Tipps gegen durchfeuchtetes Mauerwerk nach dem Hochwasser

Veröffentlicht: Juli 17, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Kellerwände sollten mit klarem Wasser und gegebenenfalls mit Isoliersalz oder Fluat abgewaschen werden. Nachdem die Wände oberflächlich trocken sind, sollten diese mit einem Kalkanstrich versehen werden

Gut einen Monat nach dem Hochwasser im Juni pegelt sich das Grundwasser langsam und flächendeckend wieder im üblichen Schwankungsbereich ein. In den meisten betroffenen Kellern steht nun kein Wasser mehr.

Das Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden weist darauf hin, dass mit einem tatsächlichen Austrocknen der Keller erst im Laufe des Winters zu rechnen ist. Bei oberirdisch durchnässtem Mauerwerk helfen hingegen die sommerlichen Temperaturen. Voraussetzung hierfür ist ein ständiger Luftaustausch. Aber auch hier ist mit einem vollständigen Durchtrocknen des Massivmauerwerks erst in der kommenden Heizperiode zu rechnen.

Das Umweltamt gibt folgende Tipps und Hinweise zum Vorrichten von durchfeuchteten Innenräumen: Kellerwände sollten mit klarem Wasser und gegebenenfalls mit Isoliersalz oder Fluat (im Fachhandel erhältlich – Arbeitsschutz beachten) abgewaschen werden. Nachdem die Wände oberflächlich trocken sind, sollten diese mit einem Kalkanstrich versehen werden. Der Handel bietet preiswerten, streichfertigen, rein mineralischen Kalkanstrich von einem sächsischen Hersteller, der wischfeste Oberflächen ergibt. Kalk bindet ferner Gerüche, ist feuchtigkeitsbeständig, wirkt antibakteriell und schimmelt nicht.

In hochwassergefährdeten Räumen sollten Trockenbau, Tapeten und Anstriche mit Dispersionsfarben konsequent vermieden werden. Die Wände sollten von alten Anstrichen gesäubert, mit Isoliersalz oder Fluat vorbehandelt und entweder ebenfalls mit Kalk oder mit Silikatfarben gestrichen beziehungsweise gerollt werden. Diese rein mineralischen Farben gehen eine feste Verbindung mit dem Putz ein und unterbinden nicht den Feuchtigkeitstransport. Problematisch sind Fußböden, die eine Wärmedämmschicht (in der Regel aus Schaumpolystyrol) enthalten. Ist in diese Schicht Wasser in größerer Menge eingedrungen, erweist sich eine vollständige Trocknung als schwierig bis unmöglich. Hier ist ein Abriss und Neuaufbau ab der Dämmlage meist unumgänglich.

Anders ist es bei herkömmlichen Holzfußböden. Hier ist eine Trocknung mit entsprechenden Geräten durchaus Erfolg versprechend. Fragen hierzu beantworten Fachfirmen für Bautenschutz und Bauwerkstrockenlegung. Kontaktdaten finden Betroffene in den üblichen Branchenverzeichnissen, bei der Handwerkskammer oder der Industrie- und Handelskammer.

Quelle: Handwerkskammer Dresden

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