Schwemmholz führt zu Hochwasser

Veröffentlicht: Juli 17, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

 

Nachlese zu den Hochwasserschäden: In der Raubeckstraße in Dürnau war am 1. Juni Land unter. Dies soll künftig möglichst verhindert werden.

 INGE CZEMMEL

Mitten durch Dürnau fließt der teilweise verdolte, teilweise offene Sachsentobelbach. Beim Starkregen am 1. Juni trat er in der Raubeckstraße über die Ufer und verursachte mehrere Schäden. Das Wasser spülte die Pflasterung entlang der Raubeckstraße weg, unterspülte Hofeinfahrten und Gehwegbereiche und ergoss sich in verschiedene Keller und auch Wohnräume.

 

Ursächlich war Schwemmholz, das den Bacheinlauf im Bereich der Raubeckstraße 15 verstopft hatte. Die örtliche Feuerwehr musste mehrere Stunden Hilfe leisten und beim Versuch ein großes Stück Holz aus dem Doleneingang zu entfernen kam es auch zu gefährlichen Situationen.

 

Einige Anwohner äußerten sich im Nachhinein kritisch darüber, dass der Bach hinsichtlich der Gefahr von Bruch- und Schwemmholz zu wenig kontrolliert werde. Bei einem gemeinsamen Gespräch mit betroffenen Anwohnern, Vertretern der Feuerwehr und Verbandsingenieur Wolfgang Scheiring wurde deshalb über geeignete Maßnahmen diskutiert.

 

Als in der jüngsten Sitzung die Ergebnisse dem Gemeinderat vorgestellt wurden, fand sich auch eine Gruppe von Hochwassergeschädigten ein. Ihr Sprecher machte deutlich, dass in den vergangenen 20 Jahren der Bach bereits dreimal über die Böschung trat und Schäden verursachte. Er erklärte die Bereitschaft der Anwohner, gemeinsam mit der Gemeinde geeignete Maßnahmen zu treffen um Probleme dieser Art künftig zu vermeiden. So ist beispielsweise eine Bachpatenschaft angedacht mit regelmäßigen Kontrollen des Bachlaufes angedacht.

 

Gemeinderat Manfred Maier wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass am Sachsentobelbach Bachholz gelagert werde und die Bürger darauf hingewiesen werden müssten, dass es weiter vom Ufer entfernt werden müsse. Die Gemeinde sagte zu, die Rechen an den Bacheinläufen zu überprüfen und gegebenenfalls erneuern. Es soll zudem geprüft werden, ob und wo weitere Rechen sinnvoll und möglich sind. Nachdenken will man auch darüber, ob fertig vorbereitete Sandsäcke angeschafft werden könnten. Die Feuerwehr will sich besser mit der Situation in der Raubeckstraße vertraut machen und dort künftig regelmäßig Übungen machen.

 

Da die Gitterrostanlage und die Bachbefestigung am Einlauf in der Raubeckstraße in Privateigentum stehen, sollen Maßnahmen in enger Kooperation zwischen Gemeinde und Eigentümern erfolgen. „Eine abschließende Sicherheit vor Hochwasser im Bereich des Baches wird es nicht geben“, erklärte Bürgermeister Friedrich Buchmaier, „aber wir werden alles was uns möglich ist tun“.

Quelle: swp.de

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