Aussagen zu vier Schwerpunkten in Weißenfels

Veröffentlicht: Juli 17, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt

Das Hochwasser 2013 hat verschiedene Fragen aufgeworfen, auf die jetzt auch in Weißenfels Antworten gesucht werden müssen. Was wirklich verändert werden kann, das wird nicht zuletzt auch von finanziellen Möglichkeiten abhängen, die die Stadt nicht allein stemmen kann.

Muss der Damm, der unter anderem Uichteritz und Markwerben schützen soll, anders gelegt werden ?

In der Stadtverwaltung ist man jedenfalls nach den Worten von Oberbürgermeister Robby Risch der Meinung, dass dort Veränderungen vorgenommen werden müssen. Der Deich von etwa 1,50 Meter Höhe auf dem linken Saaleufer liegt derzeit unmittelbar am Fluss. Als günstiger könnte sich erweisen, wenn er näher an die Ortschaften herangelegt würde, dann könnte sich das Wasser besser ausbreiten. Uichteritzer selbst haben den Vorschlag unterbreitet. In diesem Jahr ist der Damm überspült worden und hatte Häuser in Markwerben und Uichteritz überflutet. Die Maßnahme könnte auch das Wasserwerk Markwerbener Wiesen sowie die Fischerei und Bereiche am Weg nach der Marienmühle sowie an der Markwerbener Straße schützen.

Wie kann die Stadthalle, die bei der Flut 2013 beträchtlichen Schaden genommen hat, besser gesichert werden?

Hier fehlt bislang ein schlüssiges Konzept. Bisherige Beratungen haben laut Risch lediglich die Erkenntnis gebracht, dass gegen das aus dem Boden aufsteigende Wasser in dem Gebiet vorerst nichts unternommen werden kann. Damit ist auch klar, dass die Bewohner der umliegenden Straßen auch künftig bei Hochwasser damit rechnen müssen, Wasser im Keller zu haben.

Welche Möglichkeiten gibt es, die in diesem Jahr gefluteten Innenstadtstraßen wie Dammstraße oder Saalstraße vor weiteren Überflutungen zu bewahren?

Hier soll der Bau der Regenüberlaufbecken zumindest teilweise für eine Entlastung in Hochwasserfall sorgen. Nach den Worten des Vorstands der Abwasserbeseitigung Weißenfels Andreas Dittmann gibt es dann die Möglichkeit, auf den Straßen stehendes Wasser wieder in die Saale abzuleiten. Wobei er klarstellt, dass eine Überflutung der Innenstadtstraßen durch aus dem Untergrund drückendes Wasser nicht grundsätzlich verhindert werden kann.

Wie gefährdet sind die Dämme im Norden von Weißenfels zum Beispiel bei Schkortleben?

Die betreffenden Deiche sind zwar bei der Flut nicht gebrochen, sondern überspült worden, aber bei ihnen besteht die Gefahr, dass sie aufgrund der Durchwurzelung bei einem weiteren Hochwasser auch brechen könnten. Hier wird seitens der Stadtverwaltung dafür plädiert, Bäume zu beseitigen und die Deiche dadurch und durch weitere Maßnahmen zu stabilisieren. Seitens des Umweltministers Hermann Onko Aeikens gab es die Zusage, dass man sich intensiv mit dem Problem beschäftigen werde, weil es im Land auch noch andere ähnliche Schwerpunkte gebe. (ze)

Quelle: mz-web.de

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s