Wie Deutschland nach der Flut auf die Beine kommt

Veröffentlicht: Juli 17, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Nach der Flut beginnt der Wiederaufbau. Milliarden von Euro stehen dafür bereit. Doch das ganze Ausmaß wird erst jetzt sichtbar. Wie schnell erholen sich die Katastrophengebiete?

Die Bilder der braunen Fluten sind erst wenige Wochen alt. Trotzdem herrscht in den meisten Hochwasserregionen in Deutschland schon wieder Aufbaustimmung. Häuser werden geschrubbt, Fundamente getrocknet. Erste belastbare Zahlen lassen das ganze Ausmaß der Flut 2013 erahnen. Und auch die finanziellen Hilfen sind längst angelaufen. Dennoch wird es Jahre dauern, bis die Folgen der Flut nicht mehr sichtbar sind.

Wie hoch sind die Schäden?

Geringer als befürchtet.

Die von der Flut betroffenen Bundesländer haben erstmals Bilanz gezogen und vorläufige Schadensmeldungen an den Bund geschickt. Demnach beläuft sich der Gesamtschaden in Deutschland auf rund 6, 68 Milliarden Euro. Der Hilfsfonds, den die Bundesregierung zusammen mit den Ländern aufgelegt hätte sogar bis zu acht Milliarden Euro abdecken können. Der Bund streckt das Geld bisher vor und macht dafür neue Schulden. Bis 2020 haben die Länder dann Zeit, ihren Anteil von etwa drei Milliarden abzustottern. Momentan sieht es also so aus, als würde die Fluthilfe ausreichen. Es ist jedoch gut möglich, dass sich die Schadenssumme noch deutlich erhöht.
Zum einen kommen auch auf den Bund weitere Kosten zu – für Schäden an Bundesstraßen, Liegenschaften und für die Einsätze des Technischen Hilfswerks sind das etwa 1,48 Milliarden Euro. Zum anderen wies ein Sprecher des Innenministeriums in Sachsen-Anhalt darauf hin, dass in einigen Regionen das Wasser noch immer nicht vollständig zurückgegangen sei. „Dadurch können weitere Kosten entstehen, die sich jetzt noch gar nicht abschätzen lassen.“, sagte der Sprecher. Auch die übrigen Bundesländer hatten die Bilanz in aller Eile gezogen, um pünktlich zum Stichtag am 9. Juli die Zahlen an das Bundesinnenministerium melden zu können. Von dort wird die Gesamtbilanz nach Brüssel weitergegeben, denn auch von der EU soll Hilfe kommen. Deutschland dürfte noch einigermaßen glimpflich davon gekommen sein. Die Ratingagentur Fitch hatte den Schaden auf rund zwölf Milliarden Euro geschätzt. Bei der letzten großen Flut im Jahr 2002 lag der Gesamtschaden in Deutschland bei rund 13 Milliarden Euro.

Quelle: tagesspiegel.de

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