Anwohner fordern größeres Becken

Veröffentlicht: Juli 10, 2013 von fluthelfer in NRW

Beim Unwetter am 20. Juni ergoss sich das Wasser des Pohler Bachs in Kürten über die Straßen und lief in Keller. Ein geplantes Regenrückhaltebecken ist für ein zehnjähriges Hochwasser ausgelegt. Zu wenig befürchten BfB und Anwohner.

Kürten: „Das Unwetter war ein Warnschuss, der vielleicht zu spät kommt, aber vielleicht auch noch rechtzeitig“, sagt BfB-Fraktionsvorsitzender Jürgen Piltz. Ihm gehe es aber nicht um Schuldzuweisungen, sondern vor allem um Lösungen.

Nach dem Starkregen am 20. Juni kam es auch in Kürten zu Überschwemmungen. Vor allem das Wasser des Pohler Bachs ergoss sich über die Straßen, lief in Keller und Erdgeschosswohnungen. Gerade dieser Bach soll zukünftig das Oberflächenwasser des rund 20 000 Quadratmeter großen Baugebiets am Kürtener Unterfeld aufnehmen. Vorher wird es in einem Regenrückhaltebecken gesammelt. Dieses Becken ist für ein zehnjähriges Hochwasser ausgelegt.

Vorstoß abgelehnt

Bereits in der Planungsphase zu dem Bauprojekt befürchtete die BfB, dass die geplante Größe nicht ausreichen werde, um Überschwemmungen der tiefer gelegenen Grundstücke zu verhindern. Sie forderte ein größeres Becken, das statistisch nur alle 100 Jahre überläuft. Das wurde jedoch mit der Mehrheit von CDU und SPD abgelehnt.

Wie viel Schaden das Unwetter angerichtet habe, sei ihm erst bewusst geworden, nachdem ihm von Bürgern zahlreiche Bilder zugeschickt worden seien, sagt Piltz. So sei auch Wasser vom Heiderjansfeld aus über die B 506 geflossen. Vor der Sanierung der Straße lagen die Bürgersteige höher und das Wasser sei in den Kanal geflossen. Große Schäden gab es auch in der Steegerhöhe. „Es wäre schön, wenn sich die Leute melden würden, die von Überflutungen betroffen waren. Dann können wir erkennen, wo Schwerpunkte sind und Handlungsbedarf besteht“, so Piltz. Für den Bau-, Plan- und Umweltausschuss am 17. Juli hat die BfB eine lange Liste mit Fragen aufgestellt. Zudem soll der Ingenieur, der das Gutachten für das Rückhaltebecken erstellt hat, zu einer Stellungnahme eingeladen werden. „Bei seinen Berechnungen ist er nur ganz knapp unter dem zulässigen Wert geblieben“, erinnert sich Piltz.

Bürgermeister Ulrich Iwanow ist davon überzeugt, dass sich die Gemeinde zukünftig mit dem Thema Hochwasserschutz noch mehrfach beschäftigen muss. „Starke Regenereignisse werden häufiger stattfinden“, sagt Iwanow.
Dennoch hält er die Dimension des geplanten Regenrückhaltebeckens in Unterfeld für ausreichend. „Ich muss auf die Berechnungen des Ingenieurs vertrauen können. Ich bin überzeugt, dass er sich bei seinen Berechnungen an die gesetzlichen Vorschriften gehalten hat.“ Es habe sich bei dem Unwetter um eine Naturkatastrophe gehandelt.

Mit den Forderungen der BfB hat der Bürgermeister allerdings seine Probleme. „Das ist kein lupenreiner Antrag, den kann ich so nicht in die Politik geben.“ Aber es spreche nichts dagegen, den Ingenieur zu einer Stellungnahme einzuladen. Auch ein Ortstermin vor der Sitzung des Ausschusses sei machbar.

Quelle: ksta.de

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