimmelbefalls im Sportzentrum Vollersdorfer Straße mussten die Gebäude neben der Sporthallensperrung auch für Internats-, Büro- und Gewerbenutzungen gesperrt werden. Betroffene Sportvereine erhielten ein Angebot zur Nutzung adäquater Büroräume in der Ernst-Toller-Straße. Die Nutzung der Beachvolleyballanlage und des Rasenplatzes ist möglich, bezüglich der Nutzung der Umkleide- und Sanitärbereiche muss auf die Tschaikowskistraße 39 a und das Stadion der Freundschaft ausgewichen werden.

Die Stadt beauftragt kurzfristig einen Gutachter zur Prüfung der bautechnischen Schäden im Karl-Harnisch-Stadion in Zwötzen. Dabei wird unter anderem geprüft, ob die Sanitäreinrichtungen kurzfristig Instand gesetzt werden können, um nach der Sportplatzrenovation die Nutzung des Rasenplatzes zu ermöglichen.

Der Rasenplatz im Stadion am Steg ist nach abgeschlossener Renovation wieder nutzbar. Die Instandsetzungsarbeiten am Tennenplatz ruhen bis zur Klarheit der Stadt über die Details der Thüringer Wiederaufbaurichtlinie. Die Stadt kann aktuell noch nicht abschätzen, wann die Wiederaufbauarbeiten von Sportstätten beginnen können, da die Richtlinie mit entsprechenden Durchführungsbestimmungen noch nicht aufgelegt ist.

Quelle: otz.de

 

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