Waldstetten – Nach dem Hochwasser

Veröffentlicht: Juli 12, 2013 von fluthelfer in Bayern

Waldstetten zählte zu den im Landkreis am schlimmsten betroffenen Kommunen. Jetzt will die Marktgemeinde Vorsorge für zukünftige Hochwasserereignisse treffen. Von Adalbert Zimmermann

Das Hochwasser am 10. und 11. Juni hat in Waldstetten teilweise gravierende Schäden an öffentlichen und privaten Gebäuden hinterlassen. Im Marktgemeinderat war man sich darüber einig, dass nachhaltige Maßnahmen zur Eindämmung von Hochwasserproblemen getroffen werden müssen. Mit Bürgermeister Emil Konrad und Vertretern des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth und des Landratsamtes Günzburg fand am Dienstag eine Ortsbegehung statt, um sich vor Ort ein Bild von der Situation zu machen und Lösungen für die Zukunft zu finden.

Die hochwassergefährdeten Bereiche Waldstettens liegen vorwiegend entlang des Ellerbaches (örtlich auch als Erlenbach bezeichnet). Durch die mehrfache Verrohrung des Ellerbaches und den Zulauf des Kälberbaches spitzt sich die Situation an den Engstellen nochmals zu. Die Beteiligten waren sich darüber einig, dass eine Vergrößerung der Durchlasse keine Lösung bringt.

„Um Hochwasserprobleme wirksam in den Griff zu bekommen, sind nachhaltige Maßnahmen erforderlich“, so die Aussage von Ulrich Kost vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth. Eine wirksame Maßnahme könne ein Rückhaltebecken zwischen der Nachbargemeinde Hausen und Waldstetten mit einer entsprechenden Wasserdammvorrichtung sein.

„Dabei sind provisorische Maßnahmen, beispielsweise das Aufschütten eines einfachen Erddammes, nicht zielführend“, ergänzte Peter Kaufmann vom Landratsamt Günzburg. Ausgehend von den Erfahrungen anderer Gemeinden werden solche Dämme oft weggeschwemmt, wobei der Schaden dann noch größer werde. Vielmehr müsse eine statisch sauber ausgeführte Baumaßnahme erfolgen, die im Wasserrechtsverfahren geprüft wird.

Wegen der komplexen Materie empfahl Ulrich Kost vom Wasserwirtschaftsamt, ein Ingenieurbüro mit der Planung zu beauftragen. Bürgermeister Konrad hat auch schon einen Flurbereich im Blickfeld, der für ein Rückhaltebecken und einen Wasserdamm geeignet wäre. Diese Maßnahmen werden mit bis zu 45 Prozent bezuschusst, erklärt Kost.

Eine weitere Möglichkeit wäre eine Hochwasserstudie in Auftrag zu geben, die dann anschließend Schutzmaßnahmen vorschlägt. Die Studie wird mit 75 Prozent und die daran anschließende Maßnahme mit 65 Prozent bezuschusst. Über das weitere Vorgehen wird der Gemeinderat Waldstetten in eine der nächsten Sitzungen beraten, so Bürgermeister Konrad.

Quelle: augsburger-allgemeine.de


Nach dem Hochwasser – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Nach-dem-Hochwasser-id25999951.html

Nach dem Hochwasser – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Nach-dem-Hochwasser-id25999951.html
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