„NACH DEM HOCHWASSER SIND SIE ÜBERALL. “ Welche Hausmittel Stechmücken fernhalten

Veröffentlicht: Juli 17, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Nach dem Hochwasser sind sie überall. Deutschland erlebt im Sommer 2013 eine Mückenplage. Anti-Mücken-Sprays wie Autan werden bereits knapp. Zum Glück gibt es auch Hausmittel gegen die lästigen Blutsauger, zum Beispiel Zitronen und Nelken.

Statt der chemischen Keule können einige Hausmittel Stechmücken vom Haus fernhalten. Den Geruch von Zitrone mögen die Plagegeister gar nicht. Bewohner sollten Scheiben des Obstes dicht mit Nelken bestecken, erläutert Bärbel Holl vom Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung (VFöS) in Düsseldorf. „Auch Zitronella, das verdampft wird, kann Mücken vom Körper fernhalten.“ Das ätherisches Öl kann man zusammen mit Wasser in einer Duftlampe verdunsten lassen.

Wie gut sind elektrisch betriebene Verdampfer?

Von elektrisch betriebenen Verdampfern mit Insektiziden rät Holl dagegen vehement ab: Sie enthalten in der Regel die Chemikalie Permethrin. „Ich warne davor. Das ist ein starker Stoff, der der Gesundheit schaden kann.“ Zumindest vorübergehend könne der Dampf die Atemwege beeinträchtigen und die Schleimhäute reizen.

Aufgrund des Hochwassers in Süd- und Ostdeutschland gibt es in diesem Sommer besonders viele Stechmücken. Sie hatten dort ideale Bedingungen zur Fortpflanzung: Schon ein wenig verschmutztes Wasser reicht Mücken, um sich hundertfach zu vermehren. Aber auch wenn die Plagegeister lästig sind, um ihre Gesundheit müssen sich die Anwohner in den betroffenen Gebieten nicht sorgen. Darauf weist Nikolaus Frühwein von der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen hin.

Wie hoch ist die Gefahr von Malaria und Dengue-Fieber?

Theoretisch könnten die stechenden Insekten zwar auch in Deutschland tropische Krankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber übertragen. Aber dazu müsste es hierzulande etliche Menschen geben, die die Erreger in sich tragen und von Mücken gestochen werden, die ihrerseits andere Menschen mit den Erregern infizieren, erläuterte Frühwein. „Das ist unwahrscheinlich.“ Wer mit Malaria von einer Tropenreise zurückkehrt, werde in der Regel im Krankenhaus behandelt. Es gebe auch kaum Patienten in Deutschland, die das Dengue-Virus im Blut haben.

Dennoch stören die Insekten, besonders wenn sie in großer Zahl auftreten. Die Schädlingsbekämpferin Bärbel Holl sieht wenig Chancen, dass der Einzelne der drohenden Plage Herr wird. Sie empfiehlt aber, als erstes Fliegengitter an allen Fenstern anzubringen. „Das ist immer gut.“ Außerdem rät sie, als Schutz vor der Mückenplage wie im Urlaub nachts unter einem Moskitonetz zu schlafen. Das sei in nordeuropäischen Regionen, die regelmäßig von großen Mückenscharen heimgesucht werden, gang und gäbe.

Opfer werden am Geruch erkannt

Nur ein paar Stunden wirksam, aber dennoch sinnvoll sind Holl zufolge Insektenabwehrmittel zum Auftragen auf die Haut. Denn Stechmücken werden vom Geruch des menschlichen Körpers besonders angezogen. Aus diesem Grund hält die Expertin es auch für wenig sinnvoll, nur im Dunklen zu lüften. Licht ziehe zwar fliegende Insekten an, aber Mücken würden ihre Opfer anhand des Geruchs auch ohne Beleuchtung finden.

Allerdings werden Insektensprays aufgrund der Mückenplage vielerorts knapp. Der Verbrauch sei „außergewöhnlich hoch“, lokal könne es deshalb zu Engpässen kommen, heißt es etwa bei der Marke Autan.

Quelle: berliner-kurier.de

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