Tote Fische und Erfassen des Bestandes: Kreis bittet Angelverbände um Hilfe

Veröffentlicht: Juli 18, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Das Hochwasser hat nicht nur Menschen Schaden zugefügt. Die Flut und ihre Folgen belasten Tiere und Pflanzenwelt. Viele Fische sind verendet, Brackwasser steht auf Flächen. Der Kreis bittet jetzt Angler um Hilfe.

 

Nach dem Hochwasser hofft der Landkreis auf die Unterstützung der Angelverbände

Um die verbliebenen Fische zu retten, seien nun die Angelverbände gefragt, so Christiane von Wagner. „Durch Abfischen der Restlöcher und Umsetzen in die umliegenden Seen und Flüsse, kann ein großflächiges Verenden der Fische verhindert werden.“ Die notwendige Genehmigung zum Elektro-Abfischen würden schnell und unbürokratisch von der Oberen Fischereibehörde im Landesverwaltungsamt erteilt, sagt die Fachdienstleiterin.

Die Vereine könnten zudem weiterhin hilfreich wirken, wenn sie prüfen und festhalten, wie sich die Bestände entwickeln. „Etwaige Populationseinbrüche in den Beständen der Fischarten sind durch die Angelverbände zu erfassen. Nach deren Auswertung werden die zukünftigen Besatzmaßnahmen abgestimmt und gegebenenfalls durch die Fischereiabgabe gestützt, wie es auch nach anderen großen Hochwasserereignissen geschehen ist“, sagt Christiane von Wagner.

Schönebeck hat keine Probleme mit toten Fischen

Nach Leserauskünften sind besonders die Flächen rund um den Umflutkanal betroffen (Volksstimme berichtete). In Schönebeck gibt es nach Angaben der Pressestelle der Stadt keine Probleme. „Derzeit stellt sich das Problem als beherrschbar dar. Es ist ein mittlerer Anfall toter Fische festzustellen, der jedoch keinen massiven Charakter hat“, sagt Stadtsprecher Hans-Peter-Wannewitz. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes haben entsprechende Begehungen durchgeführt. Die städtischen Fachbereiche stünden im Gespräch mit der Unteren Wasserbehörde des Salzlandkreises. Kreis und Stadt sind sich einig, dass es auch eine „natürliche Erledigung des Problems“ gab und gibt, etwa durch Vogelfraß.

Nicht nur tote Fische, auch das stehende Wasser selbst belastet die Umwelt. Hier, das sagen die Behörden, könne man nur abwarten, bis sich die Natur regeneriere. „Die überstauten Acker-, Wiesen- und Waldflächen entwässern sich ebenfalls und bringen dabei stark sedimenthaltiges Wasser in die Flüsse ein. Das ist ein natürlicher Prozess nach einem solchen Hochwasser. „Die überstauten Acker-, Wiesen- und Waldflächen entwässern sich und bringen dabei stark sedimenthaltiges Wasser in die Flüsse ein. Das ist aber ein natürlicher Prozess nach einem solchen Hochwasser“, beschreibt Christiane von Wagner. Und Hans-Peter Wannewitz geht auf die Eintrübungen des Wassers ein. „Die braune Verfärbung des Brackwassers und sein Geruch hängen mit Sauerstoffmangel und der Bildung von Schwefeldioxid bei der Zersetzung des pflanzlichen Materials zusammen, was aber unproblematisch ist.“ Das sei zum Teil auch Grund für das Fischsterben, denn die Tiere würden ersticken. Sollten sich Probleme mit der Biomasse ergeben, würden die Behörden handeln, sagt Hans-Peter Wannewitz.

Landesbetrieb meint: Natur regelt das selbst

Der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz kennt das Problem, besonders am Umflutkanal. Ein Mitarbeiter spricht von „natürlichen Erscheinungen, die sich selbst regulieren“ würden. In der Zeit des Hochwassers habe man der Kontrolle wegen tägliche Untersuchungen des Wassers vornehmen lassen, besonders im Elbe-Saale-Winkel und in der Altmark.

Quelle: volksstimme.de

de, wenn es um das Retten von Fischen und die Entsorgung von verendeten Schuppentieren geht. Das sagt Christiane von Wagner, die Fachdienstleiterin des Umweltamtes im Salzlandkreis. Immer wieder melden sich Hobbyangler und Verbände bei ihr, aber auch bei der Volksstimme. Die Ressortchefin beschreibt das Problem. „Bei abfließendem Hochwasser verbleibt in Tiefstellen und Senken im Überschwemmungsgebiet vielfach Restwasser, welches nur langsam verdunstet. In diesen ¿Restlöchern‘ verbleiben auch immer Fische, die nicht rechtzeitig den Weg  in den Fluss zurückgefunden haben.“

 

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