Risikokarten für ein extremes Hochwasser

Veröffentlicht: Juli 15, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

 

Das Landesamt für Umwelt gibt Kommunen wichtige Informationen, um die richtigen Vorkehrungen gegen Hochwasser treffen zu können. Hochwassergefahrenkarten werden erstellt. Von Dorothea Schuster

Die Bilder vom überfluteten Deggendorf hat jeder noch vor Augen. „Hochwasser sind Naturereignisse, die können wir nicht verhindern“, sagte Anna Röder gestern beim Gewässer-Nachbarschaftstag in Bobingen (Kreis Augsburg). Menschen siedeln heute dort, wo sie naturgegeben nicht sollten. Also kommt es auf den richtigen Umgang mit Hochwasser an.

Auch kleinere Gewässer können Hochwasser bringen

Doch nicht nur an Donau und Inn muss mit großen Hochwasserereignissen gerechnet werden, sondern auch an kleineren Gewässern. Und selbst dann, wenn ein technischer Hochwasserschutz vorhanden ist, kann es zu Überschwemmungen kommen. Deshalb ist es wichtig, dass alle Beteiligten – Katastrophenschutz, Städte und Gemeinden – auf ein solches Szenario vorbereitet sind, sagte Marc Daniel Heintz vom Landesamt für Umwelt in Augsburg. Ein wichtiger Baustein ist das Hochwasser-Risikomanagement, an dem das LfU derzeit arbeitet.

Zunächst wurde eine Risikobewertung im Umfeld der großen und größeren Flüsse (I. und II. Ordnung) vorgenommen. „Man muss das Flusseinzugsgebiet betrachten.“ Denn ein Hochwasser macht nicht an Gemeindegrenzen halt.

Bis zum Jahresende sollen Hochwassergefahrenkarten für Bayern vorliegen

Die Risikobewertung kann nicht das komplette Gewässernetz umfassen. Denn in Bayern gibt es über 100.000 Kilometer Fließgewässer. Deshalb wurden die Abschnitte mit einem besonders hohen Risiko ermittelt. Das sind 7.650 Kilometer. 1.150 Städte und Gemeinden liegen an diesen Gewässern. In Stadt und Landkreis Augsburg beispielsweise liegen Lech, Wertach und Singold auf ihrer gesamten Länge in der Gewässerkulisse.

Bis Dezember sollen die Hochwassergefahren- und Risikokarten für Bayern vorliegen, sagt Heintz. Für den Main gibt es sie, am Donaugebiet wird mit Hochdruck gearbeitet. Die Karten zeigen, wer und welche Gebiete betroffen sein können, wie häufig und wie stark. Bei Extremhochwasser sind es in Würzburg 100.000 Einwohner.

Unesco-Welterbe und europäische Naturschutzgebiete

Verzeichnet sind Kulturgüter wie Unesco-Welterbe, europäische Naturschutzgebiete und Industrieanlagen, die mit wassergefährdenden Stoffen arbeiten. Dazu kommen Hochwasserschutzeinrichtungen. Bis Ende 2015 sollen dann die dazugehörigen Hochwasserrisiko-Managementpläne vorliegen. Er enthält Ziele und Maßnahmen, wie Gefahren verringert werden können. Die Risikokarten sind ein Angebot der Wasserwirtschaftsverwaltung an die Kommunen und eine Entscheidungshilfe für Planer, sagte Heintz. Gegebenenfalls muss ein Gewerbegebiet woanders angesiedelt werden. Fachkundige Beratung finden sie bei den Wasserwirtschaftsämtern. Das gilt auch für Gemeinden, für die keine Karten vorliegen.

Auf lokaler Ebene wird dann anhand eines Fragenkatalogs eine detaillierte Risikobewertung gemacht. Neuralgische Punkte wie Kindergärten oder Seniorenheime, die das Wasserwirtschaftsamt nicht kennt, können zusätzlich markiert werden.

Quelle: augsburger-allgemeine.de

Risikokarten für ein extremes Hochwasser – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Risikokarten-fuer-ein-extremes-Hochwasser-id26008601.html

Risikokarten für ein extremes Hochwasser – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Risikokarten-fuer-ein-extremes-Hochwasser-id26008601.html

Risikokarten für ein extremes Hochwasser – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Risikokarten-fuer-ein-extremes-Hochwasser-id26008601.html
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